PRODUCTMATE - Online-Showroom für den exklusiven Fachhandel

15.12.2016
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Nach einer längeren Beta-Phase ging Anfang 2015 der Marktplatz PRODUCTMATE online. Aktuell bieten rund 400 Partner etwa 10.000 Produkte an, wobei PRODUCTMATE-Gründer und Geschäftsführer Benedict Sebesta Wert darauf legt, dass sowohl die Zahl der Produkte als auch die Anzahl der Händler stetig steigen. Derzeit erhöhe sich die Zahl der Anbieter täglich um etwa 5 Unternehmen. Aktiv ist PRODUCTMATE vor allem in den Städten Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Köln, Leipzig und München.

Plattform nur für inhabergeführte und authentische Betriebe
Man findet auf PRODUCTMATE keine Ketten oder Filialisten, denn das Unternehmen hat an seine Partner klare Ansprüche. Benedict Sebesta: „Alle an PRODUCTMATE  interessierten oder von uns recherchierten Händler müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Wir achten stets darauf, dass vorhandene Bildwelten und Inhalte unseren hohen Ansprüchen an Ästhetik und Relevanz entsprechen. Darüber hinaus achten wir darauf, dass unsere Partner-Unternehmen inhabergeführt und authentisch sind.“

 Stuf-f. Flingern  | Screenshot productmate.de vom 20.06.2018
Stuf-f. Flingern | Screenshot productmate.de vom 20.06.2018

Händler schätzen kuratierte Plattform
Seit Beginn dieses Jahres ist Thomas Jablonski mit seinem Geschäft „Stuf|F – FINE GOODS“ auf PRODUCTMATE zu finden. Jablonski, der in seinem Laden im angesagten Düsseldorfer Stadtteil Flingern exklusive Möbel, Männerbekleidung und Accessoires verkauft, fand die Idee einer kuratierten Plattform überzeugend: „Für mich ist es wichtig, dass wir uns in einem ausgewählten Umfeld präsentieren, das zu unserem besonderen Sortiment passt. Dieses Umfeld bietet PRODUCTMATE auf jeden Fall". Welche Bedeutung PRODUCTMATE letztlich für die Frequenz am POS spielt, ist dabei nicht immer genau zu beziffern, da Jablonski auch ansonsten auf aktives Online-Marketing via Instagram und Facebook setzt.

Angebot hochpreisig und exklusiv
Die Auswahl der Händler spiegelt sich im Sortiment der Plattform wider: Die Produkte, die vor allem aus den Bereichen Mode, Interieur, Schmuck und Design kommen, sind oft echte Hingucker. Es fällt leicht, sich in den Tiefen der Plattform zu verlieren, wie in den Gassen eines lebendigen Einkaufsviertels. Man findet Dinge, die man anderswo so noch nicht gesehen hat und die man gerne kauft, vorausgesetzt das Budget für Impulskäufe ist entsprechend groß.

Kosten für Händler kein Pappenstiel
Derzeit arbeitet PRODUCTMATE mit einem Abo-Modell mit fixen Kosten. Im Paket Basic zu 95,00 € pro Jahr sind die Einrichtung des Schaufenster-Profils sowie die Präsentation von 10 Produkten enthalten. Für einen Jahresbeitrag von 165 € kann ein Händler 20 statt nur 10 Produkte präsentieren, für 330 € sind es schon 50 Produkte und für 550 € kann man schließlich 100 Produkte auf der Plattform präsentieren. Bei diesen Kosten dürfte das Gros der Händler sehr genau beobachten, welche Auswirkungen die Teilnahme bei PRODUCTMATE auf Umsatz und Frequenz am POS hat. Eine Koppelung der Kosten an den wirtschaftlichen Erfolg könnte vielleicht eine Lösung sein. Benedict Sebesta: „Wir sitzen ergänzend an der Entwicklung eines ´erfolgsbasierten´ Preismodells. So können die Partner-Unternehmen ihre Ausgaben an konkrete Erfolge koppeln. Der Planung zugrunde liegt das bereits etablierte Cost-Per-Click Verfahren.“

Kein Onlineshop notwendig
Technische Hürden stellt PRODUCTMATE seinen Händlern kaum. Ein Internetanschluss reicht, weder Warenwirtschaftssystem noch Onlineshop sind zwingend notwendig. Allerdings sollte ein Grundverständnis für CMS-Systeme vorhanden sein, so Sebesta.

  Steinkauz Neuss | Screenshot productmate.de vom 20.06.2018
Steinkauz Neuss | Screenshot productmate.de vom 20.06.2018

Die Verbindung zum Kunden bleibt beim Händler
Markus und Gudela Holthausen sind seit Sommer 2016 auf PRODUCTMATE aktiv. Auch ihre Neusser Manufaktur, die sich unter dem Label Steinkauz vom Jagdspezialisten zur exklusiven Freizeit- und Outdoormarke entwickelt hat, wurde von den PRODUCTMATE-Machern aktiv für die Plattform geworben. Gudela Steinkauz: „Uns gefiel die Idee, Außergewöhnliches und Exklusives auf einer Seite zu vereinen.“ Auch das Prinzip des reinen Showroomings, für das PRODUCTMATE bislang steht, füge sich gut in das Konzept von Steinkauz: „Wir wollen die persönliche Kommunikation mit dem Kunden keinesfalls aus der Hand geben. Auch wenn wir unsere Produkte versenden, dann immer mit einem von eigener Hand verfassten Anschreiben. Diese persönliche Note kann kein Dienstleiter ersetzen.“ Damit PRODUCTMATE im Marketingmix von Steinkauz eine größere Rolle einnehmen könnte, müsste die Kommunikation der Plattform aber intensiver werden, so Gudela Holthausen, sowohl in Richtung der Händler als auch in Richtung der Kunden.

Kommt jetzt die Marketingoffensive?
Das Problem der noch zu geringen Bekanntheit ist bei PRODUCTMATE in Hamburg offenbar bekannt und soll offensiv angegangen werden. Das erste Jahr habe PRODUCTMATE vor allem zum Content-Aufbau genutzt. Ab jetzt soll der Fokus stärker darauf liegen, Reichweite zu generieren und das Portal bekannter zu machen: „Unsere bestehenden Social Media Kanäle Facebook, Instagram und Pinterest werden künftig in engerer Taktung mit zielgruppenrelevanten Inhalten versorgt. Ebenso aktiv wird der PRODUCTMATE-Blog eine größere Rolle in der Kommunikation unserer Marke einnehmen. Über SEO-Optimierungen sorgen wir dafür, dass unsere Maßnahmen sichtbar werden. Storytelling steht bei all unseren Aktivitäten an erster Stelle. PRODUCTMATE feiert und fördert Individualität. Im Fokus unserer Kommunikation stehen daher interessante Menschen, spannende Produkte und der urbane Wandel“, so Benedict Sebesta.

Fazit: PRODUCTMATE bietet derzeit einen gut gemachten Online-Showroom für Händler mit außergewöhnlichem Sortiment. Die Macher der Plattform verfolgen dabei ein klares Konzept: Sie setzen auf Händler mit sehr exklusiven Nischenmarken bzw. lokal produzierter Manufakturware. Für Fachhändler, die aus guten Gründen auf ein bewährtes Sortiment an Markenprodukten setzen, dürfte eine Plattform wie PRODUCTMATE daher keine Alternative sein. Für Händler, die in das Raster der Plattform fallen, könnte das Modell jedoch funktionieren, wenn PRODUCTMATE künftig noch mehr in Werbung und Marketing investiert. 

Dr. Bastian Peiffer
Online-Redaktion
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