Wie lukrativ kann ein Auftrag werden? — Gira-Home-Assistent bewirbt sich als Mitarbeiter mit 'Schnell-Check'-Verfahren

19.02.2019
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Jeder Inhaber eines elektrotechnischen Fachbetriebs kennt die größte Herausforderung unserer Zeit: Für die Nachfrage nach qualifizierten elektrotechnischen Dienstleistungen braucht man gute Mitarbeiter. Diese sind in der Regel auch vorhanden, aber: Es dürfte kaum einen Elektromeister geben, der sich über weiterführende Hilfestellungen nicht freuen würde. Insofern lohnt es sich darauf zu achten, mit welchen Eigenschaften sich in diesen Tagen ein besonders engagierter Assistent beim Elektrohandwerk ins Gespräch bringen möchte:

„Kontaktstark, zuverlässig, ausdauernd, lösungsorientiert und partnerschaftlich“ – mit diesen Persönlichkeitsmerkmalen bewirbt sich in diesen Tagen ein Online-Konfigurator bei weiten Teilen des elektrotechnischen Fachhandwerks. Der neu entwickelte Gira-Home-Assistent ist ein Online-Konfigurator, der es in sich hat. So können Endkunden bei ihrem jeweiligen Bauprojekt für das elektrotechnische Gewerk eigenständig eine grobe Vorplanung vornehmen, um diese direkt im Anschluss zur weiteren Bearbeitung an einen elektrotechnischen Fachbetrieb weiterzuleiten. Neubau oder Renovierung, Haus oder Wohnung, einzelne Räume oder ein ganzes Objekt – Schritt für Schritt geleitet der Gira-Home-Assistent den Kunden zu der für ihn passenden Lösung. Dabei legt er Räume an und definiert anhand der Steuerungsgeräte, ob eine konventionelle Elektroinstallation oder ein Smart Home gewünscht wird. Auf Basis dieser Erkenntnisse schlägt der Konfigurator dann verschiedene Ausstattungspakete vor. Der Endkunde hat dann die Möglichkeit, eine bestimmte Variante zu favorisieren und diese Informationen an einen Elektrofachbetrieb seiner Wahl weiterzuleiten. Wer keinen bestimmten Fachbetrieb favorisiert, kann bei der Auswahl eines Fachbetriebs auf eine automatisch erstellte Vorschlagsliste potenzieller Fachbetriebe zurückgreifen. Eine Stückliste der voraussichtlich benötigten Geräte erhält der Endkunde zunächst nicht. Diese kann nur jener Fachbetrieb einsehen, der selbst entscheidet, ob er den Kontakt übernehmen möchte. Auf 'mi'-Nachfrage erläutert Torben Bayer, Leiter Markenentwicklung und Marketing bei Gira, die Zielrichtung des neu entwickelten Konfigurators:

Torben Bayer
Foto: Gira
Torben Bayer

„Wir befinden uns gegenwärtig in einer Situation, in der bei fast allen Elektro-Fachbetrieben die Auftragsbücher gut gefüllt sind. Viele Betriebe könnten leicht weitere Mitarbeiter beschäftigen. Aber: Qualifizierte Mitarbeiter zu finden, wird immer schwerer. Es gilt also, die richtigen Aufträge anzunehmen, um aus bestehenden Kapazitäten das Beste zu machen. Welches die richtigen Aufträge sind – das erfordert eine ausführliche Kundenberatung. Häufig wird erst nach mehreren Terminen klar, was genau die Kunden wollen und ob der mögliche Auftrag auch lukrativ ist. Bis dahin investiert der Fachbetrieb viel Zeit, die an anderer Stelle fehlt. Genau dort setzen wir mit unserem digitalen Kundenberater an. Dieser arbeitet fast so, wie man es von einem qualifizierten zusätzlichen Kollegen im Betrieb erwarten würde. Von diesem 'Mitarbeiter' erhält der Fachbetrieb nach der automatisierten Erstberatung schon einmal umfassende Projektdaten, für die er sonst zumindest schon einen Termin hätte investieren müssen.“

Es geht also nicht nur darum, dem Endverbraucher eine wertvolle Planungshilfe mit an die Hand zu geben. Bei dem Gira-­Home-Assistenten steht auch das berechtigte Interesse eines Fachbetriebs im Vordergrund, so schnell wie möglich Anhaltspunkte über die Lukrativität eines Auftrages zu erhalten. Die Erfahrung zeigt schließlich: Nicht jeder neue Auftrag ist am Ende ein guter Auftrag. Mitarbeiter die dieses Prinzip verinnerlicht haben, kann jeder Unternehmer gut gebrauchen. Insofern spricht es für den digitalen Assistenten, dass dieser sich – ähnlich wie ein echter Bewerber aus Fleisch und Blut – gezielt beim Fachhandwerk bewirbt. In seinem 'Bewerbungsschreiben' vom Februar 2019 heißt es wörtlich:

Bewerbungsmappe des Gira-Home-Assistenten
Bewerbungsmappe des Gira-Home-Assistenten

„Bewerbung als digitaler Kundenberater – Sehr geehrter Herr Elektromeister XY, durch Gespräche mit Kollegen von Ihnen habe ich erfahren, dass viele Elektrofachbetriebe neue Mitarbeiter suchen. Für mich bietet das Elektrohandwerk sehr attraktive Perspektiven. Gern möchte ich Ihren Betrieb dabei unterstützen, die Chancen des wachsenden Markts zu nutzen und lukrative Aufträge zu identifizieren. Deshalb bewerbe ich mich heute bei Ihnen als Ihr neuer Kundenberater. Ich kenne mich in der Gebäudesystemtechnik sehr gut aus. Von der klassischen Elektroin­stallation bis hin zu Smart Home Lösungen kann ich Endkunden fachgerecht beraten. Dabei greife ich auf langjährige Erfahrungen zurück, denn ich komme aus einem Unternehmen, das 1905 gegründet wurde und heute zu den führenden Herstellern in der Gebäudesystemtechnik gehört. Ich sehe in der Digitalisierung und dem zunehmenden Informationsverhalten vieler Endkunden über das Internet eine Chance. Durch mein offenes und kommunikatives Wesen gehe ich digital auf Endkunden zu, spreche ihre Sprache und bringe sie gern auch auf neue Ideen, wie sie ihr Zuhause noch sicherer, komfortabler und energieeffizienter machen können. Natürlich können nur Sie als echter Profi Projekte ganz konkret planen, bewerten und umsetzen. Aber ich kann im Vorfeld die Erstberatung übernehmen und die Endkundenkontakte so vorqualifizieren, dass Sie dadurch wertvolle Zeit sparen. Gern stelle ich meine Fähigkeiten ab dem 12.02.2019 unter Beweis. Für Fragen stehe ich Ihnen telefonisch unter 02195 602-6930 oder per E-Mail unter [email protected]. Mit freundlichen Grüßen, Ihr Gira-Home-Assistent“

Wohl dem Fachbetrieb, der in diesen Tagen tatsächlich mit einer derart originellen Bewerbung konfrontiert wird. Und das sind offenbar einige. 'mi'-Recherchen haben ergeben: Die obenstehend abgebildete Bewerbungsmappe inklusive des abgedruckten Anschreibens wurde in den letzten Tagen an zahlreiche elektrotechnische Fachbetriebe postalisch verschickt. Es könnte sich also durchaus lohnen, die Geschäftspost der letzten Tage etwas genauer unter die Lupe zu nehmen – 'mi' bleibt für Sie dran'!

RA Oliver Blumberg
Chefredakteur
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