Softwarekosten steigen

Softwarekosten steigen„Wieder mal steht eine Preiserhöhung der Softwarekosten ins Haus, weil der Datenhunger der Krankenkassen unersättlich ist. Inzwischen gibt es 36 Sonderpharmazentralnummern, die je nach Fall zusätzlich auf das Rezept aufgedruckt werden sollen. Bei der jetzigen Liefersituation ist das immerhin fast bei jedem dritten Rezept der Fall. Bei bestimmten Abrechnungskonstellationen (z. B. Cannabis) muss dann noch zusätzlich ein Hashwert an die Abrechnungsstelle übertragen werden. Ich würde sagen, der zusätzliche Arbeitsaufwand ist inzwischen einfach zu groß, schließlich sollen wir ja den Patienten zu seinem Arzneimittel beraten. Eigentlich müsste ja der Verursacher der Kosten (Krankenkasse) auch dafür aufkommen! Wer stoppt diesen bürokratischen Wahnsinn endlich einmal?“ Ein Apotheker im Raum München kommentiert die Preiserhöhung seines Anbieters, der mit Schreiben vom 16. November mitteilt: Der Artikelstamm plus H3 als Ergänzung zum ABDA-Artikelstamm sei bisher eine optionale Ergänzung gewesen, die ab dem 1.1.2022 aus gesetzlichen Gründen zwingend notwendig würde. Für die Lieferung des dadurch erweiterten ABDA Artikelstamm plus V 5„entstehen Ihnen künftig lediglich 9,50 € Mehrkosten pro Monat.“ Dieser Anbieter möchte allerdings auch für die Integration umfangreicher neuer Programmfunktionalitäten aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung, wie Abruf, Prüfung, Verwaltung und Abrechnung von E-Rezepten, die Software-Servicegebühr pauschal um 14,90 € anheben. Wie sieht es aktuell bei ihrem Warenwirtschaftsanbieter aus? Fasst Ihnen Ihr Systemhaus ebenfalls ab dem Jahreswechsel tiefer in die Kasse? Sollten die GKVen nicht mehr zu dem von ihnen ausgelösten Verwaltungswahn mit den daraus resultierenden Kosten beitragen? Senden Sie Ihre Statements dazu bitte per E-Mail an apotheke@markt-intern.de!