Aus der Industrie: Hilfe für Sportfachhändler sowie die momentane Lage während der Krise

26.03.2020
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­Sportgeschäfte müssen für mehrere Wochen geschlossen bleiben und das nur, weil Deutschland aufgrund vom Coronavirus lahmgelegt ist. Welcher Händler kann sich virusbedingte 'Ferien' schon leisten?! Nicht nur die Absagen von  Fußballspielen  der Fußball-Europameisterschaft oder  den Olympischen Spielen sind schlecht für das Sportgeschäft, sondern vor ­allem der Notstand und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen. Für die meisten Sporthändler geht es in dieser Krisensituation um die blanke Existenz! Daher hat Ihre 'mi'-Sportredaktion bei Ihren führenden Industriepartnern und Herstellern die aktuelle Situation abgefragt, um zu erfahren, welche Versuche gemacht werden, um ihren Fachhändlern zu helfen. Direkt betrifft die andauernde Krise längst nicht die ­Herstellung, denn die Lager sind alle gut gefüllt. Lediglich das Ausliefern an Kunden entpuppt sich als eigentliches Problem. Hier die ersten Antworten:  Aus der Unternehmenszentrale von Team­sport­ausrüster Jako/Mulfingen-Hollenbach lautet die Antwort: „Wir sehen es als unsere Aufgabe, gemeinsam mit unseren Handelspartnern individuelle Lösungen für diese historische Herausforderung zu finden. Unser Motto 'WE ARE TEAM' gilt heute und in den kommenden Monaten mehr als jemals zuvor. Wir bringen unsere Stärke als stabiles Familienunternehmen ein, um die Bewährungsprobe, die uns die Pandemie persönlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich stellt, gemeinsam zu bewältigen.“ Daher hat Jako erste Maßnahmen beschlossen, welche im Laufe der kommenden Wochen angepasst werden:  Aufrechterhaltung des Kundenservice im ­Innen- und Außendienst via Telefon und Mail  Vor­orderblöcke werden in Absprache mit Händlern verschoben, auf eine Zeit nach der Krise  Verbandsfreie Kunden werden mit verlängerten Zahlungszielen unterstützt und  eine verlängerte Retourenfrist von bis zu vier Wochen nach Ende der durch Bund und Länder beschlossenen Ladenschließungen.  Die europäische Handelskooperation ANWR Group/Mainhausen hat vergangenen Freitag ein Maßnahmenpaket veröffentlicht, welches helfen soll, die existenzgefährdende Krise abzufedern. Zu den Sofort-Maßnahmen gehören  die Erhöhung der Saisonlinie gemeinsam mit der DZB Bank/Mainhausen für Handelsunternehmen: „Wir sind in Verhandlungen mit allen Industriepartnern hinsichtlich der Gewährung einer größtmöglichen Valutierung für aktuell vorliegende Rechnungen“, wie Vorstand Matthias Grevener mitteilt.  Lieferanten wurden gebeten, die kurzfristig anstehenden Lieferungen an Händler einzustellen bzw. diese nur noch auf individuellen Abruf zu veranlassen  die Handelskooperation von Sport 2000/Mainhausen werde offene Rechnungen mit 90 Tagen valutieren und bis auf Weiteres keine Ware mehr ausliefern  in Kürze soll die geplante Plattform www.sport2000.com online gehen, um den Sportfachhandel mit SEO-Marketing und E-Commerce-­Umsätzen zu unterstützen. Zudem befindet sich die Verbundgruppe in Gesprächen mit Bundes- und Landesregierungen, Banken und Kreditinstituten, um die höchstmögliche Unterstützung für mittelständische Unternehmen erzielen zu können.  Auch der Laufschuhspezialist On Running/Zürich versucht, in der Corona-­Krise seine Handels­partner, so gut es geht, zu unterstützen. Mitbegründer Caspar Coppetti teilt Ihrer 'mi'-Sportredaktion folgende Sofortmaßnahmen mit:  Verschiebung der Vorbestellungen auf den für Händler günstigeren Zeitpunkt  Flexibilität in der Planung der Saison Herbst/Winter 2020 und Frühling/Sommer 2021 sowie  flexible und maßgeschneiderte Zahlungsziele. „Unsere Partner haben uns maßgeblich geholfen, das On-Laufgefühl in die Welt zu tragen. In dieser Krisenzeit möchten wir sie nun mit voller Kraft unterstützen“, so Caspar Coppetti.

Katharina Mika
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