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Anhörung im Bundesinnenministerium: Passbild beim Fotografen weiter möglich

Düsseldorf, Berlin. Bei der mündlichen Anhörung zum Gesetzentwurf zur „Stärkung der Sicherheit im Pass- und Ausweiswesen“ am 10. Februar im Bundesinnenministerium (BMI) in Berlin zeichnete sich deutlich ab, dass Bürger auch künftig die Wahl haben, ein Passbild beim Fotografen zu erstellen. Das berichtet aktuell 'markt intern'-Foto-Fachhandel/Düsseldorf. Der ursprüngliche Gesetzentwurf sah vor, die Erstellung von Passbildern nur noch im Amt zu erlauben und bedrohte den Foto-Fachhandel in seiner Existenz. Jetzt erklärte der Leiter des Referates für Informationsmanagement, Pass- und Ausweiswesen (DG I 2) im BMI, Matthias Taube: Es sei das Ziel des Ministeriums, die mittelständischen Fotografen und Foto-Fachhändler in den Prozess einzubinden und dabei einen „technischen Overkill“ unbedingt zu vermeiden. Entscheidend sei, dass der Prozess vollständig digitalisiert werde und keine Passbilder mehr gedruckt und im Amt eingescannt werden. Außerdem will das BMI darauf achten, dass der Prozess der Einbindung für die Fotografen selbst keine zu hohen Kosten verursacht.

Zu den Verbänden und Akteuren, die vom BMI zur Anhörung eingeladen wurden, gehörte auch 'markt intern'. Julia Lappert, Redaktionsleiterin von 'markt intern'-Foto-Fachhandel: „Alles in allem bewerten wir die Anhörung als absolut positiv. Entscheidende und wichtige Argumente fielen im BMI auf fruchtbaren Boden und werden nun bei der Überarbeitung des Entwurfs berücksichtigt. Insbesondere die Bedeutung des inhabergeführten Foto-Fachhandels konnte herausgestellt werden. Allerdings ist dies eben nur ein erster Schritt. Entscheidend ist, was letztendlich in dem Gesetz steht, wenn es verabschiedet wird. Für alle Passbildanbieter gilt, sich – wenn es so weit ist – kooperativ zu zeigen und zügig für den digitalen Prozess zertifizieren zu lassen und die Politik durch Qualität vom Profi zu überzeugen.

Für den Foto-Fachhandel sind Passbilder eine wichtige Existenzgrundlage. In einer markt intern-Umfrage erklärten Ende letzten Jahres rund 83 Prozent der befragten Foto-Fachhändler und -Studioinhaber, dass das Geschäft mit Passbildern ihre Existenz sichert. Je nach Ausrichtung des Geschäftsbetriebes macht das Passbildgeschäft zwischen 25 und 40 Prozent des Gesamtergebnisses aus. Ein Wegfall des Passbildgeschäftes hätte das Aus nahezu des kompletten inhabergeführten Foto-Fachhandels bedeuten können.