Dienstwagen

Trotz eines „Privatnutzungs-Verbots“ kann eine private Nutzung unterstellt werden. Hat eine GmbH mit dem (alleinigen) Gesellschafter-Geschäftsführer vereinbart, ihm einen Pkw (gehobene Mittelklasse) zu stellen, den er nicht privat nutzen dürfe, so darf das Finanzamt dafür eine ver­deckte Gewinnausschüttung ansetzen. Der Geschäftsführer müsse die „1-Prozent-Regel“ anwenden (1 % des Bruttolisten-Neuwagenpreises wird als geldwerter Vorteil auf das steuerpflichtige Einkommen aufgeschlagen). Das Nutzungsverbot sei wegen fehlender gesellschaftsrechtlicher oder arbeitsrechtlicher Konsequenzen wertlos (FG Münster, Az. 10 K 1193/20).