Unternehmer verlangen mehr Zeit für Mehrwertsteuerumstellung

23.06.2020
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Düsseldorf, 23.06.2020. Nur etwa die Hälfte der Unternehmer schafft es, die Mehrwertsteuersenkung bis Anfang Juli umzusetzen. Das hat eine Umfrage des Düsseldorfer ‘markt intern‘-Verlages ergeben. 64 Prozent der Antwortenden fordern eine Verschiebung der befristeten Senkung.

In einer von 'markt intern' zwischen dem 12. und 19. Juni 2020 durchgeführten nicht repräsentativen Online-Umfrage unter gewerblichen Unternehmern und Freiberuflern haben 51 Prozent der Befragten angegeben, die notwendige Umstellung bis zum 1. Juli 2020 umsetzen zu können. Das bedeutet aber auch: 19 Prozent geben an, diesen Termin nicht einhalten zu können, 30 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Unternehmer können dazu noch nichts sagen. Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Umfrage: 64 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, die Mehrwertsteuersenkung zu verschieben. Dabei befürworten 75 Prozent eine Verschiebung um zwei Monate, 11 Prozent der Befragten reicht ein Monat.

Ganz andere Erwartungen als die Bundesregierung haben die Umfrageteilnehmer, was die konjunkturelle Wirkung dieser Maßnahme betrifft. Lediglich 4 Prozent erwarten mehr Erträge für ihr Unternehmen, 68 Prozent befürchten aber geringere Umsätze nach dem Auslaufen der Befristung. 55 Prozent geben an, die Senkung komplett an ihre privaten Kunden weiterzugeben, 23 Prozent verneinen dies. 22 Prozent wollen dies zum Teil tun.

Vor diesem Hintergrund appelliert 'markt intern'-Herausgeber Olaf Weber an Bundestag und Bundesrat, bei der jeweiligen parlamentarischen Beratung diese Ergebnisse zu beachten: „Die Umfrage bestätigt leider sämtliche unserer Befürchtungen. Die viel zu kurzfristig vorgesehene Mehrwertsteuersenkung ist für viele mittelständische Unternehmen zeitlich kaum umzusetzen, weshalb sie verschoben werden sollte, am besten sogar um zwei Monate. Besonders schmerzt, dass die Unternehmer während der Absenkungsphase keine Mehrerträge erwarten und anschließend sogar mit sinkenden Umsätzen rechnen. Für eine Konjunkturbelebung der Mittelständler müssen sich die Unternehmen mal wieder selbst helfen.“
 

Die vollständigen Ergebnisse und die Zusammensetzung der Umfrageteilnehmer finden Sie unter www.markt-intern.de/mwst-ergebnisse.

 

Über 'markt intern'
Seit fast 50 Jahren versteht sich die im Jahr 1971 gegründete markt intern Verlag GmbH als publizistisches Sprachrohr des gewerblich geprägten Mittelstandes in Deutschland. Mit 25 Informations- und Aktionsbriefen setzt sich der Verlag Woche für Woche für die berechtigten Interessen von Freiberuflern, Steuerberatern, Fachhandel und Fachhandwerk ein.

 

Julia Lappert
Pressesprecherin
Themen:
Pressemitteilungen,
Corona

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