Apothekenreform tritt in Kraft

Apothekenreform tritt in Kraft Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt vom 21. Oktober 2019 werden die Änderungen der Apothekenbetriebsordnung und der Arzneimittelpreisverordnung umgesetzt, die Inhalte der Verordnung von Bundesgesundheits- und Bundeswirtschaftsministerium sind und den ersten Teil des Apothekenreformpakets bilden, das Politik und Apothekerschaft in den vergangenen Monaten diskutiert haben. „Die Verordnung ist ein wichtiger Meilenstein in der Apothekenreform. Dass Apotheken vor Ort Tag und Nacht in allen Ecken des Landes im Einsatz sind, ist für Patienten ein wichtiges Stück Daseinsvorsorge. Deshalb ist es ein wichtiges Signal, dass der Botendienst der Apotheken in der Nachbarschaft gestärkt und ihre Nacht- und Notdienste besser bezuschusst werden“, kommentiert Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. In der aktuell veröffentlichten Verordnung wird geregelt, dass der Botendienst der Apotheke vor Ort künftig nicht mehr nur in besonderen Fällen, sondern jederzeit möglich ist. Die dazugehörige Beratung kann auch telefonisch erfolgen. Die Anforderungen an den Transport besonders temperaturempfindlicher Arzneimittel werden klarer definiert. Für Privatpatienten darf künftig bei Rezepten gegen preiswertere, wirkstoffgleiche Arzneimittel ausgetauscht werden. Ab 2020 wird der Notdienstzuschlag pro rezeptpflichtigem Arzneimittel von 16 auf 21 Cent erhöht. Bei den dokumentationspflichtigen Arzneimitteln (z. B. BtM) erhöht sich der Zuschlag von 2,91 auf 4,26 Euro pro Abgabe. Wann (oder ob überhaupt) der zweite Teil der Apothekenreform – das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz (VOASG) verabschiedet wird? Dazu müssten die Abstimmungsgespräche der Bundesregierung mit der Europäischen Kommission zu einem guten Ende gebracht werden.