Hauswasseranschlüsse

Hauswasseranschlüsse Das Legen eines Hauswasseranschlusses ist auch dann als „Lieferung von Wasser“ im Sinne des § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i. V. m. Nr. 34 der Anlage 2 zum UStG anzusehen, wenn die Leistung von einem externen Bauunternehmer erbracht worden ist und er die Rechnung erstellt. Die Leistung unterliegt dem ermäßigten Steuersatz von 7 %, heißt es in einem neuen Urteil des BFH vom 4.4.2018 (Az. XI R 17/17 ( ii 08/18-08). Es sei unerheblich, ob der Leistungsempfänger der Verlegung des Hausanschlusses identisch mit dem Leistungsempfänger der Wasserlieferungen ist und nicht nur das erstmalige Legen eines Hausanschlusses, sondern auch Arbeiten zur Erneuerung oder zur Reduzierung von Wasseranschlüssen unter die Steuerermäßigung fallen. Auch auf die Frage, ob es sich bei der Leistung um eine Lieferung eines Gegenstandes oder um eine sonstige Leistung, etwa eine Dienstleistung, handelt, kommt es nach Auffassung des Senats nicht an.