SugarTrends - Kein Umsatz ohne Einsatz

15.06.2016
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Auf diesem Marktplatz findet man keine Filialisten und keine Ketten, sondern inhabergeführte, stationäre Läden mit besonderem Konzept und Sortiment. Das Unternehmen ging im Mai 2014 an den Start. Heute bieten rund 300 ausgewählte Läden aus ganz Europa etwa 12.000 Produkte bei SugarTrends an.

Inhabergeführte Läden mit außergewöhnlichem Sortiment
Der Schwerpunkt des Sortiments liegt bei Mode, Schmuck, Interior-Design und hochwertigen Lebensmitteln. Wer dabei sein will, muss wenige, aber unerlässliche Regeln erfüllen. SugarTrends-Geschäftsführer Tim Lagerpusch: „Wir suchen echte inhabergeführte Läden, keine Ketten. Das kann ein reiner Einzelhändler sein oder ein Manufakturladen. Auf jeden Fall muss er Kunden lieben. Er sollte Lust auf digital haben und das Internet als Chance und nicht als Bedrohung sehen. Außerdem sollte der Händler Produkte im Sortiment haben, die man nicht überall findet.“  

Kein Warenwirtschaftssystem erforderlich
Auch die technischen Eintrittsbarrieren liegen bei SugarTrends recht niedrig und orientieren sich an der Lebenswirklichkeit mittelständischer Fachgeschäfte: Eine elektronische Warenwirtschaft oder gar ein Onlineshop sind nicht notwendig. Das heißt für Händler aber auch, dass sie alle Produkte von Hand einpflegen müssen: vom Produktfoto, über ausführliche Artikelbeschreibungen und vieles mehr. Man sollte diesen Aufwand gerade als Einzelkämpfer keinesfalls unterschätzen.

Keine Fixkosten
Die Kosten für Fachhändler sind kalkulierbar. Derzeit erhält SugarTrends eine Umsatzprovision von 10 % auf den Warenwert zzgl. einer Gebühr für die Zahlungsabwicklung. Eine Aufnahme- oder Grundgebühr fällt derzeit nicht an. Allerdings hat SugarTrends bereits angekündigt, das Preismodell für neu hinzukommende Händler demnächst anzupassen.

Ein Fachgeschäft berichtet: Kein Umsatz ohne Einsatz
Rita Kühn bringt in ihrem Düsseldorfer Geschäft "OLIVE – Feines für die Sinne" Besonderes auf den Tisch – von Ölen, Gewürzen und Konfitüren bis hin zu hochwertiger Tischdekoration, Kaffeespezialitäten und selbstgemachtem Kuchen.Seitdem sie vor rund anderthalb Jahren zu SugarTrends stieß, hat sich ihre Begeisterung für das Konzept und die Unterstützung durch die Macher der Plattform nicht abgekühlt. „Das Maß an Unterstützung, das ich durch SugarTrends erfahre, geht weit über meine anfänglichen Erwartungen hinaus. SugarTrends leistet jede mögliche Hilfe für meinen Erfolg und das auf eine sehr familiäre und sympathische Art.“ Dass die Kooperation mit SugarTrends noch nicht den ganz großen Erfolg in Form einer Frequenzsteigerung am POS oder Umsatzzuwächsen über die Plattform gebracht hat, schreibt sich Rita Kühn eher selber zu: „Man muß eben auch online vollen Einsatz zeigen, um dort den gleichen Erfolg zu haben wie im Ladengeschäft. Allerdings ist es nicht immer leicht, als Einzelkämpfer diesem Anspruch gerecht zu werden, da schon das Ladengeschäft meinen vollen Einsatz erfordert.“

Stadt.Land.Stil auf Sugartrends | Screenshot vom 21.06.2018
Stadt.Land.Stil auf Sugartrends | Screenshot vom 21.06.2018

Onlinemarketing beschert neue Stammkunden
Auch mit der Umsatzentwicklung mehr als zufrieden, ist Kathrin Mikuska. Sie ist mit ihrem Düsseldorfer Geschäft "Stadt.Land.Stil", das „außergewöhnliche Wohnaccessoires jenseits des Mainstreams“ und „Feines, mit dem man sich selbst eine Freude machen kann“ bietet, seit mehr als zwei Jahren auf SugarTrends dabei. Heute bezeichnet sie die Kooperation „als Erfolgsgeschichte“. Kathrin Mikuska hat anscheinend früher als andere verstanden, welche Möglichkeiten kreatives Onlinemarketing einem stationären Fachgeschäft im Zusammenspiel mit einem Marktplatz wie SugarTrends bietet: „Ich glaube, unser Erfolgsrezept ist ganz einfach, dass wir das Internet von Anfang an als Chance und nicht als Bedrohung für unser Geschäft betrachtet haben“, so Kathrin Mikuska.

Fazit: Die Händler der Plattform bieten an, was man auf Amazon nicht findet, aber auch nicht sucht. Die Plattform ist gut gemacht und bietet Inspirationen. Die Klick-Journey durch die Website fühlt sich an wie ein Bummel durch eine europäische Metropole mit einer Vielzahl außergewöhnlicher Geschäfte. Schnell hat man das eine oder andere Must-Have entdeckt. Doch die Plattform bedient letztlich eine Nische. Diese Nische scheint das einzelne Geschäft wirtschaftlich zu tragen. Ob sie am Ende auch einen großen Marktplatz trägt, muss die Zukunft erweisen. Wir würden es wünschen.

Dr. Bastian Peiffer
Online-Redaktion
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