Minus 49 — Zahl der Apotheken in Westfalen-Lippe sinkt im dreizehnten Jahr in Folge

Minus 49 — Zahl der Apotheken in Westfalen-Lippe sinkt im dreizehnten Jahr in Folge Keine schöne Meldung zum Start ins Jahr 2019: Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe gibt die Zahl der Apotheken im Landesteil mit nur noch 1.924 bekannt. 56 Apothekenschließungen standen nur sechs Neueröffnungen und eine Wiedereröffnung gegenüber, macht also minus 49! „Damit liegt die Zahl der Apotheken auf dem tiefsten Stand seit 40 Jahren“, erläutert Dr. Andreas Walter, Hauptgeschäftsführer der AKWL. Das Minus fiel nur im Jahr 2013 noch höher aus, als die Apothekenzahl von 2.127 auf 2.077 um 50 sank. Die Höchstzahl wurde im Jahr 1992 erhoben, als es in der Region noch 2.274 Apotheken gab. Inzwischen wird jede vierte Apotheke in Westfalen-Lippe als Filiale betrieben: Zum Jahresende gab es dort insgesamt 1.444 Hauptapotheken und 480 Filialapotheken. Als Gründe für die Schließungen gibt die Kammer unter anderem die unzureichende Dynamisierung der apothekerlichen Vergütung, die zunehmende Konkurrenz durch ausländische Versender und die zunehmende Konzentration von Medizinern in Ärztezentren an. Die Apothekerkammer Westfalen-Lippe sieht durch den Rückgang erste Auswirkungen auf eine flächendeckende Versorgung mit Arzneimitteln: In einigen Regionen und Städten werde die Luft allmählich dünner. Die bundesweiten Zahlen kommen in Kürze von der BAK.