Warnung vor der Firma Kassen Concord

Warnung vor der Firma Kassen Concord Diesmal sind es keine Toner- oder Tintenpatronen für das Fax, sondern Thermorollen. Ein Leser schildert seine Erfahrung mit dem im Heidekampsweg 44–46 in 20097 Hamburg ansässigen Unternehmen so: „Hat noch jemand der Kollegen eine Lieferung Thermorollen der Firma Kassen Concord aus Hamburg bekommen, die er gar nicht bestellt hat? Bei uns war es ein Cold Call bei einem Mitarbeiter (der hat definitiv nix bestellt) und plötzlich haben wir Ware bekommen. Aufgefallen ist es erst, nachdem eine Mahnung gekommen ist! Eine Rechnung war nämlich nicht bei der gelieferten Ware. Wie müssen wir jetzt vorgehen?“ Solange die Ware nicht bezahlt worden ist, sind Unternehmen, die nichts bestellt haben, in einer komfortablen Position: „Die Mahnung gehört in die Rundablage, den Rest kann man in Ruhe abwarten“, schätzt 'mi'-Justiziar Dr. Gregor Kuntze-Kaufhold in Fällen unverlangt zugesandter Ware die Rechtslage ein, denn: „Die bloße Lieferung begründet kein Vertragsverhältnis, auch nicht bei anschließender Benutzung. Theoretisch kann es zwar eine Ersatzpflicht für genutzte Ware geben. Das Prinzip aus dem B2C-Bereich, wonach den Verbraucher bei unverlangt zugesandter Ware keinerlei Verpflichtung trifft, lässt sich auf den B2B-Bereich nicht ohne Weiteres übertragen. Dort können Fehlsendungen schon mal vorkommen, und es kann den Sitten und Gepflogenheiten entsprechen, dass der eine Kaufmann den anderen auf eine Fehlsendung hinweist. Aber das bedeutet nicht, dass man sich als Unternehmer alles gefallen lassen muss. Wenn ein Lieferant die Bestellroutinen unterläuft, etwa durch Cold Calls und fehlende Rechnungsstellung, schuldet man ihm auch keine gesteigerte Sorgfalt. Sofern eine Ersatzpflicht überhaupt eingreift, ist sie der Höhe nach auf den realen Wert der verbrauchten Güter beschränkt. Der Lieferant kann in einem solchen Fall also allerhöchstens Schadensbegrenzung betreiben. Einen Gewinn wird er so oder so nicht herausholen können.“