PIR-Sensorik — warum sich Hintergrundwissen über den 'IR QUATTRO HD' für Planer und Installateure auszahlen kann

16.07.2019
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'Fehlschaltungen und tote Winkel lassen sich beim Einsatz von Sensorik niemals vollständig vermeiden' – es dürfte wohl kaum eine Elektrofachkraft geben, die diesen Satz nicht sofort unterschreiben würde. Gleichzeitig steigen die Erwartungen bestimmter Kundengruppen permanent an. Ausführende elektrotechnische Fachbetriebe sind deshalb gut beraten, sich der Perfektion so weit wie möglich anzunähern. Nicht nur bei der klassischen Schalt- und Lichttechnik, sondern auch bei der Sensorik. Wer sich nämlich aktuelle technologische Trends vor Augen führt, wird schnell erkennen: Eine verlässliche Gebäudesensorik ist im Grunde die Herzkammer intelligenter Gebäudetechnik.

Nicht zuletzt deshalb hat wohl beispielsweise der Hersteller Steinel seit 2013 seine Schulungsaktivitäten Schritt für Schritt weiterentwickelt. Mit seinen sehr differenzierten Weiterbildungsveranstaltungen hat sich der Sensor-Spezialist vorgenommen, gezielt auf Veränderungen und Herausforderungen unserer Branche einzugehen. Fundierte Trainings sollen einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Geschäft von Elektro-­Installateuren und Planern mittel- und langfristig zu sichern. Der Weg dorthin führt zwangsläufig über  exzellente Beratung  umfassende Lösungskompetenz und einen  funktionierenden Service. Grund genug für 'markt intern' Elektro-­Installation, sich einen persönlichen Eindruck von dem einen oder anderen Schulungsinhalt zu verschaffen. Dazu werfen wir heute einen Blick auf die Schulungsveranstaltung 'Control PRO System':

Inhaltlich geht es zunächst um zahlreiche technische Details zu den derzeit verfügbaren Sensortechnologien im Segment 'Präsenzmelder'. So dürfte Steinel einer der wenigen Anbieter sein, der für nahezu sämtliche Anwendungsbereiche vier unterschiedliche Technologien bereithält. Konkret geht es dabei um Präsenzmelder auf Basis der nachfolgend aufgeführten Technologien:  Passiv-Infrarot (PIR)  Hochfrequenz (HF)  Ultraschall (US) und  DualTech (DT). Hinzu kommen außerdem  CO2-Sensoren in einem entsprechend abgestimmten Design.

Präsenzmelder IR QUATTRO HD
Foto: Steinel
Präsenzmelder IR QUATTRO HD

Traditionell verfügen die meisten Planer und Installateure am ehesten über einschlägige Erfahrungen im Umgang mit der PIR-Technologie. Ein bemerkenswerter Klassiker aus dem Steinel-­Sortiment ist seit vielen Jahren der Melder 'IR QUATTRO HD'. In dem entsprechenden Schulungsabschnitt erfahren die Teilnehmer zunächst: Gute Präsenzmelder sind heutzutage oftmals mit drei sog. Pyro-Sensoren ausgestattet. Gemeinsam bringen sie es dann häufig auf ca. 1.300 Schalt­zonen. Damit lassen sich in vielen Bereichen gute Ergebnisse erzielen. Die eingangs bereits erwähnten Fehlschaltungen wird man nicht immer vollständig vermeiden können. Und wenn doch, dann werden diese in der Praxis häufig durch übermäßig lange Nachlaufzeiten kaschiert. Dadurch lassen sich etwaige Komforteinbußen gelegentlich etwas abmildern. Gleichzeitig erhöht sich in solchen Fällen dann aber auch wieder der Energieverbrauch. Es fällt auf: Viele Hersteller verzichten in ihren Produktangaben von vornherein darauf, konkrete Angaben über die Anzahl der verfüg­baren Schaltzonen zu machen. Möglicherweise deshalb, um dem Anwender bei der Auswahl keine Indizien zu dem jeweiligen Fehlschaltungsrisiko zu liefern.

Handelt es sich zudem um Melder mit runden Erfassungs­linsen, steigt zusätzlich die Wahrscheinlichkeit, dass der eine oder andere tote Winkel unumgänglich ist. Die meisten Gebäude verfügen nun einmal über einen quadratischen oder rechteckigen Zuschnitt. Insofern dürfte auch ­einem tech­nischen Laien einleuchten, dass eine quadratische oder rechteckige Sensorlinse vorteilhaft sein kann.

IR-QUATTRO-HD-Funktionsprinzip mit 4.800 Schaltzonen
Grafik: Steinel
IR-QUATTRO-HD-Funktionsprinzip mit 4.800 Schaltzonen

Über diese und zahlreiche weitere technische Details hat vielleicht noch nicht jede Elektrofachkraft nachgedacht. Aber genau dieses Hintergrundwissen ist erforderlich, um die Anwendungsvorteile eines hochwertigen Sensors zu erkennen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, hat Steinel den bereits erwähnten Melder 'IR QUATTRO HD' ganz bewusst mit einigen Alleinstellungsmerkmalen ausgestattet: Der Melder mit quadratischem Erfassungsbereich verfügt über rekordverdächtige 4.800 (!) Schaltzonen. Bei einer Montagehöhe zwischen 2,50 m und 12 m verspricht der Hersteller einen Erfassungsbereich von bis zu 64 m2. Je nach Anwendungsfall lässt sich dieser auf eine Fläche von bis zu 2,80 m2 reduzieren. In einer Info-Broschüre heißt es unter anderem: „4.800 Schalt­zonen und eine quadratische Erfassung mit einem echten Präsenzbereich von 64 m2 lassen keinerlei Raum für Fehlschaltungen und tote Winkel. Einzigartig: Der Präsenzbereich ist ohne die geringsten Qualitätsverluste mechanisch skalierbar. Die Einsätze des IR QUATTRO HD in mittleren bis großen Büros, Besprechungsräumen, Klassenräumen, Hörsälen sowie Sport- und Lagerhallen können so präzise geplant werden.“

Im Gespräch mit 'markt intern' macht Steinel-Geschäftsführer Martin Frechen kein Geheimnis da­raus, dass der Hersteller sich ganz bewusst entschieden hat, mit dem 'IR QUATTRO HD' im PIR-Segment technologische Maßstäbe zu setzen: „Als Sensor-Spezialist wissen wir bei Steinel sehr genau, dass es immer darum gehen muss, dem Kunden für möglichst viele Anwendungsfälle maßgeschneiderte Lösungen zu präsentieren. Deshalb setzen wir ganz bewusst darauf, für unterschiedliche Anwendungsszenarien verschiedene technologische Prinzipien zu entwickeln. Ist eine Technologie – nach oftmals jahrelanger Entwicklung – ausgereift, kommt sie bei unseren Komponenten zum Einsatz. Schließlich käme im ­Motorsport auch niemand auf die Idee, bei einem Formel-1-­Rennen mit dem gleichen Fahrzeug anzutreten, das auch bei der Rallye Paris-Dakar zum Einsatz kommt. Auf dieses Prinzip setzt Steinel auch bei der Entwicklung sensorischer Lösungen. Es gibt Anwendungsfälle, bei denen man entweder mit der Hochfrequenz,- der Ultraschall- oder der Dualtech-Techno­logie die besten Ergebnisse erzielt. In anderen Bereichen hat die vermeintliche Standard-Technologie Infrarot ihre Vorzüge. In solchen Fällen setzen auch wir natürlich auf Infrarot. Gleichzeitig ist es dort aber auch unser Anspruch, Maßstäbe zu setzen und uns mit sinnvollen Allein­stellungsmerkmalen positiv von anderen IR-Anbietern zu unterscheiden. Davon profitiert am Ende nicht nur Steinel als Hersteller. Auch Planer und Installateure können sicher sein, ihr eigenes Geschäft durch den Einsatz unserer Komponenten spürbar voranzubringen.“

Chancen, die es zu nutzen gilt. Der 'IR QUATTRO HD' von Steinel ist ein hervorragendes Beispiel dafür, mit welchen Komponenten sich ein elektrotechnischer Fachbetrieb bei seinen Kunden nachhaltig profilieren kann. Zumindest dann, wenn Planer und Installateure die jeweiligen Anwendungsvorteile als solche erkennen. Dazu ist es hilfreich, im Vorfeld ein wenig Zeit zu investieren. Wer aber einmal etwas tiefer in die ­Materie eingestiegen ist, wird schnell erkennen: Etwas mehr Hintergrundwissen zur Sensorik zahlt sich aus. Nicht nur für den Endanwender, sondern auch für Planer und Installateure.

RA Oliver Blumberg
Chefredakteur
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