Zurück zur sicheren Arzneimittel-Versorgung

Zurück zur sicheren Arzneimittel-Versorgung Für den Bundesverband deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK) ist die Rabattvertrags-Praxis das Kernproblem der aktuellen Lieferausfälle. „Obwohl gerade das Corona-Virus alle Schlagzeilen überlagert, so könnte dennoch der Begriff Lieferengpass zum Wort des Jahres in unserem Apothekenmarkt werden“, meint der BVDAK-Vorsitzende Dr. Stefan Hartmann. Die Zahl der nicht lieferbaren Arzneimittel erreiche kaum vorstellbare Ausmaße und die GKV sowie die Politik würden noch immer prüfen, wie man dem Problem beikommen könne. Für den BVDAK gibt es eine zentrale Begründung: Die Einführung von inzwischen über 27.000 Rabattverträgen hätte in den letzten Jahren eine fatale Kettenreaktion ausgelöst. Die Folgen der erschreckenden Lieferprobleme träfen mit voller Wucht die Patienten. Doch der BVDAK fordert auch für die Apotheken einen zeitnahen finanziellen Ausgleich, für den bürokratischen Mehraufwand und die empfindlichen Erlösausfälle, die täglich in allen Apotheken entstehen. Die Gesundheitspolitik hat Apotheken und Patienten, indem sie die gängige Ausschreibungspraxis immer noch nicht unterbunden hat, in eine prekäre Lage gebracht. Beim Zitat von Dr. Hartmann (im Kasten abgedruckt) kann man sich prima verlesen (idiotisch statt ideologisch), ohne die abschließende Würdigung zu verändern.

„Es ist eine ideologische Legende, dass die Rabattvertragspraxis keine Kernursache der Lieferengpässe sei.“

Dr. Stefan Hartmann