Häusliches Arbeitszimmer

Häusliches Arbeitszimmer Grundsätzlich dürfen Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer steuerlich vollständig geltend gemacht werden, sofern es sich um einen „betriebsstättenähnlichen Raum“ handelt, in dem ein Freiberufler oder Gewerbetreibender seine Tätigkeit ausübt. Bei anderen „häuslichen Arbeitszimmern“ dürfen die Aufwendungen nur bis maximal 1.250 € geltend gemacht werden. Für einen vollen Abzug muss der als „Betriebsstätte“ genutzte Raum einen „eigenen und leicht erreichbaren Zugang“ haben. Das Finanzamt darf den vollen Abzug jedoch nicht verweigern, falls der „Pilatesraum“ nur erreichbar ist, indem „ein dem privaten Raum des Pilateslehrers zuzuordnendes Durchgangszimmer“ durchschritten werden muss. Das gelte jedenfalls dann, wenn die Verbindung zu dem privat genutzten Raum „gering geprägt“ ist und angesichts der Ausstattung „nicht entscheidend ins Gewicht fällt“ (FG München, Az. 10 K 1251/18).