Corona zeigt Grenzen des Online-Handels auf

Corona zeigt Grenzen des Online-Handels auf Unternehmer, die bereits eine schlüssige Digitalstrategie realisiert hatten, konnten sehr viel sicherer durch die vergangenen Wochen navigieren und Geschäft generieren. Wer aber meint, E-Commerce gehe aus dieser Situation als der unangefochtene Sieger hervor, der täuscht sich. Das zeigen aktuelle Zahlen des 'Corona Consumer Checks' des IFH Köln. Zwar habe erwartungsgemäß der Online-Kanal während des Lockdowns mit 8 % mehr getätigten Käufen Zulauf erhalten. Dabei zeigten sich aber die Nachteile des Distanzhandels: 21 % der Konsumenten bemängelten den fehlenden persönlichen Kontakt zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Ähnliches gilt für die persönliche Beratung, die 18 % der Befragten vermissten. Verwunderlich: Ausgerechnet die viel diskutierte Preistransparenz gaben 14 % der Befragten als (unzureichendes) Manko an. Ebenfalls fällt auf, dass die sogenannten Smart Natives der 18 – 29-Jährigen in allen Kategorien die fehlenden Leistungen im Onlinekanal besonders negativ bewerten (s. Grafik). Diese Altersklasse vermisst insbesondere solche Serviceangebote, die den online- und stationären Einkauf verbinden. Am größten ist dabei der Wunsch nach einer Online-Verfügbarkeitsanzeige (11 %, Smart Natives 22 %), gefolgt von einem Digitalen Einkaufszettel (10 % / 21 %) sowie Click & Collect-Angeboten (9 % / 19 %).