Lichttechnik — wie Rexel dem Fachhandwerk bei der Vernetzung und Steuerung von LED-Lösungen zur Seite steht

16.03.2021
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„Mit großem Interesse haben wir bei Rexel Germany Ihre jüngsten Beiträge zu aktuellen Entwicklungen aus der Lichttechnik verfolgt. Die in der Berichterstattung skizzierten Lösungsansätze von Steinel oder auch von Signify (Anm. d. Red.: vgl. miEI 09/21 und miEI 08/21) sind meines Erachtens sinnvolle Beispiele dafür, wie das installierende Fachhandwerk bei der lichttechnischen Vernetzung erfolgreich sein kann. Der 1:1-Austausch von Leuchtmitteln war über Jahrzehnte Standard. Auch heute gibt es noch Anwendungsfälle, in denen dieser Weg richtig sein mag. Insgesamt befindet sich der Lichtmarkt aber – getrieben durch die LED-­Technologie – in einem gravierenden Wandel. Ich persönlich möchte deshalb jeden elektrotechnischen Fachbetrieb ermutigen, neue Technologien aus dem Bereich der Lichttechnik aufzugreifen. Als qualifiziertes und serviceorientiertes Großhandelsunternehmen steht Rexel Germany dem installierenden Fachhandwerk herstellerübergreifend als verlässlicher Partner zur Seite. Sei es bei der Bedarfsanalyse, bei der Planung oder einfach nur als Ansprechpartner für konkrete Rückfragen.“ Die Anmerkungen von Robin Emmerich, Experte für Lichttechnik bei der Rexel–Niederlassung Hanau, haben es in sich. Warum diese Stellungnahme für 'markt intern' Elektro-Installation (miEI) wichtige Branchenimpulse enthält? Beginnen wir mit dem …

LED-Lichtmarkt – Es ist tatsächlich so! Jahrzehntelang drehte sich bei der Lichttechnik fast alles darum, vorhandene Leuchtmittel zu wechseln. War auch noch die Leuchte defekt, durften elektrotechnische Fachkräfte diese gegen eine Neue austauschen. Meistens war es das dann auch! Heute tritt an die Stelle konventioneller Lichttechnik zunehmend die LED-Technologie – zumindest dort, wo LED etabliert ist. Man muss kein Verkaufsgenie sein, um einem Kunden klar zu machen: Eine LED-Leuchte mit einem um 80 % reduzierten Energieverbrauch zahlt sich am Ende aus. Blicken wir außerdem auf …

Vernetzung & Steuerungstechnik – Deutlich dünner als beim Thema LED wird die Luft oftmals dann, wenn es um folgende Themen geht:  Zusätzliche Effizienzgewinne durch bedarfs- und anwesenheitsabhängige Steuerung  Reduzierung von Wartungskosten  Komfort- und Nutzenerweiterung durch intelligente Lichtsteuerung. All dies sind hervorragende Mehrwerte – wo liegt das Problem?

Robin Emmerich
Foto: Rexel Germany
Robin Emmerich

Es dürfte kaum eine planerische Herausforderung geben, die externe Spezialisten oder herstellerspezifische Experten nicht bewältigen können. Ab einem bestimmten Komplexitäts-Grad sind professionelle Lichtplaner unverzichtbar. Zur Wahrheit gehört aber auch: Bei der intelligenten Vernetzung von Lichttechnik sind mittlerweile zahlreiche standardisierte Vernetzungskonzepte verfügbar. Dadurch erweitert sich der Aktionsradius. Projekte in öffentlichen Gebäuden oder auch bei kleinen und mittleren Unternehmen fallen zunehmend in den Kompetenzbereich elek­trotechnischer Fachbetriebe. Wer sich ein bestimmtes Projekt noch nicht zutraut, sollte sich nicht scheuen, den Großhandel als Kooperationspartner hinzuzuziehen. Ein Gedanke, den der eingangs bereits zitierte Robin Emmerich auf miEI-Nachfrage folgendermaßen konkretisiert:

„Für die Umsetzung lichttechnischer Projekte stehe ich – gemeinsam mit einigen Kollegen – allen Rexel-Kunden gerne als Ansprechpartner zur Verfügung. Das fängt damit an, dass wir bei Bestands-Projekten zunächst gemeinsam mit dem Fachhandwerker eine Bestandsaufnahme der vorhandenen Beleuchtung durchführen. In einem zweiten Schritt ermitteln wir für das Gebäude zunächst den Energiebedarf der bestehenden Beleuchtung. Im weiteren Verlauf der Planung können wir dann auf Basis dieser Daten das Einsparpotenzial und die damit verbundene Amortisationszeit einer Neuanlage berechnen. Im Anschluss daran können wir unseren Fachhandwerkskunden gerne begleiten, wenn dieser sich mit dem Endkunden zu einem Beratungsgespräch verabredet hat. Hier sollte es darum gehen, nicht nur den konkreten Bedarf zu ermitteln. Zusätzlich kann es sich lohnen, jene Möglichkeiten auszuloten, die für den Endkunden sinnvoll sein könnten. Auf Basis dieser Erkenntnisse entscheidet sich dann oftmals, welche Funktionalitäten für das spätere Angebot in Betracht kommen. Ist das Budget des Kunden zunächst begrenzt, wäre es wichtig, etwaige Erweiterungsmöglichkeiten von vornherein einzuplanen. Neben Vernetzung und der Einbindung in die Gebäudeleittechnik denke ich hier an weiterführende Gestaltungsmöglichkeiten: Anwesenheitssensorik  tageslichtabhängige Helligkeitssteuerung  fortlaufendes Licht oder auch die Möglichkeit  Lichtfarben zu variieren – zum einen, um eine dynamische Anpassung an den menschlich biologischen Tag-Nacht-Rhythmus zu ermöglichen. Zum anderen aber auch, um gestalterische Effekte im Ambientebereich zu erzielen. Sind diese Schritte vollzogen, erstellen wir mit einer professionellen Lichtplanungs-Software einen Beleuchtungsvorschlag auf Grundlage aktueller normativer Vorgaben. Anhand einer einfachen Dokumentation ist sofort ersichtlich, dass geltende Normen eingehalten werden. Hinzu kommt eine Darstellung von  Lichtverteilung  Energiebedarf und  Lage der Leuchten. Auch eine vollständige 3D-Visualisierung des Objektes ist möglich.“

Marktbeobachter gehen davon aus: Trotz großer Wachstumsraten im LED-Segment liegt das Umrüstungspotenzial – abgesehen von der Straßenbeleuchtung – in Deutschland immer noch bei 80 %. Das gängigste Verkaufsargument für eine Umrüstung auf LED sind reduzierte Energiekosten – keine Frage. Durch die Langlebigkeit zeitgemäßer LED-Technik reduzieren sich aber auch die Wartungskosten ganz erheblich. „Ein Faktor“, so Rexel-Experte Robin Emmerich im Gespräch mit miEI, „der in vielen Beratungsgesprächen allenfalls am Rande thematisiert wird. Wenn wir von Rexel uns gemeinsam mit dem Fachhandwerk in ein Endkundengespräch begeben, achten wir immer darauf, auch diesen Faktor fundiert zu erläutern. Die Erfahrung zeigt: Auch weniger investitionsbereite Kunden lassen sich auf diese Weise oftmals von der Sinnhaftigkeit einer nachhaltigen LED-Lösung überzeugen.“

Auch der Hinweis, dass es für Industriebetriebe zahlreiche normative Vorgaben gibt, bei denen sich eine positive CO2-Bilanz finanziell auszahlt, kann gelegentlich weiterhelfen. Nicht zuletzt deshalb …

… gilt für Sie:  Machen Sie sich klar, dass Lichttechnik aus Endkundensicht eine beratungsintensive Materie ist  Weil die Industrie im Bereich der intelligenten Vernetzung mittlerweile viele standardisierte Systeme anbietet, erweitert sich der Aktionsradius für das elektrotechnische Fachhandwerk immer mehr  Lichttechnik ist zentraler Bestandteil der Elektrotechnik – diese Potenziale gilt es zu nutzen  Einen beratungsstarken Großhändler erkennt man unter anderem daran, in welchem Ausmaß er dem installierenden Fachhandwerk hier als verlässlicher Partner zur Seite steht  Verfolgen Sie weiterhin die marktbegleitende Berichterstattung über jene Geschäftsfelder, die dem installierenden Fachhandwerk jene Renditeperspektiven eröffnen, die es verdient hat!

RA Oliver Blumberg
Chefredakteur
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