LED-Vernetzung — welchen Nutzen bringt der Steinel-Service 'PROLog' für das Fachhandwerk?

20.04.2021
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'Weil die lichttechnische Industrie für eine intelligente Vernetzung zunehmend standardisierte Systeme anbietet, erweitert sich im Lichtsegment für das elektrotechnische Fachhandwerk der Aktionsradius' – mit dieser Feststellung endete ein Beitrag aus 'markt intern' Elektro-Installation (miEI) vom 11. März 2021. Sie erinnern sich:

In miEI 11/21 skizzierte Robin Emmerich, Experte für Lichttechnik bei der Rexel-Niederlassung in Hanau, einige zentrale lichttechnische Aspekte: Jahrzehntelang drehte sich bei der Lichttechnik fast alles darum, vorhandene Leuchtmittel zu wechseln. War auch noch die Leuchte defekt, durften elektrotechnische Fachkräfte diese gegen eine 'Neue' austauschen. Heute tritt an die Stelle konventioneller Lichttechnik in der Regel die LED-Technologie. Ein um 80 % reduzierter Energieverbrauch durch den Einsatz von LED's macht sich – im wahrsten Sinne des Wortes – bezahlt. Was dabei gelegentlich aus dem Blickfeld gerät: Zusätzliche Investitions- und Anwendungsvorteile, die sich mittlerweile ohne nennenswerten Mehraufwand mit zeitgemäßer Steuerungstechnik erzielen lassen. Über ein bemerkenswertes Beispiel zur intelligenten Beleuchtung eines Parkhauses spricht in diesen Tagen der Sensor-Spezialist Steinel. Unter www.steinel.de/parken-koelnheißt es zu einem Referenzprojekt in einem Parkhaus an der Würselener Straße in Köln unter anderem wörtlich:

„1982 gebaut, bietet die Tiefgarage Platz für insgesamt 139 PKW. Die vier Parkbereiche wurden vor der Renovierung von insgesamt 75 LF-Leuchten mit jeweils 60 Watt beleuchtet. Ohne den Einsatz einer Steuerung blieb das Licht Tag und Nacht dauerhaft eingeschaltet. Anstelle der in die Jahre gekommenen Beleuchtung der Tiefgarage kommen nun LED-Sensor-Wannenleuchten 'RS PRO Connect 5100 LED' zum Einsatz. Eine Steuerung, die auf die Gegebenheiten vor Ort abgestimmt ist, sorgt dafür, dass Licht immer genau dort eingeschaltet wird, wo sich Nutzer aufhalten und Licht gebraucht wird. Individuell einstellbare Zeitintervalle sorgen dafür, dass das Licht auf einen gedimmten Licht-Level runterfährt, wenn keine Nutzung mehr detektiert wird. Das Licht schaltet sich komplett aus, wenn sich längere Zeit niemand mehr in dem entsprechenden Bereich aufhält. Durch diese Lichtlösung können die Gesamtbetriebskosten um 94,4 % gesenkt werden. Die vom TÜV zertifizierte, webbasierte PROLog-Software ermittelt konkrete Einsparpotenziale bei Energie-, Leuchtmittel- und Servicekosten sowie CO2-Emissionen anhand des Nutzerverhaltens und der Lichtverhältnisse vor Ort.“

Auszug aus Steinel-Lösungsbroschüre
Auszug aus Steinel-Lösungsbroschüre

Noch vor einigen Jahren wäre vorab wohl für ein solches Projekt ein professioneller Lichtplaner unverzichtbar gewesen. Dieser hätte den Investoren dann unter Einsatz einer komplexen Lichtplanungssoftware zahlreiche Lösungsvarianten aufgezeigt. Gegen eine solche Vorgehensweise ist im Grunde nichts einzuwenden, aber: Zumindest bei einem Parkhaus-Projekt verspüren wohl nur wenige Investoren eine Motivation, sämtliche Vor- und Nachteile unterschiedlicher Fabrikate mit all ihren Details zu Preis, Design und Funktionstiefe gegeneinander abzuwägen. Und genau dies ist heute – im Jahr 2021 – bei vielen Projekten nicht mehr wirklich erforderlich. Unter anderem deshalb, weil beispielsweise die LED-Sensor-Wannenleuchten 'RS PRO Connect 5100 LED' für eine Bluetooth-basierte Vernetzung durch qualifizierte Elektrofachkräfte ausgelegt sind. Auf miEI-Anfrage erläutert dazu für Steinel Detlev Hebel, Regionalverkaufsleiter Nord-Ost, das Funktionsprinzip:

„Die 'RS PRO Connect 5100 LED' eignen sich nicht nur für den Neubau, sondern auch für die Nachrüstung. Vorhandene Bohrlöcher und Kabel lassen sich problemlos wiederverwenden. Die Inbetriebnahme und Einstellung aller Leuchten erfolgt über die Steinel-Connect-App. Per App lassen sich via Bluetooth-Mesh mehrere Leuchten vernetzen, gruppieren und energieeffizient steuern. Dank der Nachbarfunktion können Leuchten in benachbarten Bereichen aktiviert werden. Hierdurch ist das Licht immer genau dort eingeschaltet, wo sich der Nutzer gerade aufhält und in Kürze sein wird. Abgesehen von der LED-Technologie an sich lassen sich dadurch zusätzliche Effizienzsteigerungen erzielen. Bei dem von Ihnen genannten Parkhaus-Projekt in Köln an der ­Würselener Straße konnte der Jahresenergieverbrauch um 31 MWh reduziert werden. Dadurch reduzieren die Betreiber die mittelbaren CO2-­Emissionen um 15,9 t. Die Gesamtbetriebskosten reduzieren sich um 94,4 %. Dadurch amortisiert sich die Investition auf einen Zeitraum von noch nicht einmal zwei Jahren.“

Zahlen, die sich sehen lassen können. Damit wäre noch nicht die Frage beantwortet wie es klappen kann, einen potenziellen Investor bereits im Vorfeld von der Rentabilität einer Sanierung zu überzeugen. Bei pauschalen Aussagen zu angeblichen Einsparpotenzialen ist stets Vorsicht geboten. So etwas kann einem später auf die Füße fallen – vor allem dann, wenn sich die Prognosen am Ende nicht bewahrheiten sollten. Um dies von vornherein zu verhindern, bietet Steinel seinen Installationspartnern einen Service an, der es in sich hat. Gemeint ist der gezielte Einsatz des Steinel-Messgeräts 'PROLog'. Das Funktionsprinzip beschreibt Detlev Hebel gegenüber miEI folgendermaßen:

Detlev Hebel
Foto: Steinel
Detlev Hebel

„Grundsätzlich ist es ja so: Das Nutzerverhalten bestimmt das Einsparpotenzial. Deshalb stellen wir unseren Partnern für größere Projekte das Messgerät 'PROLog' zur Verfügung. Das Gerät protokolliert zunächst über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen das Nutzerverhalten und die Raumhelligkeit. Auf Basis dieser Daten können wir das Ausmaß jener Licht- und Energieverschwendung berechnen, die wir im Vorfeld einer angestrebten Nachrüstung vorfinden. Das Ergebnis dieser Untersuchung wird dann zu einer realen und sachlichen Grundlage für eine optimale Beleuchtungssteuerung. PROLog liefert die Antwort auf die Frage: Wieviel Energie kann durch intelligente Sensortechnik in unserem Projekt eingespart werden? Investoren können auf diese Weise vergleichsweise einfach und präzise Informationen über das Energiesparpotenzial ihres Gebäudes erhalten. Wenn eine solche Analyse für ein konkretes Projekt sinnvoll ist, übernehmen wir diese für unsere Installationspartner gerne.“

Verständlich, im Erfolgsfall profitieren schließlich alle Beteiligten. Diese Sichtweise würde vermutlich jeder Installationspartner unterstreichen, der schon mal ein solches Parkhaus-Projekt erfolgreich umgesetzt hat. Rückblickend zeigt sich der für das Kölner Projekt verantwortliche Elektromeister Carsten Busche, Busche Elektroanlagen/Köln, sehr zufrieden. Auf der eingangs bereits erwähnten Landing-Page zieht Ihr Kollege folgendes Fazit:

„Neben der einfachen Montage haben uns die technischen Möglichkeiten zur Einstellung und Anpassung der RS PRO Connect 5100 LED überzeugt. Hiermit können wir die Licht­steuerung optimal auf die jeweilige Situation vor Ort anpassen und das Energieersparnispotenzial bestmöglich ausschöpfen.“ Nicht zuletzt deshalb …

… gilt in der Lichttechnik für Sie:  Die Vernetzung und intelligente Steuerung ist aus Endkundensicht eine beratungsintensive Materie  Weil die Industrie im Bereich der intelligenten Vernetzung mittlerweile viele standardisierte Systeme anbietet, erweitert sich der Aktionsradius für das elektrotechnische Fachhandwerk immer mehr  Beratungsstarke Partner aus Industrie und Großhandel erkennt man unter anderem daran, dass sie dem installierenden Fachhandwerk bei der Anbahnung und Umsetzung eines Projekts verlässlich zur Seite stehen  Verfolgen Sie weiterhin die marktbegleitende Berichterstattung über jene Projekte, die für zahlreiche weitere elektrotechnische Fachbetriebe zur Nachahmung empfohlen sind – miEI bleibt für Sie dran'!

RA Oliver Blumberg
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