Im Einklang: Abverkaufsförderung und Nachhaltigkeit in der Apotheke

01.12.2020
Kommentieren
Merken
Drucken

Bei vielen Veranstaltungen in der Pharmabranche gibt es ­einen Ausstellerbereich, in dem die Sponsoren ihre ­Angebote präsentieren. Neben den Produkten, die in der Apotheke verkauft werden sollen, werden Ihnen üblicherweise Materialien zur Abverkaufsförderung angeboten. Hier ein Plakat, dort ein paar Aufsteller, Info-Broschüren und Kassenteller. Mate­rialien, die gerade bei Messen schon kurz hinter den Ausstellungshallen berge­weise ent­sorgt werden. Mit jeder Hersteller-­Aktion kommen die nächsten Plakate und Aufsteller in die Apotheke. Kein Wunder, wenn manches davon direkt in den ­Abstellraum wandert. Der geflügelte Satz „In den Kellern der Apotheken verstaubt mehr Pappe, als in den ­Offizinen genutzt wird“ entspricht bei vielen Kollegen schlicht den Tatsachen.

Der übermäßige Einsatz von Werbematerialien ist heute einfach nicht mehr zeitgemäß. Das Klima und der Verbrauch von Ressourcen sind viel stärker ins Bewusstsein gerückt, als dies zwei oder drei Generationen früher der Fall war. Abgesehen von den Klima- und Verbrauchsargumenten möchten Sie doch nicht die Entsorgung von Materialien übernehmen, die Sie niemals einsetzen wollten oder konnten! Da muss es doch bessere Wege und Lösungen geben?! Große Unternehmen legen seit den Neunzigern jedes Jahr einen Nachhaltigkeitsbericht vor. Ihre 'mi'-Redaktion erhält übers Jahr die Informationen vieler Unternehmen zu individuellen Verbesserungen, beispielweise eine Ressourcen sparendere Produk­tion, neue Kälte- oder Heiztechnik oder zu Naturschutzprojekten auf dem Werksgelände bzw. Förderung solcher außerhalb.

GSK, als weltweit tätiges Gesundheitsunternehmen, möchte mit verantwortungsvollem Handeln einen Beitrag zum ­Umweltschutz leisten. GSK bemüht sich schon seit vielen Jahren, die Umweltbelastungen zu reduzieren, definierte für sich bereits im Jahr 2010 als eines der ersten Pharmaunter­nehmen konkrete Ziele. Seither gelang es GSK, die CO²-­Emissionen um 34 %, die Deponieabfälle um 78 % und den Wasserverbrauch um 31 % zu reduzieren. Aktuell hat das GSK-Management die Messlatte schon wieder ein gutes Stück höher gelegt: Bis zum Jahr 2030 sollen die ­Umweltbelastungen ­soweit als möglich runtergefahren werden. Parallel wird in Projekte investiert, die die verbleibende Umweltbelastung ausgleichen – um das große Ziel zu erreichen: Wir geben der Natur mehr zurück, als wir aus dieser entnehmen.

Die schöne heile Welt eines Unternehmensprospektes? Dem widerspricht Raphael Stermann, Sustainability Manager bei GSK Consumer Healthcare DACH: „Wir beziehen die Nachhaltigkeit als ein wichtiges Kriterium in unsere Entscheidungsprozesse und Arbeitsweisen ein. Egal ob bei produktbezogenen Themen wie Verpackung oder im Hinblick auf unsere Prozesse und Strukturen, wollen wir Nachhaltigkeit so fest verankern und aktiv vorantreiben.“

Voltaren Ganzjahres-­Bodenaufsteller
© GSK
Voltaren Ganzjahres-­Bodenaufsteller

Konkret kann Raphael Stermann zum Beispiel eine Lösung aufzeigen, die ein GSK-Mitarbeiter intern als Beitrag zum Umweltschutz vorgeschlagen hat. Für Voltaren wurden Ganzjahres-Displays entwickelt, die auch den Apotheken klare Mehrwerte bieten: „Das Projekt in einem internen Ideenwettbewerb angestoßen und wurde dann mit viel Einsatzbereitschaft von verschiedenen Abteilungen umgesetzt. Das zeigt, dass das Thema nicht nur uns als Unternehmen sondern auch unseren Kollegen am Herzen liegt.“

Die Premium-Displays wurden ab Mai dieses Jahres ausgeliefert und sind bereits in mehr als 900 Offizin-Apotheken im Einsatz. Es gibt sie in zwei Varianten: als kleinen Aufsteller für den HV-Tisch und als großen Bodenaufsteller, gefertigt aus FSC-zertifiziertem Holz und Acrylglas. Durch den Einsatz der Displays werden gleich 40 % an Verpackung eingespart und sie sind sehr gut recyclebar, da sich die Einzelmaterialien und Komponenten problemlos trennen lassen.

Das beste Recycling erfahren die Ganzjahres-Displays allerdings, weil sie saisonal anpassbar gestaltet wurden: Zu jeder Quartalsaktion stellt GSK neue Kommunikationsmittel zu Verfügung, um die Displays einfach upzudaten. Die Vorteile für die Apotheken liegen auf der Hand: Neben weniger Entsorgungsmüll scheinen die Materialien – laut GSK-Zahlen – bei den Kunden gut anzukommen und den Abverkauf zu fördern. Testapotheken mit den neuen Displays konnten im Vergleich zu Kontrollapotheken mehr verkaufen – alle Voltaren Produkte konnten davon profitieren, aber besonders deutlich war das bei den Voltaren-Pflastern zu sehen.

Sie verwenden das Display in Ihrer Apotheke über mehrere Saisons, das ist die erste gute (Umwelt-)Tat. Darüber hinaus wird pro Display ein Baum gepflanzt: In Zusammenarbeit mit PLANT-MY-TREE, dem offiziellen Klimaschutzpartner von GSK, werden Aufforstungsprojekte zur CO²-Kompensierung in ganz Deutschland durchgeführt. Dieses Enga­gement können Sie auch in Ihrer Apotheke vorweisen: Die teilnehmenden Apotheker erhalten eine Urkunde und ein Foto zur Baumpatenschaft sowie Material für Ihr Apo-TV und die Homepage. Allein mit der jüngsten Voltaren-Aktion wurden schon mindestens 1.000 neue Bäume gepflanzt.

Nachfüllpaket
© GSK
Nachfüllpaket

Doch kommen wir zurück zum eigentlichen Sinn der Displays, der Abverkaufsförderung. Der OTC-Außendienst legt seinen Fokus auf die Platzierung der Displays, die Damen und Herren unterstützen Sie – auf Wunsch – bei der Platzierung. In der laufenden Saison ergänzen Sie den Inhalt der Displays mit speziellen Nachfüllpaketen. Das spart wiede­rum Verpackungsmüll ein. Und auch das Display selbst wird so schnell kein Fall für die Entsorgung: GSK entwickelt weitere Konzepte zur Nutzung, über das Jahr hinaus.

'mi'-Fazit: Nachhaltigkeit und Förderung des OTC-­Abverkaufs, das bringt GSK tatsächlich besser in Einklang – mit den neuen Ganzjahres-Displays. Schon eine kleine Überraschung: Wer hätte darauf gewettet, dass ein OTC-­Hersteller daran Interesse hat? Ebenso ein toller Mitarbeiter-Vorschlag, der konsequent zu Ende gedacht wurde – Kompliment! Die beiden Display-Varianten sparen durch die längerfristige Nutzung auch Kosten ein. Doch so sei es – denn die Apotheker profitieren durch eine neue Deko, weil das einmal platzierte Display aktuell bleibt und weiterhin Aufmerksamkeit erregt  Bei Interesse kontaktieren Sie am besten den zuständigen Außendienstmitarbeiter. Sollten Sie ein Display nicht mehr brauchen, dann arrangiert der GSK-AD sogar eine Rücknahme – sodass es an anderer Stelle wieder eingesetzt werden kann!

RA Christoph Bach
Chefredakteur
Schlagwörter:
,
,
,
,
,
,
,
,
,
Kontakt
Zur Redaktion
Ausgaben und Beilagen
Neue Ausgaben und Beilagen als PDF oder direkt im Browser lesen:
Alle Ausgaben und Beilagen
Beliebte Schlagwörter miDirekt

miDIREKT Login

Dieser Inhalt ist nur mit einem entsprechenden miAbo zugänglich. Falls Sie über ein miAbo verfügen, können Sie sich hier einloggen.

Abbrechen
Wir haben Ihnen einen Link zur Erstellung eines neuen Passwortes geschickt. Bitte überprüfen Sie Ihren Posteingang.

Sie benötigen Unterstützung? - Hier geht´s zum Hilfebereich.
Wenn Sie sich über unsere Abo-Angebote informieren möchten, klicken Sie hier:
Liebe Leserinnen und Leser,
in unserem monatlichen Newsletter erhalten Sie regelmäßig einen Überblick über die wichtigsten Nachrichten, Standpunkte, Experten-Tipps, Ratgeber sowie aktuelle Verlagsaktionen, die Sie im täglichen Geschäft gewinnsteigernd einsetzen können.
Abonnieren Sie jetzt den kostenlosen markt intern-Newsletter






* Pflichtfelder

Artikel teilen

Bitte wählen Sie eine Plattform, auf der Sie den Artikel teilen möchten:

Merkliste
Sie sind noch nicht angemeldet.
Bitte melden Sie sich als User an, dann können wir Ihre Merkliste erweitern.

Abbrechen

Legende
  • frei zugängliche, gekaufte oder jene Artikel, die in Ihren Abonnements enthalten sind.
  • Artikel, die Sie mit Ihrem erworbenen Pass-Kontingent
    (Tagespass oder 5 Artikel PLUS Pass) freischalten können.
  • gesperrte Artikel, die Sie durch den Kauf eines Passes
    (Tagespass oder 5 Artikel PLUS Pass) oder Abonnements freischalten können.

Bitte beachten Sie, dass der Tagespass nur Artikel beinhaltet, die nicht älter als 7 Tage sind. Details entnehmen Sie bitte unserer Abo-Übersicht. Alle Ihre gekauften Produkte finden Sie nach Login unter MEIN MI rechts oben im Hauptmenü.