Warum Nachhaltigkeit bei bestimmten Zielgruppen Türöffner für den Abschluss eines 'Elektro-Schutzbriefes' sein kann

08.10.2019
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Nachhaltiges Wirtschaften ist in – und spätestens mit dem derzeit tosenden Greta-Hype nutzen zahlreiche Unternehmer das ­Thema, um sich in Szene zu setzen. Dies kann natürlich nur funktionieren, wenn man in der Sache auch etwas wirklich 'Nachhaltiges' zu bieten hat. In diesem Zusammenhang lohnt es sich in diesen Tagen, den Blick auf eine aktuell veröffentlichte Studie des Magazins Focus Money zu lenken. Dort ist zu erfahren:

Das Marktforschungsinstitut Deutschlandtest hat in Kooperation mit dem Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut dem Nachhaltigkeitsaspekt besondere Aufmerksamkeit geschenkt. In der Rubrik 'Versicherungen' landete die Wertgarantie-Group mit 84 von 100 möglichen Punkten unter den Top 5 des Gesamt­rankings. Damit hätte vielleicht nicht jeder gerechnet, aber: Wenn man sich vor Augen führt, dass das Prinzip 'Reparieren statt Wegwerfen' bei der Wertgarantie tatsächlich Kernbestandteil der Geschäftsstrategie ist, dann wird ein Schuh draus, der auch dem elektrotechnischen Fachhandwerk passen dürfte:

Unter dem Dach der Wertgarantie-Group geht es zunehmend auch darum, Schutzlücken im Bereich der fest installierten Gebäudetechnik abzudecken. So berichtete 'markt intern' Elektro-Installation zuletzt beispielsweise in EI 31/19 von jenen Aktivitäten der Wertgarantie, mit denen man das installierende Fachhandwerk detailliert über den konkreten Umfang des 'Elektro-Schutzbriefes' informiert.

Der Schutzbrief Elektro versichert grundsätzlich alle Schäden an der Elektroinstallation innerhalb und außerhalb des Hauses. Im Vorfeld profitiert der Endkunde von einer ­professionell durchgeführten Schadensanalyse. Zuständig für die Durchführung ist in der Regel jener elektrotechnische Fachbetrieb, der später den Auftrag für die Instandsetzungsarbeiten erhalten soll. Die Anzahl der Service-Einsätze an sich ist nicht limitiert. Abgedeckt sind Schäden in einem Gesamtwert von bis zu 2.000 € pro Jahr. Eine finanzielle Eigenbeteiligung des Endkunden ist bei der Schadensregulierung nicht vorgesehen. Die vollständige Übernahme der Kosten erstreckt sich auf die Erstattung von  Arbeitslohn  Ersatzteil- und Materialkosten und natürlich  Wegekosten.

Im Rahmen unseres Beitrags aus EI 31/19 publizierte 'markt ­intern' Elektro-Installation unter anderem ein konkretes Fall­beispiel aus der Wertgarantie-­Schadenabteilung. Aus zahlreichen Gesprächen mit elektrotechnischen Fachbetrieben wissen wir: Bei Endverbrauchern, denen man möglichst viele authentische Beispiele zur Schadensregulierung vor Augen führt, ist der Vertragsschluss oftmals nur noch eine reine Formsache. Zumal der überschaubare Monatsbeitrag von 5 € für den Abschluss einer Police bei kaum einem Endverbraucher größere Sorgenfalten verursachen dürfte. Vor diesem Hintergrund haben wir zuletzt noch einmal die Initiative ergriffen und weitere Fallbeispiele aus der Wertgarantie-Schadenabteilung für den 'Schutzbrief Elektro' angefordert. Zur Vereinfachung sind die Kalkulationsbeispiele in den aufgeführten Info-Kästen für Sie abgedruckt. Und warum kann es gelegentlich sinnvoll sein, seinen Kunden eine solche Police anzubieten?

Der Grundgedanke basiert darauf, dem elektrotechnischen Fachbetrieb ein effektives Kundenbindungsinstrument an die Hand zu geben. Denn: Der elektrotechnische Fachbetrieb kann im Schadensfall – ohne Zusatzkosten – helfen. Der Kunde zahlt nichts, aber der ausführende Elektriker bekommt trotzdem sein Geld. Fallen die Reparaturkosten aus Sicht des Kunden höher aus als dieser es erwartet hätte, lassen sich lästige Preisdiskussionen vermeiden. Und bei kleineren Beträgen kommt niemand auf die Idee, dass man die wenigen Handgriffe eigentlich auch nebenbei – ohne Papier­kram – erledigen könnte. Ist kein Schutzbrief vorhanden, dann wird jeder Inhaber eines Fachbetriebs vermutlich seine eigenen Erfahrungen damit gemacht haben, wie es sich anfühlt, wenn ein Kunde direkt oder indirekt im Hinterkopf hat  dass man sich ja schließlich schon lange kennt  dass die Kinder miteinander befreundet sind und  dass im Grunde ja ohnehin eine Hand die andere wäscht…!

Wer sich an dieser häufig praktizierten Vorgehensweise allenfalls in Ausnahmefällen beteiligen möchte, für den könnte es sich lohnen, sich den einen oder anderen Anwendungsfall zur Schadensregulierung sehr genau anzusehen. Neben der Abhilfe bei grundsätzlich fehlerhaften Installationen geht es bei der Regulierung typischer Schäden oftmals darum, komplette oder partielle Stromausfälle innerhalb eines Gebäudes zu beseitigen. Mal handelt es sich um Verschleißschäden, ein anderes Mal um Schäden durch unsachgemäße Handhabung. Auf Nachfrage erfahren wir von Wertgarantie außerdem: In der Praxis steht auch die Reparatur von Defekten an Herdanschlussdosen, Lampenfassungen, Steckdosen, elektrischen Schaltern und Dimmern im Fokus. Hinzu kommen Funktionsstörungen am Sicherungskasten, an der Verkabelung zu Außenbeleuchtung, Garage, Rollläden, Bewegungsmeldern und Gegensprechanlagen. Weil die Anzahl elektrischer Geräte im Vergleich zu früher in fast allen Haushalten immer weiter ansteigt, sind elektrische Anlagen zunehmend auch dem Risiko von Überspannungsschäden ausgesetzt. Auch diese reguliert Wertgarantie, solange die Schäden die jährliche Deckungsgrenze von 2.000 € nicht übersteigen. Was sich noch nicht überall herumgesprochen hat:

Einfache Gebäudeversicherungen verfügen oftmals über erhebliche Deckungslücken. Solange ein entsprechendes Schadensereignis ausbleibt, wird dies kaum ein Endkunde auf dem Schirm haben. Für elektrotechnische Fachbetriebe resultiert genau daraus eine realistische Chance, mit dem Elektro-Schutzbrief bei bestimmten Zielgruppen erfolgreich arbeiten zu können. Zum einen bei jenen Kunden, die schon den Versuch unternommen haben, kleinere Reparaturen „mal eben ohne Rechnung“ durchführen zu lassen. Zum anderen aber auch bei ökologisch angehauchten Kandi­daten. Der Begriff 'Nachhaltigkeit' ist bei solchen Menschen in der Regel positiv besetzt. Als Aufhänger für eine Unterschrift zum Abschluss eines Schutzbriefes könnte folgender Hinweis schon ausreichen: 'Reparieren statt Wegwerfen' ist fester Bestandteil in der Unternehmensphilosophie des Schutzbriefanbieters …!

Wie denken Sie über das Geschäftsmodell 'Elektro-Schutzbrief'? Ihre Sichtweise nimmt 'markt intern' Elektro-Installation unter [email protected] gerne entgegen. Auf Wunsch behandeln wir Ihre Hinweise streng vertraulich – versprochen!

RA Oliver Blumberg
Chefredakteur
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