Mennekes — wie handwerkstauglich ist der kostenlose 'Technische Leitfaden' für intelligente eMobility-Lösungen?

03.08.2021
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„Ich persönlich freue mich, dass beim Geschäftsfeld Ladeinfrastruktur endlich der Knoten geplatzt ist. Gleichzeitig stelle ich fest, dass die gesetzlichen und normativen Vorgaben immer komplexer werden, da kann man als Installateur schnell den Überblick verlieren“, zeigt sich ein aufmerksamer Leser von 'markt intern' Elektro-­Installation (miEI) hin- und hergerissen. Eine Sichtweise, die viele Kollegen unterschreiben können. Damit möglichst viele Fachbetriebe sich im Dschungel der Ladeinfrastruktur weiterhin zurechtfinden, möchte miEI der Branchenöffentlichkeit Einblicke in ein bemerkenswertes Kompendium ermöglichen. Konkret geht es um den Titel …

'Technischer Leitfaden – intelligente eMobility-Lösungen von Mennekes'. Ein in dieser Form erstmals aufgelegter und kostenlos erhältlicher Ratgeber. In der Sache geht es darum, Praktiker mit fundierten Hintergrundinformationen zu versorgen. Die herstellerübergreifende Planung und normgerechte Installation steht im Vordergund. Dies zeigt sich zunächst an dem 69-Seiten starken Kapitel 'Planung und Vorbe­reitung'. Inhaltlich geht es hier vor allem um folgende Gesichts­punkte:

Technischer Leitfaden ­E-Mobilität von Mennekes
Technischer Leitfaden ­E-Mobilität von Mennekes

 Aufbau von Ladeinfrastruktur  Grundin­stallation  Brandschutz  Aufstellungsorte  Beschilderungen  Fundamentlösungen  Elektroinstallation  Blitzstrom- und Überspannungsschutz  Netzanschluss- und Versorgungsplanung  Vernetzung  Lastmanagement  Eichrecht und  Förderung.

Infrastruktur – Im Anschluss an diese zentralen Themenbereiche widmen sich die Verfasser der 'Infrastruktur'. Wesentlicher Bestandteil ist hier der Faktor Sicherheit. In dem Unterkapitel 'Ladekabel' heißt es unter anderem wörtlich: „Angeschlagene Ladekabel müssen vor Beschädigungen geschützt werden […] Als Betreiber einer Wallbox oder Ladesäule steht man in der Betreiberverantwortung und muss die Sicherheit der Kabel gewährleisten. So sollte ein Kabel vor einem Ladevorgang von der Nutzerin oder dem Nutzer auf mechanische Beschädigungen überprüft werden. Bei Schäden an den Stecksystemen oder dem Ladekabel selbst sollte die Ladestation bis zur Behebung des Problems aus dem Betrieb genommen werden.“

Es folgen Erläuterungen zum Themenbereich 'Bedienung'. Hier geht es um konkrete Hinweise zu normativen Anforderungen an die Ergonomie und zu einigen Authentifizierungs-Mindestanforderungen, die man bei der Errichtung von (teil-)öffentlichen Ladestationen kennen sollte. Direkt im Anschluss an diese Hinweise folgen dann unter dem Stichwort 'Anmeldung' weiterführende Informationen zu Melde- und Genehmigungspflichten – sei es regional, bundes- oder landes­weit. Zentraler Bestandteil für öffentlich zugängliche und nutzbare Ladepunkte ist unter anderem die in der Ladesäulenverordnung (LSV II) vorgeschriebene Meldung an die Bundesnetz­agentur für Elektrizität, Gas Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (BNetzA). Wenig später heißt es dann wörtlich: „Daneben sind je nach Netzbetreiber unterschiedliche Melde- und/oder Anmeldepflichten je nach zu installierender Ladekapazität zu berücksichtigen […] Werden die Ladepunkte in Garagen ab 100 m2 Nutzfläche installiert, sind die regionalen Vorschriften der Landesbauordnung bzw. der Garagenverordnung zu berücksichtigen. Eine Abstimmung mit dem Bauamt sowie dem Brandschutzamt ist zu empfehlen.“

Hört sich etwas kompliziert an – die planerischen und organisatorischen Anforderungen an die Errichtung von Ladeinfrastruktur sind teilweise recht komplex. Gerade deshalb bietet das hier vorgestellte Kompendium für Errichter und Anlagenbetreiber einen signifikanten Mehrwert. Aus Sicht unzähliger elektrotechnischer Fachbetriebe auch deshalb, weil die zentrale Bedeutung regelmäßiger Prüfungen einer einmal errichteten Anlage umfassend erläutert wird. Dabei unterstreicht Mennekes mit folgenden Formulierungen ganz bewusst die Bedeutung des Elektrohandwerks:

„Bei öffentlich zugänglicher und bei gewerblich genutzter Ladeinfrastruktur muss die Sicherheit regelmäßig geprüft werden. Was wann wie geprüft werden muss, das ergibt sich aus den verschiedenen Normen sowie den Hersteller- und Errichterhinweisen. Darüber hinaus hängt dies auch vom Installationsort und der Art der Nutzung ab. Es gibt jedoch auch gesetzliche Vorgaben wie z. B. das Arbeitsschutzgesetz sowie die Betriebssicherheitsverordnung. Die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften (DGUV Vorschrift 3) spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Für Prüfungen empfiehlt Mennekes die Anwendung der 'Richtlinie zum E-Check E-Mobilität', herausgegeben vom Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH). Die 'Richtlinie zum E-Check E-Mobilität' und die darin enthaltenen Festlegungen stehen in Übereinstimmung mit den anerkannten Regeln der Technik. Siehe auch www.elektrohandwerk.de.“

Mal ehrlich: Handwerksaffiner geht es eigentlich nicht, oder? Ein Hinweis, den Geschäftsführer Volker Lazzaro auf miEI-Anfrage folgendermaßen konkretisiert:

Volker Lazzaro
© Mennekes
Volker Lazzaro

„Wir freuen uns sehr, dass die von Mennekes entwickelte Informationsschrift 'Technischer Leitfaden – intelligente eMobility-­Lösungen von Mennekes' viel Zuspruch erfährt. Der Leitfaden wurde im Mai 2021 veröffentlicht. Die darin enthaltenen Informationen sind also ganz aktuell und auf dem neuesten Stand. Wir haben unseren Leitfaden als Unterstützung für Installateure und Planer konzipiert. Damit möchten wir einen Beitrag dazu leisten, den Wissenstransfer zwischen Hersteller und Installateur aktiv zu unterstützen. Je mehr Installateure sich mit dieser Materie beschäftigen, desto erfolgreicher wird das Elektrohandwerk bei der Errichtung von Ladeinfrastruktur sein. Vordergründig mag die Materie dem Einen oder Anderen manchmal etwas komplex erscheinen, aber: Elektrotechnische Fachkräfte sind hochqualifiziert. Wer sich konkret mit Ladeinfrastruktur beschäftigt hat, wird sich das notwendige Hintergrundwissen schnell aneignen und ist fachlich für diesen stark wachsenden Wirtschaftszweig gerüstet – davon bin ich persönlich überzeugt. Fachbetriebe, die sich bereits auskennen, können den Leitfaden als Nachschlagewerk oder als Verkaufs- und Argumentationshilfe nutzen. So ist die Checkliste zur Standortbesichtigung eine wertvolle Unterstützung im Arbeits­alltag. Wer bisher noch keine Berührungspunkte mit der Errichtung von Ladeinfrastruktur hatte, ist herzlich eingeladen, sich anhand unseres Leitfadens einen ersten Überblick zu verschaffen. Zusätzlich hält Mennekes für Installateure ein umfassendes Schulungsangebot bereit. Weiterführende Informationen zu unserem Weiterbildungsangebot befinden sich in dem Mennekes-­Leitfaden oder online ­unter www.chargeupyourday.de.“

Neugierig geworden? – Der hier vorgestellte Leitfaden ist für jedermann kostenlos erhältlich. Er steht unter folgendem Link zum Download bereit: https://www.chargeupyourday.de/wissen/­wissenstransfer/­technischer-leitfaden/. ­Abgesehen davon …

… gilt für Sie:  Überlegen Sie genau, ob und in welcher Form Ihr Unternehmen im Bereich E-Mobilität auf der Höhe der Zeit ist  Die technischen und normativen Fortschritte sind gewaltig – wer vor zwei Jahren gut gerüstet war, ist heute zwar noch kompetent, aber nicht mehr zwangsläufig an der 'Spitze der Bewegung'  Nutzen Sie aktuelle und fundierte Unterstützungsleistungen aus Großhandel und Industrie  Bieten Sie Ihren Kunden von sich aus bei passender Gelegenheit den E-Check für E-Mobilität an – mit dem Angebot auf regelmäßige Prüfung einer Anlage werden Sie im Falle einer angedachten Erweiterung für fast jeden Anlagenbetreiber zum ersten Ansprechpartner  Verfolgen Sie weiterhin die miEI-Bericht­erstattung zur Ladeinfrastruktur – miEI bleibt für Sie dran'!

RA Oliver Blumberg
Chefredakteur
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