Firmenwagen

FirmenwagenBei einem beherrschenden Gesellschafter darf Pkw-Privatnutzung unterstellt werden. Finanzämter sind berechtigt, bei einem GmbH-GGF, der über 96 % der Gesellschaftsanteile verfügt, zu unterstellen, er nutze den Firmen-Pkw (auch) privat und er habe diesen Vorteil entweder durch die Führung eines Fahrtenbuchs oder mit Hilfe der 1 %-Regel (1 % des Neuwagen-Listenpreises wird dem monatlichen steuerpflichtigen Einkommen zugeschlagen) zu versteuern. Dies gilt auch dann, wenn der Gesellschafter über einen privaten Pkw verfügt (der hier allerdings von seiner Ehefrau für ihre täglichen Fahrten zum Arbeitgeber benötigt wird). Dass der Gesellschaftervertrag ein ausdrückliches Verbot der Privatnutzung des Firmen-Pkw enthält, hält das Gericht für unwichtig, weil nicht überzeugend (FG Hamburg, Az. 6 K 172/17).