Penicillin — für 50 Mio. €

Penicillin — für 50 Mio. € Im österreichischen Kundl (Tirol) investiert der schweizer Konzern Sandoz in den nächsten fünf Jahren 150 Mio. €, um die Wettbewerbsfähigkeit der dortigen Antibiotikaproduktion langfristig sicherzustellen. So wie das vorletzte Werk in Frankfurt sollte auch dieser Standort zugunsten chinesischer Produktionsstätten aufgegeben werden. Zwischenzeitlich erklärte die österreichische Regierung die Penicillin-Produktion zur 'volkswirtschaftlich wichtigen, kritischen Infrastruktur'. Forschungsgelder in Höhe von 50 Mio. € fließen an die Novartis-Tochter, die eine Schlüsselindustrie in Österreich halten soll. Übrigens ist das Werk in Kundl die letzte voll intergrierte Antibiotika-Produktionsstätte außerhalb Asiens. Wann folgen denn die Taten der deutschen Regierung, um die über Rabattverträge und Abschläge verdorbenen Generikapreise wettzumachen?