Shaghafi wird zum CSR-Unternehmen

13.04.2021
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Derzeit nutzen einige Unternehmen die schwierige Zeit, um ihren Betrieb für die Zukunft bestmöglich aufzustellen. Einen besonderen Weg geht dabei die Shaghafi GmbH in Rheine. Sie schloss sich bereits Ende 2019 einem Projekt des CSR Kompetenzzentrums Münsterland an und hat während der Corona-Zeit vieles umgesetzt und inzwischen die CSR-Auszeichnung erhalten. CSR (Corporate Social Res­ponsibility) bedeutet, dass die Unternehmensführung in bestimmten Bereichen besonders verantwortungsvoll agiert. Diese betreffen: Arbeitsplatz und Mitarbeiter, Gemeinwesen und bürgerliches Engagement, betrieblicher Umweltschutz sowie Produktverantwortung und Markt.

Parham Shaghafi
© Shaghafi
Parham Shaghafi

„Wir möchten mit CSR eine klare Linie und Struktur erzielen, indem wir die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, als Unternehmen nachhaltiger werden, um uns und unsere Mitarbeiter, die aus zwölf verschiedenen Nationen stammen, weiter zu entwickeln“, erklärt Parham Shaghafi, Geschäftsführer Shaghafi GmbH. „Ein besonderes Anliegen ist uns die Integration verschiedener Nationalitäten in ein Team mit einer gemeinsamen Unternehmenskultur.“ Auch Flüchtlinge wurden bereits eingestellt und inte­griert. Arbeitnehmer sollen unab­hängig von der Position im Unternehmen gleichbehandelt und Kunden, Interessenten und Lieferanten partnerschaftlich und respektvoll betreut werden. In der Region unterstützt die Firma zudem soziale Vereine und Projekte.

Entsprechend der Selbstauskunft, in die Mitarbeiter unterschiedlicher Abteilungen eingebunden waren, wurden diese weiteren Aspekte umgesetzt: Einbau von Photovoltaikanlagen Verwendung von recycelten Materialien bei Verpackungen/Umverpackungen Gratis Wasser in Glasflaschen (so erübrigt sich das Mitbringen von Plastikflaschen)  Subventionierung eines warmen Mittagessens für Mitarbeiter Gratis Obst in Küche und Pausenraum Jährliche Firmenfeiern (zur Stärkung des Zusammenhalts) Isolierung des Firmengebäudes (Dach / Fenster) über den Standard hinaus Reparatur aller Uhren in der hauseigenen Uhrmacherwerkstatt Offene integrierende Unternehmenskultur mit Mitarbeitern aus zwölf verschiedenen Nationen. Durch eine bessere Kommunikation (z. B. durch eine Mitarbeiter-­App) soll die Zufriedenheit erhöht und qualifizierte Mitarbeiter dauerhaft gebunden werden. Lager- und Kommissionier-Prozesse werden optimiert und auf Dauer will man auf Papier verzichten. Die E-Mobilität soll gefördert werden und ein weiterer Ausbau von Photovoltaikanlagen ist geplant. Auch die Besetzung von Ausbildungsplätzen und Personal­entwicklung mittels Schulungen sowie die Reduktion der Reklamationsquote werden angesprochen. Alle Maßnahmen zielen auf die Stärkung von Shaghafi als Arbeitgebermarke.

Nach erfolgreicher CSR-Zertifizierung hat sich das 58 Mitarbeiter starke Unternehmen dem Projekt 'ÖKOPROFIT-Kreis Steinfurt 2021/2022' angeschlossen, das vom Land NRW finanziell gefördert wird und auf einer Kooperation des Umwelt- und Planungsamtes des Kreises Steinfurt mit der lokalen Wirtschaft basiert. Dabei sollen  Betriebskosten gesenkt  ein Beitrag für Umwelt- und Klimaschutz geleistet  Rechtssicherheit verbessert  ein Austausch mit anderen Teilnehmern gepflegt werden u. v. m.. Unabhängig von diesen Projekten arbeitet die 1995 gegründete Firma nach Aussage des Geschäftsführers „mit Vollgas auf allen Ebenen“ und bereitet sich auf ein Leben nach Corona vor. Der Edelstahlschmuck laufe weiterhin sehr gut, meint Shaghafi, insbesondere die vielen gravierbaren Artikel, die es auch in Silber gibt. Aber auch die RAPTOR-Zugband­uhren drehen sich weiterhin äußerst gut. „Neuerdings gibt es dazu auch die 'großen Brüder' in 40 mm als Herrenuhr“, fügt er hinzu. Ideenreich zeigen sich Händler, die ihre Außenvitrine wieder draußen aufgestellt haben. Viele Händler befestigen daran einfach eine Funkklingel und schreiben witzige Sprüche daran wie z. B. 'Klingeln Sie, wir machen einen kurzfristigen Termin'.“ Auf mehrfache Anfrage von Kunden hat das Unternehmen neuerdings Graviermaschinen und Lasermaschinen im Programm. Ab Mitte April werden ein Lasergerät und eine Graviermaschine in einer Lounge-Ecke im Showroom in Rheine ausgestellt. „Dort kann der Kunde die Maschinen nicht nur anschauen, sondern – ganz Shaghafi-like – auch anfassen und sich selbst überzeugen. Probieren geht bekanntlich über Studieren!“ Laut Geschäftsführer läuft auch der Verkauf von Batterien sehr gut. Dort gibt es attraktive Paketpreise und ab 100 € Bestellwert wird das Gesamtsortiment portofrei geliefert.

Wir meinen: Die Shaghafi GmbH hat die Corona-Zeit sehr gut genutzt und unterstützt die Händler auch in diesen nicht einfachen Tagen auf vielfältige Weise. Prima!

Sandra Kinder, M.A.
Chefredakteurin
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