Rückruf-Aktion — wie Hager dem Fachhandwerk beim Sammelschienenverbinder ZZ15SAVE auf Augenhöhe begegnet

18.12.2018
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„Wen hat es denn dieses Mal getroffen?“ – möglicherweise ist es genau dieser Gedanke, der vielen Elektromeistern durch den Kopf schießt, wenn sie ein bestimmtes Wort hören: Produktrückruf! Dass man solche Dinge professionell angehen kann, zeigt sich in diesen Tagen an den Aktivitäten des Herstellers Hager. Dieser informiert seine Partner derzeit in einem Rundbrief über eine Rückruf-Aktion, auf die alle Beteiligten vermutlich gerne verzichtet hätten. In einem Schreiben mit Datum „Dezember 2018“ heißt es u. a. wörtlich:

Grafik: Hager

„Sehr geehrter Geschäftspartner, unsere kontinuierliche Qualitätskontrolle hat ergeben, dass es bei einem Teil der ab Februar 2018 ausgelieferten Sammelschienenverbinder ­ZZ15SAVE aufgrund eines Materialfehlers zum Bruch des Gegenlagers kommen kann. Bedingt dadurch kann eine langzeitstabile, elektrische Verbindung der Sammelschienen nicht immer gewährleistet werden. Dies kann im Extremfall zum gesamten Funktionsverlust des Verbinders führen; Schäden bzw. Funktionsausfälle an angeschlossenen Endgeräten können nicht ausgeschlossen werden. Bitte tragen Sie Sorge dafür, dass der Sammelschienenverbinder ZZ15SAVE ab sofort nicht weiter bereitgestellt bzw. eingebaut wird. Im Sinne unserer gemeinsamen Verantwortung ist es unumgänglich, dass Sie bereits installierte Produkte dringend austauschen. Alle Details zum Rückruf sowie die ­Austauschmodalitäten – auch für bereits installierte Produkte – erhalten Sie nach der Registrierung auf www.hager.de/produktrueckruf.“

Puh, das hört sich nach Arbeit an – nicht nur für Hager, sondern ganz maßgeblich auch für jene elektrotechnischen Fachbetriebe, die den betroffenen Sammelschienenverbinder ZZ15SAVE in dem genannten Zeitraum verbaut haben. Schätzungen zufolge dürften mehrere tausend Anlagen betroffen sein. Hört sich viel an, aber: Insgesamt dürfte man sich hier eher im vierstelligen als im unteren fünfstelligen Bereich bewegen. All dies ändert nichts daran, dass jeder einzelne Austausch erst einmal möglichst reibungslos zu organisieren ist. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, können betroffene Fachbetriebe sich zunächst ohne nennenswerten Aufwand unter www.hager.de/produktrueckruffür die Abwicklung registrieren. Direkt nach der Anmeldung erhält der Fachbetrieb dann umfassende Informationen zur weiteren Vorgehensweise. Abgesehen von einem kostenlosen Materialersatz für die betroffenen Komponenten bietet Hager seinen Partnern eine individuell ausdifferenzierte Aufwands­entschädigung an. Konkret geht es dabei um nachfolgend aufgeführte Ausgleichskosten – auf Basis vordefinierter Stundensätze:

 Ausgleich für Regiearbeiten (Zutritt, Abschaltung, Sicherheitsmaßnahmen)  Ausgleich für den Austausch der betroffenen Bauteile (vorbereitende Arbeiten, Montage, Beschriftung). Hinzu kommt die Erstattung von  Anfahrtskosten auf Basis einer Kilometer-Pauschale.

'mi' meint: Jede Rückruf-Aktion ist ein Ärgernis. Nicht nur für das installierende Fachhandwerk, sondern auch und insbesondere für den Verursacher. Es spricht eindeutig für Hager, dass der Hersteller sehr schnell reagiert hat und gleichzeitig alles unternimmt, um die Kuh vom Eis zu holen. Das Verfahren zur Abwicklung ist erkennbar gut organisiert. Darüber hinaus wurde ein Vergütungsmodell entwickelt, bei dem man seinem jeweiligen Partner auf Augenhöhe begegnet – so wie es sich gehört. 'markt intern' wünscht allen Beteiligten viel Erfolg, so dass man sich im bevorstehenden Jahr 2019 schon bald wieder auf andere Dinge konzentrieren kann!

RA Oliver Blumberg
Chefredakteur
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