Zalando kooperiert mit Einzelhandel

Zalando kooperiert mit Einzelhandel Die Tücken des Onlineshoppings werden zum Start des Weihnachtsgeschäfts besonders sichtbar. Damit es bei Zalando nicht wie im vergangenen Jahr zu Lieferengpässen kommt, arbeitet das Online-
Modehaus daran, Lieferzeiten zu verbessern und den Lieferweg zum Kunden zu verkürzen. Wie das 'Handelsblatt' berichtet, will Zalando die Zusammenarbeit mit dem stationären Handel massiv ausbauen. Bis Ende des Jahres sollen über 600 stationäre Läden an die Plattform angebunden werden. Unter dem Modell 'connected retail' sollen Lieferzeiten insbesondere außerhalb der Großstädte verkürzt werden. Dabei sollen laut Handelsblatt-Bericht Einzelhändler mit Geschäften vor Ort als Lieferanten für Kunden in der Region genutzt werden. „Wenn zum Beispiel ein paar Schuhe in der gewünschten Größe bei einem Laden in der Nähe des Kunden vorrätig ist, soll der den Auftrag für Zalando übernehmen und die Ware an den Kunden liefern“, erläutert das Handelsblatt. Über eine App kann der Händler die Bestellungen einsehen und selbst entscheiden, ob er den Auftrag annehmen und ausführen möchte. Der Umsatz soll beim Händler verbleiben, Zalando bekommt für die Vermittlung des Geschäfts eine Kommission. Mehr als der reine Umsatz kann der Kooperationspartner im Fachhandel aber nicht erwarten, denn die Online-Kunden erfahren nicht, dass ihre Ware von ihm und nicht von Zalando verschickt wurde. Für die zweite Jahreshälfte 2019 will Zalando 'Click & Collect' und 'Return to Store' anbieten, heißt es im Handelsblatt-Bericht. Die Produkte können dann im Fachgeschäft vor Ort abgeholt oder auch dorthin zum Umtausch gebracht werden. Das wiederum könnte den Fachgeschäften Kunden bescheren, die sonst den Weg dorthin nicht gefunden hätten. In der Beauty-Branche setzt Zalando zudem seit diesem Jahr auf einen eigenen Store, denn nur kleinere Marken, nicht Depotkosmetik, lassen sich über eine Kooperationspartnerschaft verkaufen.