SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung

SARS-CoV-2-Arzneimittelversorgungsverordnung Am 25. März stellte der Bundestag „eine epidemische Lage von nationaler Tragweite“ fest. Das eröffnet dem Bundesgesundheitsministerium besondere Möglichkeiten: Jens Spahn hat den Referentenentwurf für eine weitere Eilverordnung auf Grundlage des Bevölkerungsschutzgesetzes vorgelegt, der apotheken- und arzneimittelrechtliche Regelungen im Mittelpunkt hat. Zur Aufrechterhaltung der Arzneimittelversorgung soll das Infektionsrisiko durch reduzierte Apotheken- und Arztkontakte verringert werden – dagegen das Wirtschaftlichkeitsgebot in der GKV zurücktreten. Topp: Die Apotheken sollen für ihre besonderen Leistungen besser vergütet werden. Für jeden Botendienst ist ein Zuschlag von 5 € geplant. Zudem erhält jede Apotheke einmalig 250 €, als Zuschuss zur sicheren Ausstattung der Boten. Ebenfalls ist eine Änderung der Arzneimittelpreisverordnung vorgesehen: Die Vergütung abgegebener Teilmengen wird besser honoriert, Apotheken dürfen diese vorübergehend sogar ohne Rücksprache mit dem Arzt abgeben. Außerdem eröffnet die Verordnung weitere Austauschmöglichkeiten für die Apotheken, falls ein verordnetes Arzneimittel nicht verfügbar ist. All dies soll u. a. die Zahl der Kontakte reduzieren.