6. Tag des Mittelstandes ist erfolgreich zu Ende gegangen

18.10.2021
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Düsseldorf, 18.10.2021: „Gemeinsam – erfolgreich – vor Ort“ lautete das Motto des 6. Tag des Mittelstandes. Ausgestrahlt wurde der in diesem Jahr rein digitale Event am 14.10.2021 ab 13:00 Uhr aus dem Produktionsstudio des Düsseldorfer ‘markt intern‘-Verlags. Zugeschaltet waren unter anderem Fachhändler, Fachhandwerker sowie Vertreter aus Industrie und Dienstleistung aus ganz Deutschland und sogar über die Landesgrenzen hinaus. Die Teilnehmer erwartete ein kurzweiliges und abwechslungsreiches Programm zu den Themenblöcken „Brücken bauen und Barrieren überwinden“, „Nutzen durch Netzwerken“ und „Wie wird Digital/Social Media zum Umsatzbringer?“. Abgerundet wurde der Kongress durch intensives Netzwerken in der virtuellen Kaffeebar und Abend-Lounge.

Das interaktive TdM-Programm startete mit der Begrüßung durch ‘markt intern‘-Herausgeber Olaf Weber. Anhand von insgesamt neun Praxisbeispielen wurde aufgezeigt, wie mittelständische Unternehmer mutig und engagiert die Herausforderungen angingen, die ihnen in der jüngsten Vergangenheit gestellt wurden. Nach über 18 Monaten pandemiebedingter Einschränkungen sei der Austausch wichtiger denn je, betont Olaf Weber: „Nur zusammen gelingt der Turnaround, mit pfiffigen Ideen sowie in einem engen Dialog mit den Menschen in unseren Gemeinden und Regionen“. Michael Niermann, Chefredakteur der ‘markt intern‘-Redaktion ‘immobilien intern‘, führte durch die abwechslungsreichen Präsentationen und Dialoge. 

Marcus Wirth, Director Regional Sales bei der Uhrenmanufaktur Maurice Lacroix, ging im ersten Programmpunkt die spannenden Fragen zum Thema „Fachhandelsfreundlicher selektiver Vertrieb – Wie geht das? Und welche Vorteile bringt das?" an. „Wir wollen nicht nur Lieferant, sondern gleichzeitig auch strategischer Partner unserer Kunden sein, um dadurch bei unseren Partnern Mehrwerte zu erzeugen, die über das reine Einkaufen von Uhren hinausgehen“, so Wirth. Er berichtete über Vorteile, aber auch Hürden bei der Umsetzung eines selektiven dreistufigen Vertriebsmodells. Das kommt letztlich den Verbrauchern zugute: So können etwa die oftmals online in Verkehr gebrachten Fälschungen effizienter eingeschränkt werden.

Klaus Storm, Inhaber des Fotogeschäfts Foto Storm, versorgte seine Kunden während der Pandemie über einen mobilen Service weiterhin mit biometrischen Passbildern und anderen Bildprodukten. Dabei zeigte sich auch eine soziale Komponente: „In diesem Bereich haben besonders ältere, nicht so technikbewanderte Senioren große Probleme. Mit dem Service habe ich offene Türen eingerannt und sehr schnell einen hohen Zuspruch bekommen. Vielen fiel eine Last ab“, stellte Storm fest. 

Kollegialität im digitalen Zeitalter bewiesen Friedrich Weber, geschäftsführender Gesellschafter Weber Küchen aus Gifhorn, und sein Sohn Jonathan. In Kooperation mit Heidrun Brinkmeyer, Geschäftsführerin Marketing und Vertrieb bei Ballerina Küchen, vermittelten sie weiteren Fachhändlern ihre Erfahrungen im Bereich Onlineküchenplanung. „Durch seine Art, wie Herr Jonathan Weber uns allen die Angst genommen hat, war das ein super Auftritt“, lobt Brinkmeyer den Einsatz. Jonathan Weber freut sich, dass sein Know-how bei den Fachhandelskollegen auf so fruchtbaren Boden traf: „Den Küchenspezialisten musste man ja nicht das Verkaufen beibringen. Vielmehr war es die Hemmschwelle, in den digitalen Verkauf zu gehen, da stationäre und Onlinevermarktung häufig als Gegenpole gesehen werden.“

Wie digitale Netzwerke für den unternehmerischen Erfolg genutzt werden können, präsentierte Onlinemarketing-Experte Andreas Owen, Gründer der wirsindhandwerk GmbH. Mit dem gleichnamigen Onlinevergleichsportal für Handwerker hat er eine transparente Art des Empfehlungsmarketings geschaffen. „89 % der Endkunden sagen, dass sie eher einen handwerklichen Betrieb bevorzugen würden, der im Internet eine gute Bewertung hat. Wir sehen darin einen Handlungsauftrag, die Handwerksbetriebe online besser aufzustellen und bieten ihnen mit unserer Plattform den optimalen Rahmen dafür“, so Owen. Über Prüfverfahren wird Fakebewertungen ein Riegel vorgeschoben und etwaige Einwände können gezielt behandelt werden. 

„Zusätzlichen Service für zusätzliche Kunden“ bietet Hermann Müller, Inhaber des Schuhhaus Müller. Der Traditionsbetrieb in Meßkirch ist spezialisiert auf die professionelle Fußvermessung für passgenaue Schuhe. Seiner Erfahrung zufolge hat die etwa über Discounter vertriebene Massenware an Billigschuhen negative Auswirkungen für die Träger: „Das wird zum Problem, wenn die Schuhe nicht passen. Viele Kunden merken dies zu spät und tragen gesundheitliche Folgen davon. Mit unserer Vermessungstechnik können wir das frühzeitig verhindern.“ Das zeigt er nicht nur vor Ort, sondern auch mit YouTube-Videos über sein Leistungsspektrum. 

Wie eine Händlerinitiative der Stadt Bocholt und der örtlichen Werbegemeinschaft nach den ersten Geschäftsschließungen im Frühjahr 2020 „gemeinsam zum Erfolg“ führte, erläuterte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung & Stadtmarketing Bocholt, Ludger Dieckhus: „Um dem Handel während des Lockdowns mit verminderter Kaufkraft etwas Gutes zu tun, haben wir auch in Bocholt das Thema Stadtgutscheine aufgegriffen.“ Über digitale Gutscheine wurden 25 % Rabatt auf den Kauf vor Ort ausgelobt. 20 % des Nachlasses wurden über städtische Zuschüsse von insgesamt 1,3 Mio. Euro finanziert, 5 % trugen die angeschlossenen Handelsunternehmen. So konnten über 5 Millionen Euro Umsatz im ersten und ca. 1,5 Millionen Euro im zweiten Lockdown erwirtschaftet werden.

Nach einer angeregten Networking-Pause in der virtuellen Kaffeebar ging es authentisch weiter mit einem Lächeln trotz Pandemie: Der gelernte Elektromeister, Lichtplaner und Raumgestalter Andreas Elpert motiviert als Unternehmenscoach ‘Elpi‘ sein Publikum üblicherweise vor Ort zu mehr Spaß im beruflichen und privaten Alltag. „Das war im Lockdown nicht mehr möglich, dann musste ich mich halt auch umstellen“, erklärt ‘Elpi‘ in seinem Vortrag auf dem TdM. Einen Anfang machte er mit Präsentationen im Kleinbildformat: Kurze Videos auf Instagram, Facebook und Co. Daraus erwuchs die Idee für das Programm ‘Elpi’s Alltag‘, mit dem er via Social-Media seine Coaching-Arbeit in die heimischen Wohnzimmer seiner Zielgruppen brachte. 

Nähe über digitale Brücken zu schaffen, hat sich auch Kathrin de Blois, kaufmännische Geschäftsführerin der Haaß GmbH & Co. KG in Mönchengladbach, zum Ziel gesetzt. Für den datenschutzkonformen Austausch zwischen den mehr als 55 Mitarbeitern des Handwerksbetriebs für Sanitär, Heizung und Klimatechnik hat das Unternehmen eine eigene Mitarbeiter-App etabliert. Haaß kommuniziert dies offensiv über soziale Medien. Denn ein hoher Digitalisierungsgrad steigere auch die Attraktivität des Unternehmens für Auszubildende, führte Kathrin de Blois aus: „Das zieht junge, neue Mitarbeiter an. Wir wollen sie da treffen, wo sie suchen.“

Einen starken Abschluss fand der Programmteil mit einer Live-Vorführung von Marina Teigeler, Marketingchefin des Hörakustikspezialisten GN Hearing. Sie zeigte, wie der Lieferant in Kooperation mit dem Onlinetool RenderGorilla Hörakustiker dabei unterstützt, in wenigen Schritten individualisierte Video-Clips für lokales Marketing zu erstellen und in verschiedenen Werbekanälen zu streuen. „Viele Fachhändler haben besonders durch die Pandemie nicht die personellen oder finanziellen Mittel, sich mit Online-Marketing zu beschäftigen. Deshalb haben wir ein Tool entwickelt, welches man kostenfrei nutzen und sich teure große Filmproduktionen sparen kann.“ 

Im anschließenden Get-together in der virtuellen Abend-Lounge konnten die Teilnehmer die Themen des Tages mit den zugeschalteten Referenten intensiv diskutieren und sich mit den Fachredakteuren  des ‘markt intern‘-Verlags austauschen. Weitere Details zum digitalen Tag des Mittelstandes 2021 und den Referenten finden Sie unter www.tag-des-mittelstandes.de

Der nächste Tag des Mittelstandes findet 2023 statt.

Über ‘markt intern‘
Seit 50 Jahren versteht sich die im Jahr 1971 gegründete markt intern Verlag GmbH als publizistisches Sprachrohr des gewerblich geprägten Mittelstandes in Deutschland. Mit 25 Informations- und Aktionsbriefen setzt sich der Verlag Woche für Woche für die berechtigten Interessen von Freiberuflern, Steuerberatern, Fachhandel und Fachhandwerk ein.
 

Robin Meven M.A.
Pressesprecher

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