Sonderbeilage P 18/21

3 Fragen an … Marc Denker, Geschäftsführer der SIDROGA Gesellschaft für Gesundheitsprodukte mbH/Bad Ems

Die Hauptsaison für Nasensprays und -spülungen über Herbst und Winter ist in diesem Jahr durch die pandemiebedingten Abstandsregeln und Hygienemaßnahmen eher schwach ausgefallen. Welche Potenziale sehen Sie für Ihre Produkte im Frühjahr 2021?

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Marc Denker

„Wir haben die letzten Monate intensiv dazu genutzt, unterschiedliche In-vitro-Studien durch­zuführen und konn­ten dabei mit ausgewählten Emser Produkten sehr gute und wertvolle Ergebnisse in Bezug auf eine mögliche Infektprävention mit SARS-­CoV-2 feststel­len. Mit dem Emser Portfolio führen wir insgesamt ein sehr breites und leistungsstarkes Sortiment im Bereich der Atemwegstherapien und für die aktuelle Allergiesaison sehen wir derzeit schon einen klaren Schwerpunkt auf unseren Emser Nasendusch-Produkten sowie auch auf dem Inhalations-Sortiment.“

Die beiden Schwerpunktthemen Allergie sowie Prävention und Behandlung von Atemwegs­infektionen zählen sicher zu den Kernkompetenzen von SIDROGA wie auch vieler Apotheken. Haben Sie möglicherweise weitere Produkt­linien in Vorbereitung?

„Auch in Zukunft werden wir stringent auf den Kernkompetenzen der Marke Emser im Atemwegssegment aufbauen und das Portfolio um neue Produkte ergänzen. Wir planen im Herbst dieses Jahres u. a. eine Markteinführung im Bereich der Emser Inhalationstherapie und auch abseits der Erkältungsthemen haben wir mit unserem neuen SIDROGA Phytopharmaka-Sortiment eine weitere starke Ergänzung für das Gesamtportfolio.“

Bekanntermaßen unterstützt SIDROGA die Apotheken sehr stark beim Abverkauf. Mit welchen Maßnahmen aus Bad Ems dürfen die Apotheken beim Thema Prävention rechnen?

„Unsere Fach- und Publikumskommunikation konzentriert sich derzeit in erster Linie auf die relevanten Themen der Infektprävention sowie auf die mediale Verbreitung der aktuellen COVID-­19-In-vitro-Daten. Parallel haben wir im Bereich des Digitalmarketings insgesamt die Aktivitäten in der Endverbraucheransprache erhöht und unterschiedliche Maßnahmen auf zielgruppenrelevanten Social-Media-Plattformen sowie eine weitere Drive-to-Store-Ad-Kampagne in Planung.“

Prävention — das ist EMSER!

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Emser Salz-Produkte kennen Sie als Nasensprays, Nasenspülungen und als Lutschpastillen. Viele Kollegen wissen um die pharmazeutischen Hintergründe: Das Natürliche Emser Salz besteht aus mehr als 30 Mineralstoffen und Spurenelementen. Neben Natrium- und Chlorid-Ionen sind Mineralstoffe wie ­Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Fluorid und Sulfat enthalten. Knapp die Hälfte besteht jedoch aus Hydrogencarbonat-Ionen, die Lösungen aus dem Natürlichen Emser Salz leicht alkalisch (ph 8 – 10) machen. Diese Zusammensetzung ist einzigartig und begründet die Heilkraft sowie die gute Verträglichkeit von Natürlichem Emser Salz. Ihnen sind die pharmazeutischen Hintergründe klar, viele Apotheker schwören aus eigener Erfahrung darauf – und haben mit ihren Empfehlungen manche Kunden zu regelrechten Fans der Emser Produkte gemacht.

Betrachten Sie den Verlauf der zurückliegenden sechs Monate in Ihrer Offizin-­Apotheke, werden Sie die Zahlen der Marktforschungsunternehmen aus eigener Anschauung bestätigen können. Die Rx-Packungszahlen sind aufgrund des Verordnungsverhaltens der Ärzte leicht gesunken, das OTC-­Geschäft leidet gleich unter drei Effekten: Die Kundenfrequenz ist niedriger, weil weniger Laufkundschaft bereit ist, die Apotheken aufzusuchen. Die Verweildauer in den Apotheken ist geringer. Die Corona-bestimmten Verhaltensweisen der Bürger hinderten die Ausbreitung der sonstigen Grippeviren. Dieser, der dritte Effekt, dezimierte insbesondere das reguläre Geschäft im ersten Quartal dieses Jahres, denn die meisten Apotheken wurden kaum zu grippalen Infekten konsultiert.

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Die uns allen bekannten Hersteller von Nasensprays, Bronchialsalben, ­Tages- oder Nachtsirup und Tabletten/Kapseln litten logischerweise ebenso unter dem Ausbleiben der grippalen Infekte. Einige machten sich Gedanken um vorbeugende Maßnahmen, die nicht nur die bereits länger bekannten viralen Erkrankungen verhindern sollen, sondern auch gegen COVID-19 vorbeugend eingesetzt werden können. Die Redaktion erreichten Zuschriften, beispielsweise zu aus Rotalgen gewonnenen Wirkstoffen, die (noch) keine Aussagen über die pharmakologische Wirkung machen bzw. entsprechende Studien vorlegen konnten. So wurden dementsprechend zurückhaltende Aussagen zur Verminderung von SARS-CoV-2-Viren getroffen. Sehr schade aus Sicht der Redaktion: Für die Apotheken wäre es eine tolle ­Sache, gäbe es die wissenschaftlich bestätigte und klar kommunizierbare COVID-19-Vorbeugemöglichkeit durch apothekenexklusive Produkte. So könnten die Bürger die als viel zu lang empfundene Wartezeit bis zur Impfung überbrücken, müssten sich möglicherweise weniger einschränken.

Damit fällt unser Blick auf die Informationen von ­SIDROGA aus Bad Ems. Wie Geschäftsführer Marc ­Denker besonders herausstellt, ist EMS der Spezialist für die Nasen­gesundheit und prädestiniert für die Abwehr inhalierter Viren. Bereits im September 2020 wurden bei einem Expertentreffen deutscher HNO- und Pneu­mologie-Experten sowie Pharma­zeuten in Frankfurt praxisrelevante Aspekte von salinen Nasenspülungen zur Prophylaxe ­viraler Erkrankungen, einschließlich COVID-19 erörtert. Dabei wurde auch ein möglicher Stellenwert von Natür­lichem Emser Salz in der Prävention diskutiert.

Eine Vielzahl von Viren gelangt via Mund-, Nasen- und Rachen­raum in den Körper. Im Verlauf der aktuellen Pandemie hat sich die Nasenschleimhaut als primäre Eintrittspforte für die SARS-CoV-2-Viren herausgestellt. Diese ist an erster Stelle die Zone für mögliche Abwehrmaßnahmen. Deshalb sollte ein möglicher Stellenwert von Natürlichem Emser Salz in der Prävention erörtert werden. Ein besonderes Augenmerk gilt der Annahme, dass aus der Schaffung eines alkalischen Milieus ungünstige Bedingungen für Viren resultieren. Dieses kann mittels Natürlichem Emser Salz erreicht werden. Verschiedene wissenschaftliche Arbeiten schlagen zur Prävention saline Nasenspülungen vor, die eine Reduktion der Viruslast und Transmission erzielen. Aus der Anwendung von hypertoner saliner Lösung zur Nasenspülung und zum Gurgeln resultierte bei den Teilnehmern einer Pilot­studie * eine verkürzte Erkrankungsdauer, eine verringerte Übertragung innerhalb des Haushalts sowie eine geringere Virusausscheidung im Vergleich zur Kontrollgruppe. Entsprechende Nasenspülungen sowie Erkältungssprays könnten also einen Beitrag zur Eliminierung von ­Pathogenen und folglich zur Abwehr viraler Erkrankungen – also auch bei COVID-19 – leisten.

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EMS-Halsschmerz-Spray

Auch der Einsatz pflanzlicher Wirkstoffe wird aktuell zur Prävention von SARS-­CoV-2-Infektionen diskutiert. Eine ­aktuelle In-vitro-Untersuchung befasst sich mit der Wechselwir­kung zwischen dem Spike-Protein (S1) bzw. seiner Rezep­tor­­bindedomäne (RBD) und dem Rezeptor ACE2 nach Zugabe spezifischer, auf dem Markt befindlicher EMS Erkältungssprays, die eine Glycerol-Pflan­zen­ex­trakt-­Lösung enthalten. Die Ergebnisse der Testreihe zeigten eine ausgeprägte und gegenüber der Negativkon­trolle sig­nifikante, inhibitorische Wir­kung von EMS Halsschmerz-Spray akut und EMS Halsschmerz-Spray für Kinder auf die Bindung von Spike S1 an den ACE2-­Rezeptor. Auch für das EMS Sinu­sitis Spray Forte konnte diese Wechselwirkung bestätigt werden. Wei­tere Unter­suchungen folgen, die auf den bisher vorliegenden In-vitro-­Daten aufsetzen und zeigen sollen, welche Relevanz diese ­Daten für die Praxis haben. Nähere Informationen zu den bisher vorliegenden Studien können Sie bei SIDROGA anfordern.

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Auch ohne weitere Studien können Ihnen die Experten für die Nasengesundheit das Wirkprinzip der EMS Erkältungssprays erläutern, das auf der Glycerol-Pflanzenextrakt-­Lösung beruht. Diese variiert je nach Indikation und Präparat in ihrem Glycerolgehalt sowie den enthaltenen Pflanzen­extrakten, das zu Grunde liegende Wirkprinzip ist jedoch bei allen Präparaten gleich. Es wird ein osmotisch aktiver, hypertoner Film gebildet. Durch diesen wird Flüssigkeit aus dem tieferen Bereich der Schleimhaut angezogen und Bakterien, Viren sowie Bestandteile abgestorbener Zellen gelöst und weggespült. Die osmotische Aktivität wird durch das enthal­tene Glycerol vermittelt, das neben der Ausschwemmung von Viren und Bakterien auch eine abschwellende Wirkung hat. Die Pflanzenbestandteile begünstigen wiederum eine Schutzfilmbildung und folglich die Befeuchtung der Schleimhaut durch die enthaltenen Extrakte.

Nicht nur bei der Wirksamkeit der verschiedenen Impfstoffe gibt es täglich neue Erkenntnisse, auch viele Aspekte der ­Pathogenese und Transmission von COVID-19 sind bislang nicht vollständig geklärt. Recht klar zeichnet sich jedoch ab, dass die Nase und der Nasopharynx eine zentrale Rolle beim Eintritt der Viren in den Körper spielen. Deshalb wird das Tragen von Mund- und Nasen-Masken besonders empfohlen und, wie im Rahmen des bereits erwähnten Expertenkreises deutscher HNO- und Pneumologie-Experten sowie Pharmazeuten herausgestellt, könnten auch Natürliches Emser Salz und saline Nasenspülungen, insbesondere mit einem hohen Anteil an Hydrogencarbonat-­Ionen und alka­lischem pH-Wert, zur Prävention einer COVID-­19-Erkran­kung, ebenso wie bei den sonstigen grippalen Infekten, von Bedeutung sein.

Klinische Studien zur Wirksamkeit von Natürlichem Emser Salz, um in naher Zukunft Aufschluss über die präventiven Kapazitäten dieser risiko- und wechselwirkungsarmen Anwendung zu erhalten, sind bereits in Planung. Für weitere Informationen sprechen Sie einfach Ihren SIDROGA Außen­dienstmitarbeiter an oder kontaktieren Sie das Ser­vice Center per E-Mail an [email protected] oder per Telefon (02603 96040). Auf der Seite www.emser.de finden Sie den Überblick und Erläuterungen zu allen Produkten, die Sie ohnehin bei jeder Grippe- und Allergie-Wetterlage empfehlen können.

Im Fokus: Prävention viraler
Erkrankungen

* Ramalingam et al. Hypertonic saline nasal irrigation and gargling should be considered as a treatment option for COVID-19. J Glob Health 2020;10(1):010332

Alle nicht gekennzeichneten Bilder: © Sidroga

  • RA Christoph Bach
    Chefredakteur

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