Nielsen — Werbemarkt rückläufig

23.05.2019
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Der rückläufige Trend am deutschen Werbemarkt setzt sich fort und weist im ersten Quartal 2019 gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Minus von 1,2 % aus. Das zeigt die aktuelle Bilanz von Nielsen, ­einem globalen Performance Management Unternehmen, das Informationen und Erkenntnisse zum Medien- und Konsumverhalten von Verbrauchern liefert. „Der Gesamtbruttowerbemarkt der von Nielsen im Rahmen des bereinigten Werbetrends beobachteten Medien beläuft sich für das erste Quartal 2019 auf insgesamt 7,2 Mrd. € Bruttowerbeausgaben und ist somit das erste Mal seit vielen Jahren deutlich rückläufig“, erklärt Dirk Reinbothe, Director Marketing Effectiveness bei Nielsen. Mit 3,4 Mrd. € Werbeausgaben und einem Anteil von 47,4 % an den Gesamtwerbeausgaben bleibt Fernsehen weiterhin das Leitmedium der deutschen Werbungtreibenden, wobei ein Rückgang von 2,7 % zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen ist. In der Prestige-­Kosmetik spielt dieses Massen-Medium eher nur am Rande eine Rolle, etwa meist in der Weihnachtszeit bei stark vorverkauften Produkten. Mit einem Wachstum von 8,6 % erreichen Out-of-Home-Medien erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro Bruttowerbeausgaben im ersten Quartal eines Jahres und positionieren sich somit als die am stärksten wachsende Medienklasse. Der Treiber für dieses Wachstum ist die Mediengruppe Transportmedien mit einem Wachstum von 45,5 % und Bruttowerbeausgaben von 140 Mio. € sowie Plakat-Werbung mit einem Plus von 4 % auf 320 Mio. € Gesamtbruttoausgaben. Online folgt im Ranking der Medienklassen an zweiter Position mit einem Plus von 6,1 % und Gesamtbruttowerbeausgaben von 820 Mio. €. Radio positioniert sich auf dem dritten Platz mit einer positiven Entwicklung von 1,6 % im ersten Quartal 2019 und erreichten Bruttowerbeausgaben von 470 Mio. €. Alle weiteren im bereinigten Nielsen Werbetrend berücksichtigten Medien verzeichnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufige Bruttowerbeausgaben. Die Werbeinvestitionen in Print belaufen sich in den ersten drei Monaten des Jahres auf insgesamt 1,98 Mrd. €, was ein Minus von 3,9 % bedeutet. Den größten Rückgang verzeichnen die Publikumszeitschriften mit einem Verlust von 5,1 % (720 Mio. € Bruttowerbeaufwendungen) gefolgt von Fachzeitschriften mit ­−4,4 % (90 Mio. € Bruttowerbeaufwendungen) und Zeitungen mit minus 3,2 % (1,17 Mrd. € Bruttowerbeaufwendungen). Kino schließt das erste Quartal 2019 ebenfalls mit einem satten Rückgang zum Vorjahreszeitraum ab und weist mit Gesamtbruttoausgaben in Höhe von 30 Mrd. € in den ersten drei Monaten einen rückläufigen Trend von −14,6 % aus. Der Rückgang der Werbeausgaben kann durchaus als Frühindikator für eine schwächere Konjunktur und ein Abflauen der Konsumlaune gewertet werden.

Dr. Andreas Leistikow
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