Langfeldleuchten — Steinel kombiniert Vernetzung via Bluetooth mit vorauslaufendem Licht und effizienter Montage

09.04.2019
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Das elektrotechnische Fachhandwerk kann seinen Kunden für jedes Einzelbauwerk umfassende Vernetzungslösungen anbieten. Die Investitionskosten amortisieren sich oftmals innerhalb weniger Jahre – nicht nur im Wärmesegment (vgl. EI 13/19), sondern auch bei der Lichttechnik. Dass LED in energetischer Hinsicht eine hochgradig effiziente Technologie ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Weniger bekannt sind oftmals noch jene Möglichkeiten, mit denen es einigen Herstellern gelingt, ihre Lösungspakete um weitere entscheidende Nachhaltigkeitsimpulse zu bereichern.

Unter anderem Besucher der Regionalmesse eltefa, die sich vom 20. bis 22. März in Stuttgart bei Steinel über aktuelle Bewegungs-Sensorik informierten, werden sich die Augen gerieben haben. Die dort gezeigten Prinzipien zusätzlich integrierter Sensorik und die Möglichkeit zur komplett 'leiterlosen' Einstellung und kabellosen Vernetzung können sich sehen lassen. Beginnen wir zunächst mit einigen technolo­gischen Details:

Hochfrequenz-Sensorik (HF) – Der überwiegende Teil von Bewegungsmeldern agiert auf Basis der Passiv-Infrarottechnologie (PIR). Infrarotsensoren sind jedoch nicht immer die Ideallösung. Zusätzlich zur PIR-Technologie steht dem planenden Installateur unter anderem die hochfrequenz-basierte Bewegungs- und Präsenzsensorik zur Verfügung. HF-Sensorik orientiert sich, nicht wie die PIR-Technologie, an beweglichen Wärmequellen. HF-Melder senden elek­tromagnetische Wellen aus und analysieren das reflektierte Echo. Produkte auf HF-Basis bieten die Gewähr einer hochgradig präzisen Präsenz-Funktionalität. So ist die Objekterkennung bereits möglich, kurz bevor das Objekt in den Erfassungsbereich des Sensors gelangt. Wird eine vorzeitige Objekterkennung mit praxistauglichen intelligenten Eigenschaften verknüpft, dann erhalten elektrotechnische Fach­betriebe zunehmend die Chance, sich gegenüber ihren Kunden – bei überschaubarem planerischen Aufwand – mit sinnvollen Funktionalitäten zu profilieren.

Nachbarfunktion für vorauslaufendes Licht – Vor knapp einem Jahr erläuterte Stefan Muth, Produktmanager Sensortechnik Steinel, gegenüber 'markt intern' bereits das Prinzip der 'Nachbarfunktion für vorauslaufendes Licht'. Damals war von dem Experten zu erfahren: „Die von Steinel entwickelte 'Nachbarfunktion' […] sorgt grundsätzlich dafür, dass eine Lichtquelle nur in dem Moment genutzt wird, in dem das Licht auch benötigt wird. Das Licht läuft dabei aber nicht einfach nur neben dem Objekt her, sondern es eilt dem beweglichen Objekt voraus.“

Bei der Flur- und Treppenhausbeleuchtung lässt sich diese Funktion mit den Steinel 'RS PRO LED S2'-Leuchten umsetzen (vgl. EI 27/18). Im Segment der Langfeld-Leuchten ist seit August 2018 die Leuchte RS PRO Connect 5100 LED verfügbar. In Kombination mit intelligenter Sensorik, komfortablen Vernetzungsmöglichkeiten und einer auf Renovation ausgerichteten Mechanik ist es Steinel bei dieser Leuchte gelungen, die Bandbreite der Effizienzmerkmale signifikant zu erweitern. Neben der bereits erwähnten 'Nachbarfunktion' dürften für das installierende Fachhandwerk vor allem die nachfolgend aufgeführten Merkmale besonders relevant sein:

Auszug aus Info-Material zu 'RS PRO Connect 5100 LED'
Auszug aus Info-Material zu 'RS PRO Connect 5100 LED'

Vernetzung per Bluetooth – Bei der Beleuchtung großer Flächen ist es fast immer sinnvoll, einzelne Leuchten zu Gruppen zusammenzufassen. Dadurch lassen sich für bestimmte Areale spezifische Lichtszenen definieren. Je nach Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, Leuchten so miteinander zu verbinden, dass sie wie eine Gesamtleuchte agieren. Erfolgt die Vernetzung auf klassischem Wege über eine gesonderte Verkabelung, dann kostet dies nicht nur Zeit und Geld, sondern mitunter auch Nerven – gelegentlich im Neubau, aber bei der Renovation im Bestand fast immer! In dieser Hinsicht ist es ein bemerkenswerter Fortschritt, dass man die komplette Vernetzung der RS PRO Connect 5100 LED via App mit jedem handelsüblichen mobilen Endgerät durchführen kann. Ohne Kabel, ohne Leiter und ohne Werkzeug! Dazu konfiguriert der planende In­stallateur – zum Beispiel mit seinem Smartphone – für jede Gruppe zunächst einen Gruppenmaster mit den gewünschten Funktionen. Dann bekommen die restlichen Gruppenmitglieder via Bluetooth ihre Gruppenadressen zugewiesen. Auf Basis dieser Adressierung besteht dann die Möglichkeit, für jedes einzelne Gruppenmitglied die sensorische Reichweite individuell festzulegen. Um die Investitionskosten so gering wie möglich zu halten, kann der Anwender nicht nur auf Master-Slave-Komponenten, sondern auch auf reine Slave-Versionen – ohne Sensor – zurückgreifen.

Nutzung bestehender Verkabelung & vorhandener Bohrlöcher – Energieeffizienz ist nicht nur im Neubau, sondern auch bei der Nachrüstung ein zentrales Thema. Deshalb ist die RS PRO Connect 5100 LED so konzipiert, dass ein Installateur bei der Montage der Leuchten grundsätzlich auf jene Verkabelung zurückgreifen kann, die er auf der Baustelle vorfindet – sofern der technische Zustand der Anlage das erlaubt. Darüber hinaus verfügen die Leuchten über verschiebbare Montagehalterungen, so dass der Installateur bei der Installation gegebenenfalls auf vorhandene Bohrlöcher zurückgreifen kann.

Montagedetails, die vordergründig betrachtet weniger rele­vant erscheinen. Doch Kosteneffizienz ist in der Regel vor allem eines: Die Summe aus vielen kleinen Facetten. Und jeder einzelne Aspekt kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass elektrotechnische Fachbetriebe ihren Kunden am Ende nachhaltige Gesamtkonzepte anbieten können. Insofern lohnt es sich auf jeden Fall, sich die technischen Merkmale und Funktionalitäten der neu konzipierten Langfeldleuchte etwas näher anzusehen. Ein verständliches Animations-­Video finden Sie bei YouTube unter dem Stichwort 'RS PRO Connect 5100 LED'. Abgesehen davon gilt für Sie:

 Nutzen Sie in nächster Zeit die eine oder andere Möglichkeit, sich mit den Chancen der HF-Technologie vertraut zu machen  Fragen Sie bei den jeweiligen Anbietern gezielt nach verfügbaren Argumentationshilfen – damit sind Sie auf etwaige Rückfragen Ihrer Kunden vorbereitet  Bedenken Sie, dass technisch anspruchsvolle Lösungen – bei aller Begeisterung für herausragende Technik – nicht für jede Zielgruppe gleichermaßen geeignet sind  Nutzen Sie gleichzeitig die Gelegenheit, potenzielle Auftraggeber rechtzeitig auf energetische Einsparpotenziale hinzuweisen, die sich aus dem Einsatz zeitgemäßer Komponenten zur Lichtsteuerung in Verbindung mit langlebiger LED-Technologie ergeben – oftmals rechnet sich so etwas schon nach wenigen Jahren  Die Verlässlichkeit eines Vertriebspartners aus Industrie und Großhandel kann man auch daran erkennen, ob Ihr dortiger Ansprechpartner bereit ist, Sie im Vorfeld mit einem plausiblen Kalkulationsbeispiel auszustatten – inklusive einer konkret bezifferbaren Prognose zum sogenannten 'Return of Invest' (ROI)! – 'mi' = mehr als information

RA Oliver Blumberg
Chefredakteur
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