Leserbrief der Woche

08.05.2020
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„Es ist immer das gleiche Spiel … Als ehemaliger Marketingleiter von 1980 — 2003 des liquidierten Großhandelshauses Paul Opitz & Co. GmbH Hamburg traue ich es mir zu, einen sachlichen Beitrag zur Standortbestimmung der Unterhaltungselektronik abzugeben.

Die Handelslandschaft ist geprägt von ruinösen Angeboten der Großvertriebsformen mit Unterstützung der Industrie. Immer die gleiche Argumentation der Industrie: Wenn wir den Umsatz nicht generieren, machen es die anderen. Dabei ist man sich für keine Argumentation zu schade, Fachhandelstreue zu beschwören. Sachlich sollte nur eines zählen:

Die Industrie hat auf breiter Basis Vertriebskonzepte entwickelt, die es eigentlich wert sein sollten, umgesetzt zu werden. Die viel beschworene Fachhandelstreue wird lautstark propagiert. Die Kooperationszentralen und die ihr angeschlossenen Großhändler werden aufgefordert, diese Vertriebskonzepte einzuhalten und die vertraglichen Regelungen zu überwachen. Alles zum angeblichen Wohl des Fachhandels — sind sie doch die Aushängeschilder der Industrie. Die Kooperationszentralen tun ihr übriges und befeuern den Fachhandel mit Verkaufsargumenten.

Was soll ein kleiner (oder auch großer) Fachhändler machen? Er arbeitet in seinem Geschäft, bietet die Ware an, berät die Kunden, erfüllt den Service und dann?? Ein kundenfreundliches Gespräch wird dankend beendet. Der Kunde ordert bei Media oder Online-Shops. Das ist das tägliche Geschäft des Fachhandels!

Die Schuldigen dafür sind bei der Industrie zu finden. Diese lassen eine Preisschere auseinandergehen, die ihresgleichen sucht. Der Kunde ist eben König, egal wo! Dabei hat die Industrie das nicht nötig. Alle Vertriebsformen könnten 'angemessen' beteiligt werden! Ich habe es satt, ständig in 'markt intern' die hochtrabenden Bekenntnisse der sog. Fachhandelstreue zu lesen, wobei jeder Zentral- oder Industriemensch weiß, dass er nicht die Wahrheit spricht. Es stehen uns schwere Zeiten bevor. Ein wenig mehr Ehrlichkeit und die Rückbesinnung auf alte kaufmännische Traditionen würden der gesamten Branche guttun.

Mit freundlichen Grüßen und gute Besserung

Hinrich Meinen“

RA Lorenz Huck
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