IFA-Fazit des Fachhandels: Digitalisierung auf dem Vormarsch – Kundenkontakt und Beratung wichtiger denn je

08.09.2016
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Eine Woche lang haben sie vor Ort in Berlin unzählige Gespräche mit Händlern und Ausstellern geführt. Ihr Fazit: Die Bedeutung der Messe für den Fachhandel bleibt unangetastet, die Bedeutung des Fachhandels für die Branche trotz aller Unkenrufe auch.

René EflerRene Efler, Chefredakteur 'markt intern'-Elektro-Fachhandel: „Ganz gleich, ob es auf der Messe um Produkte der Gesundheitsvorsorge und -Kontrolle, um Genuss-Themen wie die vollautomatisierte Espressozubereitung oder die Kommunikation zwischen dem häuslichen Herd und der Dunstabzugshaube ging – die Digitalisierung und Vernetzung der Branche erfuhr auf der diesjährigen IFA eine noch nie da gewesene Dynamik. Es gab zwar auch diverse Zukunfts-Visionen der Hausgeräteindustrie zu bestaunen, etwa die zuhörende und antwortende virtuelle Küchenhilfe, die den Inhalt des Kühlschranks und fehlende Zutaten für das geplante Abendessen mit Freunden auflistet, doch viele andere der gezeigten Produkte sind inzwischen ohne jede Frage bereits massenmarkttauglich. Nicht wenige werden bereits im Jahresendspurt in den Läden angeboten. Die Messe in Berlin erlaubte es dem Fachhandel aber nicht nur, sich einen so vollständigen Überblick hierüber zu verschaffen, auch die Ordermöglichkeiten nutzten die Fachbesucher der Leistungsschau an der Spree sehr gern.“

Von großer Bedeutung ist die IFA auch für Facheinzelhändler, die das Format nutzen, um das eigene Sortiment beispielsweise der demographischen Entwicklung anzupassen. Die Zahl der Single-Haushalte etwa steigt stetig. Die Hersteller reagieren darauf mit Produkten mit geringerer Kapazität bei gleichbleibender oder verbesserter Leistung. Die Tatsache, dass der Altersdurchschnitt der Konsumenten  steigt, beeinflusst die Produktentwickler in der Hausgeräteindustrie ebenfalls deutlich. Am PoS des Handels stehen deshalb immer mehr komfortoptimierte Elektrogeräte: „Eines meiner persönlichen Messe-Highlights ist der Geschirrspüler eines namhaften Hausgeräteherstellers, dessen unteres Geschirrfach sich bei Bedarf nach oben bewegt und somit ein Bücken überflüssig macht. Insbesondere für ältere Kunden“ , so Efler, „ein hoch interessantes Produkt.“    

René Efler ist von der Wichtigkeit der Messe aus Fachhandelssicht fest überzeugt und sein Kollege, Lorenz Huck, Chefredakteur 'markt intern'-Consumer Electronics ergänzt: „Bei aller Digitalisierung werden Geschäfte weiterhin zwischen Menschen gemacht. Das gilt für das Verhältnis zwischen Industrie und Handel ebenso, wie für die Beziehung des Fachhandels zum Endanwender.“

Beide Brancheninsider sind sich zudem einig: „Lösungen 'von der Stange' sind vielleicht für den Online-Handel oder die Großfläche akzeptabel. Im Fachgeschäft ihres Vertrauens erwarten die Kunden eine individuelle, bedarfsgerechte Top-Beratung auf höchstem Niveau und zum fairen Preis. Wo, wenn nicht auf der IFA kann für all dies die erfolgreiche Grundlage geschaffen werden?“

Befragt zu den auf der IFA vorgestellten innovativen Highlights aus dem Bereich Consumer Electronics führt Branchenexperte Huck aus: „Die Produktwelten werden smarter und wachsen immer mehr zusammen. Themen wie Sicherheit, Komfort und Energieeffizienz werden für den Endkunden dank neuer Smart Home-Lösungen zunehmend interessanter. Die einfache Steuerung der unterschiedlichsten Produkte per App auch von unterwegs ermöglicht individualisierte und auf die jeweilige Situation abgestimmte Nutzeranwendungen. Das klassische Fernsehen bleibt mit neuen Technologien, immer größeren Bildschirmen und beeindruckenden HDR-Bildern weiterhin Mittelpunkt im Haus, zunehmend auch als Steuerungszentrale für Smart Home-Anwendungen. Aber auch beim Musikgenuss halten smarte Möglichkeiten Einzug und erhöhen somit das Hörvergnügen. Ausflüge in die virtuelle Realität mit entsprechenden Brillen und Kameras oder auch in die tatsächliche Welt mit Drohnen sorgten darüber hinaus für ganz neue Ein- und Ausblicke und damit für Begeisterung bei den Besuchern der diesjährigen IFA.“

Gemeinsam mit 148 Marken-Partnern nutzte 'markt intern' das Umfeld der IFA im Übrigen als Startschuss zur Neuauflage der deutschlandweiten Marken- und Fachhandelsprofilierungsinitiative „Ich kauf gern vor Ort“ mit attraktivem Gewinnspiel. Im direkten Umfeld der Messe machten 10 Großwerbeflächen an S-Bahn-Stationen rund ums Messegelände darauf aufmerksam. Weitere Informationen dazu unter www.marken-sind-gold-wert.de und auf Facebook unter facebook.com/ichkaufgernvorort/

Dr. Bastian Peiffer
Pressesprecher
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