Gebrauchsinformation von Iberogast wird ergänzt

Gebrauchsinformation von Iberogast wird ergänzt Lange hatte sich Bayer/Leverkusen gegen die Aufforderung aus dem BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) gewehrt. Doch nun passt der Hersteller die Gebrauchsinformation von Iberogast an, sie wird Hinweise zur Nicht-Einnahme bei Leberkrankheiten bzw. solchen in der Vorgeschichte des Patienten enthalten. Weiterhin werden die Fach- und Gebrauchsinformation von Iberogast um den Hinweis erweitert, dass bei schöllkrauthaltigen Produkten Fälle von Leberschädigungen aufgetreten sind und Iberogast von Schwangeren und Stillenden nicht eingenommen werden darf. Das BfArM konnte sich jetzt mit der schon länger erhobenen Forderung durchsetzen, weil neue bekanntgewordene Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Einnahme von Iberogast auftraten, darunter befindet sich nach Angaben der Behörde ein Fall von Leberversagen mit Lebertransplantation, der tödlich endete und im Juli bekannt geworden sei. Bayer hält nach wie vor daran fest: „Wir stehen unverändert zu dem positiven Nutzen-Risiko-Verhältnis von Iberogast in den zugelassenen Indikationen.“ Da könnten wir jetzt ganz böse Vergleiche zu Herbiziden ziehen – aber lassen wir es mal damit gut sein, dass die warnenden Hinweise ab sofort eingedruckt werden müssen.