Nacht- und Notdienst oft missverstanden

Nacht- und Notdienst oft missverstanden „Der Apothekennotdienst ist für Notfälle da“, wendet sich der Landesapothekerverband Niedersachsen per Pressemitteilung an die breite Öffentlichkeit und möchte so darauf aufmerksam machen, den Nacht- und Notdienst der Vor-Ort-Apotheken nur bei arzneimittelbezogenen Notfällen aufzusuchen. Berend Groeneveld, Vorstandsvorsitzender des LAV schildert den Hintergrund: Die Apotheker in Niedersachsen (und sicher nicht nur dort) machen immer häufiger die Erfahrung, dass der nächtliche Bereitschaftsdienst der Apotheken nicht nur für Notfälle genutzt wird. „Einige Patienten kommen in die Apotheke, um sich außerhalb der Öffnungszeiten über freiverkäufliche Arzneimittel oder über Gesundheitsthemen beraten zu lassen. Auch rufen Patienten nachts unnötig bei der Apotheke an, um sich zu vergewissern, ob die in der Zeitung oder im Internet unter Notdienst aufgeführte Apotheke auch wirklich erreichbar ist.“ Die ständige Informationsverfügbarkeit im Internet scheint sich auf die reale Welt zu übertragen: Die Bürger informieren sich jederzeit über jede Kleinigkeit; kontaktieren Fachpersonal mit Fragen, die sich beim kleinsten (Willen zum) Nachdenken von selbst erledigten. Da gilt es angemessen zu reagieren, ebenso wie bei den sich mehrenden Beleidigungen und Belästigungen unfreundlicher Patienten an der Notdienstklappe oder auch am Telefon.