Auf den Punkt gebracht — Das 'Wegerisiko' ist vom Arbeitnehmer zu tragen

22.01.2018
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Kommt ein Arbeitnehmer zu spät oder gar nicht zur Arbeit, weil Schnee und Eis ihn daran hinderten, so braucht sein Arbeitgeber ihm dafür keinen Ausgleich zu zahlen: Er muss die Zeit entweder nacharbeiten oder Urlaub nehmen. Denn das 'Wegerisiko' trägt der Mitarbeiter, nicht das Unternehmen, so das Bundesarbeitsgericht. Nach dem Gesetz besteht ein Entgeltfortzahlungs­anspruch nur, wenn der Arbeitsausfall, aus einem „in seiner Person liegenden Grund“ entstanden ist. Verstopfte Straßen wegen Eis oder Schnee (aber auch Verpätung öffentlicher Verkehrsmittel) sind kein „in der Person“ des Arbeitnehmers liegender Grund für den ­Arbeitsausfall. Tarifvertraglich kann allerdings durchaus Gegenteiliges festgelegt sein (BAG, Az. 5 AZR 283/80).

Dr. Claudia Ossola-Haring
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Peter Vogt
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