KfW-Kredite kommen viel zu selten bei kleineren Unternehmen an

19.06.2020
Kommentieren
Merken
Drucken

Düsseldorf, 19.06.2020. Bei 70 Prozent der kleineren Unternehmen ist ein KfW-Kreditantrag bereits von der Hausbank abgelehnt worden. Das hat eine Umfrage des Düsseldorfer Verlages ‘markt intern‘ ergeben.

Die Hilfen, die mittelständischen Unternehmen in Aussicht gestellt wurden, um die Coronakrise und die damit verbundenen Umsatzeinbußen zu überstehen, klangen vielversprechend. Doch kommen die Hilfen überhaupt dort an, wo sie gebraucht werden? Zwar werden die Kreditanträge von der KfW in der Regel zügig bearbeitet, aber ein Großteil der Anträge kommt aufgrund einer ablehnenden Haltung der Hausbank möglicherweise gar nicht erst bei der KfW an. Das legt eine nicht repräsentative Umfrage von ‘markt intern‘ nahe, die zwischen 22. Mai bis 15. Juni online durchgeführt worden ist.

Im Rahmen der Ad-hoc-Umfrage haben 70 Prozent der Teilnehmer angegeben, der Förderkredit sei von der Hausbank abgelehnt worden. 33 Prozent der Umfrageteilnehmer empfanden den Vergabeprozess als ‘unbürokratisch‘, eine ‘zügige‘ Bearbeitung attestieren 48 Prozent der Teilnehmer. Die Frage, ob zusätzliche Sicherheiten verlangt worden sind, bejahten 28 Prozent der Befragten. Die Umfrageteilnehmer repräsentieren kleine und mittlere Unternehmen: 83 Prozent der Befragten beschäftigen bis zu zehn Mitarbeiter, 17 Prozent haben bis zu 250 Mitarbeiter.

Dr. Frank Schweizer-Nürnberg, Chefredakteur der ‘markt intern‘-Ausgabe ‘Mittelstand‘, kommentiert die Umfrageergebnisse: „Die Politik ist jetzt gefordert, aus diesen Ergebnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen. Sollen mehr Mittel bei kleineren Unternehmen ankommen, müssen die Vergabeprozesse bei den Banken aufsichtsrechtlich vereinfacht werden. Ansonsten werden viele Anträge auch zukünftig voraussichtlich daran scheitern, dass sie wegen der aufsichtsrechtlichen Vergabekriterien für nicht weiterleitungsfähig erklärt werden.“


Die ausführlichen Ergebnisse der Umfrage gibt es unter www.markt-intern.de/kfw-ergebnisse.

 

Über markt intern
Seit fast 50 Jahren versteht sich die im Jahr 1971 gegründete markt intern Verlag GmbH als publizistisches Sprachrohr des gewerblich geprägten Mittelstandes in Deutschland. Mit 25 Informations- und Aktionsbriefen setzt sich der Verlag Woche für Woche für die berechtigten Interessen von Freiberuflern, Steuerberatern, Fachhandel und Fachhandwerk ein.

 

Julia Lappert
Pressesprecherin
Themen:
Pressemitteilungen,
Corona

miDIREKT Login

Dieser Inhalt ist nur mit einem entsprechenden miAbo zugänglich. Falls Sie über ein miAbo verfügen, können Sie sich hier einloggen.

Abbrechen
Wir haben Ihnen einen Link zur Erstellung eines neuen Passwortes geschickt. Bitte überprüfen Sie Ihren Posteingang.

Sie benötigen Unterstützung? - Hier geht´s zum Hilfebereich.
Wenn Sie sich über unsere Abo-Angebote informieren möchten, klicken Sie hier:
Liebe Leserinnen und Leser,
in unserem monatlichen Newsletter erhalten Sie regelmäßig einen Überblick über die wichtigsten Nachrichten, Standpunkte, Experten-Tipps, Ratgeber sowie aktuelle Verlagsaktionen, die Sie im täglichen Geschäft gewinnsteigernd einsetzen können.
Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen markt intern-Newsletter






* Pflichtfelder

Artikel teilen

Bitte wählen Sie eine Plattform, auf der Sie den Artikel teilen möchten:

Merkliste
Sie sind noch nicht angemeldet.
Bitte melden Sie sich als User an, dann können wir Ihre Merkliste erweitern.

Abbrechen

Legende
  • frei zugängliche, gekaufte oder jene Artikel, die in Ihren Abonnements enthalten sind.
  • Artikel, die Sie mit Ihrem erworbenen Pass-Kontingent
    (Tagespass oder 5 Artikel PLUS Pass) freischalten können.
  • gesperrte Artikel, die Sie durch den Kauf eines Passes
    (Tagespass oder 5 Artikel PLUS Pass) oder Abonnements freischalten können.

Bitte beachten Sie, dass der Tagespass nur Artikel beinhaltet, die nicht älter als 7 Tage sind. Details entnehmen Sie bitte unserer Abo-Übersicht. Alle Ihre gekauften Produkte finden Sie nach Login unter MEIN MI rechts oben im Hauptmenü.