Aktion zur Wiederöffnung von Geschäften: 'Aufdringlich — Warum? Weil auch wir sterben'

23.02.2021
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Unter diesem Motto hat Alexander Schmidt, Inhaber der gleichnamigen Firma aus Au am Rhein, eine wichtige Kam­pagne gestartet, die auf die Existenzbedrohung von mehr als 700.000 Betrieben mit über acht Millionen Beschäftigten aus den Bereichen Einzelhandel, Dienstleistung und Gastgewerbe hinweist und Solidarität einfordert. „Ziel der Aktion ist die Beendigung des Lockdowns für alle geschlossenen Betriebe und die Verhinderung weiterer, oder aber die Zahlung vernünftiger Hilfen“, heißt es auf der Aktions-Website www.aufdringlich.eu. „Ein Anteil fixer Kosten reicht nicht aus, wenn man drei Monate oder mehr nicht öffnen darf und sonst keine Einnahmen hat. Was ist mit Lebensunterhaltungskosten, Mietkosten der Wohnung, Krankenkasse etc.?“

DIN-A1-Plakat 'aufdringlich'
© Alexander Schmidt
DIN-A1-Plakat 'aufdringlich'

Inhaber betroffener Unternehmen sollen – im Idealfall gemeinsam mit ihren Mitarbeitern – Montags bis Samstags mindestens einmal täglich (um 11:00 Uhr) für 30 bis 60 Minuten vor ihrem PoS medienwirksam mit Roll-Ups Aufmerksamkeit erzeugen sowie Flyer an Passanten verteilen. Dabei muss die jeweilige Hygieneverordnung des Landes (Abstand, Maske etc.) eingehalten werden. Auch der Einsatz eines Megaphons, mit dem ausschließlich der Inhalt der Kampagne verbreitet werden darf, sei möglich. Dazu müsse allerdings eine Genehmigung eingeholt werden.

„Seit Anfang November ist Stillstand in der Gastronomie und im Hotelgewerbe, seit Mitte Dezember im Handel und bei Dienstleistern wie Friseuren. Das bedeutet totaler Ausfall inzwischen seit drei Monaten für die Allermeisten“, werden die Hintergründe fehlender Einnahmen erläutert. „Wie lange dieses leise Sterben noch gehen soll, ist aktuell nicht absehbar. Obwohl Jens Spahn noch im August/September verkündet hat, dass man mit dem damaligen Wissen den Handel und die Dienstleister nicht mehr schließen muss, hat man sie trotzdem wieder geschlossen“ , heißt es weiter in der Kritik. Dabei hätten die Firmen die auferlegten Maßnahmen zum Schutz der Kunden und Gäste sehr erfolgreich und auf eigene Kosten erfüllt.

Laut Aktionswebsite 'reagieren' die Regierenden trotz vieler Bemühungen und Brandbriefe im Grunde überhaupt nicht. Hinzu komme das Fehlen des Impfstoffes. Die Mutationen des Virus sowie Angela Merkels Erwähnung von Licht am Ende eines noch ganz langen Tunnels würden für eine 3., 4. und 5. Welle mit entsprechend weiteren Lockdowns sprechen. Es müsse daher jetzt, bevor es zu spät ist, ein deutliches Zeichen gesetzt werden: „Bundesweit, täglich, sichtbar, auffällig und somit medienwirksam und dadurch laut“. Weitere Infos und die Dateien zum Download finden Sie unter: www.aufdringlich.eu.

Sandra Kinder, M.A.
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