Grundsteuererklärung: Länder starten Informationskampagne

20.04.2022
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Die Umsetzung der Grundsteuerreform steht in den Start­löchern: Zwischen dem 1.7. und 31.10.2022 müssen Sie für Ihre Grund­stücke (Grundsteuer B) sowie land- und forstwirtschaftlichen Betriebe (Grundsteuer A) eine sogenannte „Feststellungserklärung“ abgeben. In fast allen Bundesländern sollen Eigentümerinnen und Eigentümer individuell über die Grundsteuererklärung und die dafür erforder­lichen Unterlagen informiert werden. Das Land Berlin geht dabei einen eigenen Weg und will nur die Hausverwalter aufklären. Der Grund: Neben dem Eigentümer bzw. dessen Steuerberater können auch Hausverwaltungen für den Wohnungseigentümer die Feststellungserklärung abgegeben.

© geralt— pixabay

Damit bei ca. 35 Millionen Grundstücken kein heilloses Durch­einander ausbricht, gehen die Länder wie bei den Schulferien gestuft vor: Im April beginnt in Brandenburg, Bayern und Thüringen der Versand der Informationsschreiben zur Grundsteuererklärung. Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rhein­land-Pfalz folgen im Mai. Im Juni informieren Schleswig-Holstein, das Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt ihre Steuerpflichtigen, gefolgt von Bremen, das im Juli an der Reihe ist. In Hessen erfolgt der Versand der Informationsschreiben nicht zu einem einheitlichen Zeitpunkt, da die Kommunen die Schreiben verschicken und kein Versand von zen­traler Stelle erfolgt. Und Hamburg überlegt noch, ob Eigentümer indivi­duell angeschrieben und informiert werden sollen. In einem Punkt herrscht Einigkeit: Die Abgabe muss grundsätzlich elektronisch über das Online-Angebot der Steuerverwaltung „Mein ELSTER“ erfolgen. Nur in begründeten Härtefällen kann die Feststellungserklärung in Papierform abgegeben werden, falls kein PC oder Internetzugang vorhanden ist.

'immo'-Rat: Auf fast allen Portalen der Finanzverwaltung finden Sie vorab schon zielgruppenspezifische Informationen für „Grundstückseigen­tümer“ , „Kommunen“ , „Steuerberatungen, Grundstücks- und Hausverwaltungen“ , „Land- und Forstwirtschaften“ , „Großkunden“ , „Organisierte Wohnungswirtschaft“ oder „Eigen­tümer von steuerbefreitem Grundbesitz“ (z. B. https://www.finanzverwaltung.nrw.de/Grundsteuerreform oder https://­finanzen.thueringen.de/themen/steuern/grundsteuer). Je nach­dem, ob das Bundesmodell oder ein modifiziertes Verfahren (sog. Öffnungsklausel) zur Anwendung kommt, variiert der Verwaltungsaufwand. Baden-Württemberg rühmt sich, dass im Ländle die wenigsten Angaben gemacht werden müssten. Für die Grundsteuer B genüge das Aktenzeichen, unter dem die Feststellungserklärung eingereicht werden muss, die Grund­stücksfläche, der Bodenrichtwert und die überwiegende Nutzung zu Wohnzwecken.

Michael Niermann
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