EILMELDUNGEN: 'mi'-Ticker zur EISENWARENMESSE

28.02.2020
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Update vom 28.2.2020, 09:11 Uhr: Neuer Termin steht Die auf 2021 verschobene EISENWARENMESSE findet vom 21. bis 24.02.2021 in Köln statt. Das teilt der Veranstalter Koelnmesse aktuell mit. „Der neue Termin wurde in Abstimmung mit der Branche festgelegt und findet unter den Ausstellern breite Zustimmung. Alle bestehenden Verträge mit den Ausstellern behalten ihre Gültigkeit, die Hallenbelegung 2021 bildet 1:1 die bestehenden Planungen aus 2020 ab“, heißt es seitens der Messegesellschaft. Die für März 2021 regulär in Köln geplante Asia-Pacific Sourcing wird in die EISENWARENMESSE integriert. Alle bezahlten Tickets der verschobenen Veranstaltung werden in den kommenden Wochen automatisch erstattet, die Käufer müssen dafür nichts weiter unternehmen. Ab 2022 nimmt die EISENWARENMESSE wieder ihren turnusmäßigen Rhythmus in den geraden Jahren auf.

Update vom 26.2.2020, 09:11 Uhr: Die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE wird verschoben! Die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE wird auf einen neuen Termin im Februar 2021 verschoben. Das teilt der Veranstalter Koelnmesse mit. Damit trage man „der sich in jüngster Vergangenheit zunehmend verschärfenden weltweiten Lage rund um das Auftreten des Corona-Virus Rechnung“, insbesondere den Infektionsfällen in Italien. „Zudem haben die Aussteller aus der Werkzeugbranche seit dem Wochenende nochmals verstärkt ihre große Sorge um die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zum Ausdruck gebracht“, teilt die Messegesellschaft weiter mit. „Angesichts dieser aktuellen Entwicklungen und des hohen Anteils asiatischer Aussteller auf der EISENWARENMESSE hat die Geschäftsführung der Koelnmesse die aktuelle Situation neu bewertet und in Abstimmung mit der Branche den neuen Termin festgelegt.“ – ‘mi‘ recherchiert weitere Hintergründe – mehr dazu lesen Abonnenten in einer nächsten ‘markt intern‘-Ausgabe ‘Eisenwaren/Werkzeuge/Garten‘. Sie haben kein ‘markt intern‘-Abonnement? Hier können Sie Ihren ‘mi‘-Branchenbrief ‘Eisenwaren/Werkzeuge/Garten‘ bestellen. 

Update vom 25.2.2020, 10:31 Uhr: Light+Building wird verschoben Die nächste deutsche Weltleitmesse ist durch die Ausbreitung des Corona-Virus betroffen: Die für Mitte März angesetzte Frankfurter Light + Building wurde auf September verschoben. „Das unerwartete Auftreten von Covid-19 in Italien seit dem vergangenen Wochenende erforderte eine neue Bewertung der Situation in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt. Es wird eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung von Messegästen aus China verlangt, die durch die Messe Frankfurt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden kann. Hinzu kommen vermehrt Reiserestriktionen, die es potenziellen Besuchern wie Ausstellern erschweren, an der Messe teilzunehmen. Aus diesem Grund hat sich der Veranstalter für eine Verschiebung der Light + Building entschieden. Dieser Entschluss wird ebenfalls von den Kooperationspartnern der Light + Building, dem Fachverband Elektroinstallationssysteme sowie dem Fachverband Licht im ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) und dem Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) mitgetragen“, teilt der Veranstalter mit. Die Messe zählte zuletzt rund 220.000 Besucher.

++ Update 25.2.2020, 09:51 Uhr: Mehrere Hersteller springen ab, Wiha und Cobit bekräftigen Teilnahme an der Messe Nur wenige Tage vor der Startschuss der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE ist die Entwicklung aus dem Ausstellerfeld weiterhin dynamisch: Entgegen der ursprünglichen Entscheidung für einen Auftritt etwa hat Digitaldienstleister NexMart diesen nun abgesagt. Unter anderem habe die Situation in Italien und Korea die Neubewertung der Sachlage erzwungen. „Natürlich stehen wir zu einhundert Prozent hinter der Eisenwarenmesse und sehen sie nach wie vor als eine der wichtigsten internationalen Plattformen unserer Branche. Wir standen bereits in den Startlöchern und haben uns sehr auf unsere Partner, Kunden und neue Kontakte gefreut. Auch nach den ersten Nachrichten rund um das Corona-Virus waren wir fest entschlossen, unsere digitalen Lösungen und neuen Features in Köln live erlebbar zu machen. Unsere Absage erfolgt schweren Herzens. Die Signale der Aussteller und Besucher – aber auch insbesondere die Verantwortung für unsere Mitarbeiter, Geschäftspartner und deren Angehörige – macht diese Entscheidung heute aus unserer Sicht jedoch unumgänglich“, so Alexander Haim, Director Sales & Marketing. NexMart wird stattdessen den Messeteilnehmern Digitalmeetings bereitstellen, die Einladungen werden in kommenden Tagen versandt. Interessierte können sich außerdem direkt an ihren jeweiligen Ansprechpartner wenden.

Auch Scheppach hat sich gegen eine Teilnahme entschieden, die Ichenhausener halten eine Durchführung der Messe für nicht vertretbar, teilt die Geschäftsleitung mit: „Während in China noch immer Ausnahmezustand herrscht und die Volkswirtschaft seit Wochen nahezu ruht, in Italien mit konsequenten Maßnahmen der Regierung eine weitere Ausbreitung der ersten Infektionswelle verhindert werden soll und in Russland ein Einreiseverbot für chinesische Bürger/Innen erlassen wurde, ist eine Eisenwarenmesse in Köln mit 1.200 chinesischen Messeständen und somit mehreren Tausend Teilnehmern aus China nicht vertretbar.“ Ebenfalls nicht nach Köln reisen werden Bernstein, Lieferant für Elektronik-Handwerkzeug, der Ibbenbürener Spezialkofferhersteller B&W International, Leiter- und Mülleimerproduzent Hailo sowie MESTO Spritzenfabrik

Andere Lieferanten allerdings bekräftigen ausdrücklich ihre Messepräsenz und raten zur Sachlichkeit: Wilhelm Hahn, Inhaber und CEO von Wiha Werkzeuge, sowie CSO Ronny Lindskog, stellen in einem offiziellen Statement an die Partner und Messebesucher klar, dass sich der Schonacher Werkzeugspezialist wie geplant auf dem Kölner Messeparkett präsentieren wird: „Die EISENWARENMESSE Köln 2020 ist für unsere Branche, unsere Kunden und Partner als weltweite Business-Plattform für die Zukunft unseres Wirtschaftszweiges unverzichtbar. Darüber hinaus haben unsere Mitarbeiter in Entwicklung, Produktion, Marketing und Vertrieb über die letzten Jahre und Monate daran gearbeitet, Ihnen, unseren Partnern, neue und innovative Produkte in Köln präsentieren zu können. Wir werden deshalb nach Abwägung und Beurteilung all dieser Faktoren auch in diesem Jahr an der EISENWARENMESSE Köln 2020 teilnehmen und freuen uns, Sie an unserem Messestand in Halle 10.1. Stand F004/G005 vom 01.03. – 04.03.2020 begrüßen zu dürfen. Die Sicherheit und Gesundheit von Menschen steht für uns als Hersteller, Arbeitgeber und Geschäftspartner seit über 80 Jahren als inhabergeführtes Familienunternehmen im Vordergrund und wird seit Jahrzehnten durch entsprechende Programme und Produkte intern wie extern gefördert. Gleichzeitig vertrauen wir aber auch auf die von den Gesundheitsbehörden und der Messegesellschaft ergriffenen präventiven Maßnahmen. Diese werden von uns in dem uns zur Verfügung stehenden Rahmen unterstützt wie z.B. durch den Einsatz zusätzlicher Desinfektionsstationen und entsprechenden Handlungs- und Hygieneanweisungen", so die Wiha-Verantwortlichen.

Bit-Spezialist Cobit bestätigt die Teilnahme via Facebook. Für den Social-Media-Auftritt haben die Remscheider einen kurzen Video-Clip produziert. Diesen finden Sie unter https://www.facebook.com/cobitGmbH/videos/539859246650488/ 

Update 21.02.2020, 09:17 Uhr: Weitere deutsche Hersteller bleiben der Messe fern Weitere bekannte deutsche Markenlieferanten geben bekannt, nicht auf der Eisenwarenmesse ausstellen zu wollen: Hazet, Werkzeug- und Beschlägehersteller Bohle, August Rüggeberg/Pferd, Knipex, NWS, die Rapid-Gruppe, Stahlwille sowie Wera. Damit bleiben wesentliche Player im Kernsegment Werkzeug den Hallen 10.1 sowie 10.2 fern. Die Industrie hat die Entscheidung nicht leichtfertig gefällt, wie der Kommentar von Pferd-CEO Jörn Bielenberg verdeutlicht: „Nach intensiver Überlegung und Abwägung aller Faktoren haben wir uns dann zur Absage unserer Beteiligung an der Eisenwarenmesse entschlossen. Bis zuletzt haben wir an eine erfolgreiche Teilnahme an der Messe geglaubt Doch letztendlich müssen wir die gesundheitliche Unversehrtheit aller Beteiligten priorisieren. Die Absage bedauern wir außerordentlich.“

Zuvor allerdings hatten sich zahlreiche im Fachverband Werkzeugindustrie (FWI) organisierte Hersteller für einen Messeauftritt ausgesprochen und einen Appell an die deutschen Werkzeugfabrikanten gerichtet. So bekräftigten laut Mitteilung des FWI Marken wie Adler, Alfra, Allit, Bessey, BS Systems, Dreps Bohrwerkzeugfabrik, Friedr. Dick, Halder, Hepco & Becker, Jokari, Kirschen, Kukko, Kullen, Lessmann, Matador, Mesto, Peddinghaus, Picard, Scala, Testboy, Tox, Tresselt, Vogel Germany, Weicon und Witte ihre Messepräsenz. 

„Selbstverständlich ist für alle unsere Mitglieder der Schutz der Mitarbeiter und deren Gesundheit das wichtigste Gut und wir haben Verständnis für die derzeitige Verunsicherung. Wir und unsere Mitglieder beobachten die konkrete Entwicklung sehr genau. Die Entscheidung zur Teilnahme sowohl der Unternehmen als auch des FWI erfolgte deshalb nach intensiver Abwägung und ausführlicher Beurteilung der aktuellen Sachlage“, erläutert FWI-Geschäftsführer Stefan Horst. Michael Kleinbongartz, Kukko-CEO und Vorsitzender des FWI ergänzt: „Die Eisenwarenmesse ist die führende Leitmesse der Werkzeugindustrie und ihrer Kunden weltweit. Nach aktuellem Kenntnisstand geht von einem Messebesuch in Deutschland kein Risiko aus. Vor diesem Hintergrund bekennen wir uns mit aller Deutlichkeit zur Messepräsenz. Wir werden als führender Werkzeughersteller die Fahne der deutschen Werkzeugindustrie, stellvertretend für alle entmutigten Kollegen, hochhalten.“

++ Update, 20.02.2020, 14:03 Uhr: Wera zieht sich von der Messe zurück „Mit großem Bedauern teilen wir mit, dass wir die Teilnahme an der Eisenwarenmesse wegen der aktuellen Lage rund um das Corona-Virus und aufgrund zunehmender Absagen unserer Kunden sowie weiterer Aussteller storniert haben“, teilt aktuell der Wuppertaler Werkzeughersteller auf seiner Homepage mit.  „Die Abwägung aller Pros und Contras, unsere Verantwortung für unsere Mitarbeiter und Partner haben zu dieser Entscheidung geführt. Alle für die Messe geplanten Neuheiten finden Sie ab 1. März auf unserer Homepage“, informieren die Tool-Rebellen weiter. 

++ Update 20.02.2020, 11:18 Uhr: CAS-Allianz und fischer sagen Messeauftritt ab, Wolfcraft bleibt ebenfalls fern Die Messepräsenz am Gemeinschaftsstand der herstellerübergreifenden Akku-Plattform Cordless Alliance System (CAS) unter Federführung des Nürtinger Elektrowerkzeug-Lieferanten Metabo wurde abgesagt. „Diese Entscheidung zählt zur ganz unangenehmen Sorte, weil es gefühlt keine richtige Alternative gibt“, erklärt Horst Garbrecht, Chief Executive Officer von Metabo dazu. „Wir wären sehr gerne zusammen mit einer Reihe unserer CAS-Partner in Köln dabei gewesen, um Fachbesucher und Händler von der Idee und den Vorteilen dieses herstellerübergreifenden Akku-Systems mit aktuell 17 Partnern zu überzeugen“, so Garbrecht weiter. Aber: „Die Informationen über Ansteckungsrisiken und gesundheitliche Folgen sind in Summe eher ambivalent. Deshalb haben wir beschlossen, hier kein Risiko einzugehen und die Messeteilnahme schweren Herzens abzusagen, obwohl die Vorbereitungen dafür bereits nahezu abgeschlossen waren.“ Der Ausfall wiegt besonders schwer: Die Rückkehr von Metabo und der CAS-Partner auf das Kölner Messeparkett war ein wichtiger Impulsgeber auf der Messe für das Themenfeld Akku-Technologie.

Auch Befestigungsspezialist fischer – ebenfalls ein CAS-Partner – gibt am Donnerstagmorgen bekannt, den geplanten Messeauftritt nicht anzutreten. „Die Unsicherheit unter unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für den Messedienst vorgesehen waren oder den Besuch der Messe eingeplant hatten, nahm in den vergangenen Tagen wegen der Berichterstattung über den Corona-Virus und den Absagen anderer namhafter Hersteller aus nachvollziehbaren Gründen immer mehr zu. Weil trotz aller Vorsichtsmaßnahmen niemand das Risiko für die Gesundheit der Messebesucher eindeutig einschätzen kann und eine Ansteckung mit dem Virus nicht grundsätzlich auszuschließen ist, sagen wir unsere Teilnahme an der Eisenwarenmesse ab. Die Entscheidung zur Absage erfolgte in enger Abstimmung mit unserem Inhaber Prof. Klaus Fischer. Für ihn und für die gesamte Geschäftsführung ist die Gesundheit und Sicherheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das höchste Gut. Durch die Absage vermeiden wir für unsere Belegschaft die potenzielle Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus“, heißt es dazu aus der Waldachtaler Unternehmenszentrale.

Im Vorfeld cancelten bereits Reinhard und Thomas Wolff, Geschäftsführer des Handwerkzeugherstellers wolfcraft, die Teilnahme. „Selbstverständlich bedauern wir diesen drastischen Schritt, dennoch können wir es nicht verantworten, unsere wirtschaftlichen Interessen über das gesundheitliche Wohl der Menschen zu stellen, die die Marke wolfcraft ausmachen und sie Tag für Tag mit Leben füllen. Auch gegenüber unseren Geschäftspartnern stehen wir in der Verantwortung. Wir hoffen daher auf Ihr Verständnis, dass die vereinbarten Messegespräche nicht im geplanten Rahmen stattfinden werden“, so die Unternehmensspitze. Parallel zum Messestart soll eine digitale Präsentation der Produktneuheiten stattfinden.

++ Update 19.2.2020, 13:38 Uhr: ZHH fährt nach Köln „Ja, wir werden auf der INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE 2020 als Aussteller teilnehmen, lassen aber jedem Mitarbeiter die freie Wahl, ob er mit zur Messe fahren möchte oder nicht“, stellt Thomas Dammann, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Hartwarenhandel e.V., auf Nachfrage von ‘markt intern‘ klar. Denn: „Die aktuelle Situation ist für alle Marktteilnehmer nicht ganz einfach, da die Gesundheit der Mitarbeiter eines Unternehmens immer am wichtigsten ist. Entsprechend ist die Entwicklung weiter zu beobachten und zu bewerten. Jeder muss dabei für sich entscheiden, welches Risikopotenzial durch das Corona-Virus gegeben und ob und wie hierauf zu reagieren ist. Dabei sollte die Situation auch objektiv betrachtet werden, denn weder von internationalen noch von deutschen Gesundheitsbehörden wird gegenwärtig eine erhöhte Gefährdung gesehen. Dies belegen auch die geringen Fallzahlen außerhalb von China, die – zumindest Stand heute – kein erhöhtes Risiko im Vergleich zu einer ‘normalen‘ Grippesaison in Deutschland darstellen. Zudem sind mir keine Fälle bekannt, dass es auf stattgefundenen Großveranstaltungen sowie nationalen und internationalen Messen in Europa zu einer Ansteckung mit dem Corona-Virus gekommen ist. Vorsicht und Vorbeugung sind immer sinnvoll. In der aktuellen Situation sehe ich aber grundsätzlich keinen erhöhten Hinderungsgrund, Großveranstaltungen und Messen nicht weiterhin besuchen zu können.“

Fein: Entscheidung offen, bereit für AlternativenDie INTERNATIONALE EISENWARENMESSE in Köln erachten wir als eine der wichtigsten Messen für den Bereich Private Label von Fein. Die Messe ist für uns eine großartige Plattform, um mit bestehenden Kunden weltweit über unsere Maschinen und Zubehöre zu sprechen sowie neue Partnerschaften aufzubauen“, so Marc Angelmahr, Marketingleiter DACH bei Fein, gegenüber ‘mi‘. Daher sei eine endgültige Entscheidung zur Teilnahme noch nicht gefallen: „Gleichzeitig beobachten wir sehr genau die Lage bezüglich des Corona Virus und machen uns Gedanken darüber, ob und, wenn ja, wie wir an dieser Messe teilnehmen könnten. Denn wir sehen unsere Verantwortung gegenüber den Messebesuchern und unseren Mitarbeiter/innen auf dem Messestand. Ob wir die Messeteilnahme letztendlich absagen werden, können wir zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht sagen. Insofern die Veranstalter einen Alternativtermin zu einer unkritischeren Zeit anbieten sollten, könnten wir es uns sehr gut vorstellen, daran teilzunehmen.“

Catja Caspary

++ Update 19.2.2020, 09:23 Uhr: „EISENWARENMESSE wird in jedem Fall stattfinden.“ Messe-Management bestätigt Durchführung! Bereits am Freitag betonte EISENWARENMESSE-Veranstalter Koelnmesse, an der Durchführung der Veranstaltung festzuhalten. Auf Nachfrage von ‘markt intern’ bestätigt die verantwortliche Geschäftsbereichsleiterin Catja Caspary erneut: „Die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE 2020 wird in jedem Fall stattfinden.“ Gemessen an der Gesamtzahl lägen bislang wenige Absagen von Ausstellern aus dem In- und Ausland vor: „Aktuell haben weniger als drei Prozent der chinesischen und nicht chinesischen Aussteller abgesagt – bei insgesamt etwa 3.000 erwarteten Unternehmen. Darunter sind etwa 1.200 chinesische Aussteller. Die Vorab-Registrierung der Besucher insgesamt bewegt sich in etwa auf dem Niveau der Vorveranstaltung zum gleichen Zeitpunkt. Wie viele chinesische Besucher kommen werden, lässt sich nicht seriös sagen.“ Auch von Seiten der Behörden werde keine veränderte Gefahrenlage gesehen: „Die Koelnmesse vertraut unverändert auf die Einschätzung der Bundesregierung und der internationalen und deutschen Gesundheitsbehörden. Diese raten einstimmig zur Vorsicht und zur Vorbeugung, sehen aber gegenwärtig weiterhin keinen Anlass, die Durchführung von Großveranstaltungen in Deutschland einzuschränken.“ 

Dies bestätigt gegenüber ‘mi‘ die Pressestelle der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, mit Bezug auf Ausführungen des Kölner Gesundheitsamts: „Das Robert Koch Institut schätzt das Risiko für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland nach wie vor als gering ein. Das gesundheitliche Risiko für die Teilnehmer (m/w/d) der Eisenwarenmesse schätzen wir daher als vertretbar ein. Deshalb sind besondere Maßnahmen für die Messe nicht erforderlich.“ Und weiter: „Im Gegensatz zum neuen Coronavirus 2019, befinden wir uns in Deutschland mitten in einer Grippewelle (echte Virusgrippe).“ Hier bestehe „für nicht geimpfte Personen ein reales Risiko zu erkranken“, was insbesondere bei Risikogruppen ernsthafte Folgen haben könne. 
 

++ Update 18.2.2020, 14:47 Uhr: Werkstattausrüster BGS Technik sagt Messe-Teilnahme ab. Christoph Schottke, Inhaber BGS Technik/Wermelskirchen, ist die Entscheidung zum Rückzug von der EISENWARENMESSE offensichtlich nicht leicht gefallen, wie folgenden Zeilen zu entnehmen ist, die er an die ‘mi‘-Redaktion sendet: „Als inhabergeführtes Familienunternehmen mit 50-jähriger Tradition haben wir in den vergangenen 30 Jahren an allen Kölner Eisenwarenmessen teilgenommen, viele unserer wichtigsten Partner haben wir hier zum ersten Mal getroffen. Wir haben die Diskussion um das sog. Corona-Virus und die möglichen Auswirkungen einer Groß-Veranstaltung mit mehreren tausend Gästen in den letzten Tagen intensiv verfolgt. Letztlich mussten wir zu der Erkenntnis kommen, dass wir nicht mit der aus unserer Sicht erforderlichen Sicherheit für die Gesundheit unserer Mitarbeiter garantieren können. Trotz der von der Messegesellschaft in Aussicht gestellten präventiven Maßnahmen gibt es nach wie vor eine große Unsicherheit und täglich neue Erkenntnisse in Bezug auf mögliche Übertragungswege und Inkubationszeiten. Geschäftlicher Erfolg muss unserer Meinung nach einhergehen mit einem sicheren und gesunden Arbeitsumfeld für unsere Mitarbeiter und Partner, so dass wir uns nach Abwägung aller Aspekte von der Teilnahme an der diesjährigen Eisenwarenmesse zurückziehen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis für die Absage unserer Teilnahme in diesem Jahr und stehen natürlich gerne für Rückfragen zur Verfügung.“

Noch am Freitagnachmittag teilte der Remscheider Werkzeugfabrikant Gedore mit, das Unternehmen ziehe sich als Aussteller auf der INTERNATIONELEN EISENWARENMESSE (1. Bis 3. März) zurück. Als Begründung nannte das Unternehmen Sicherheitsbedenken aufgrund des Corona-Virus: „Seit dem Ausbruch von Covid-19 beobachten wir diese Entwicklung und stehen sowohl mit der Koelnmesse, als auch mit dem Robert- Koch-Institut und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Kontakt. Da die Faktenlage höchst unklar ist, gibt es weder Erfahrungswerte noch Handlungsempfehlungen. Auch die zur Verfügung stehenden Daten machen eine Einschätzung schwer. Gedore schätzt, dass die Koelnmesse das Thema ebenfalls sehr ernst nimmt. Wir stehen in engem Kontakt und bedanken uns für den vertrauensvollen Austausch. Es geht nach unserer Einschätzung nicht mehr nur um die rein sachliche Lage, sondern vielmehr um die Wahrnehmung der Menschen.“

Das veranlasste den Veranstalter Koelnmesse in unmittelbarem Anschluss daran, die Gemüter zu beruhigen: „Die Gesundheit aller Messeteilnehmer steht an erster Stelle. Die Koelnmesse vertraut unverändert auf die Einschätzung der Bundesregierung und der internationalen und deutschen Gesundheitsbehörden. Diese raten einstimmig zur Vorsicht und zur Vorbeugung, sehen aber gegenwärtig weiterhin keinen Anlass, die Durchführung von Großveranstaltungen in Deutschland einzuschränken.“ Zum Zeitpunkt der Mitteilung hielt der Veranstalter an der Messe fest: „Die Koelnmesse steht als Veranstalter in der Pflicht, die Vereinbarungen mit den Ausstellern und Besuchern zu erfüllen und ihnen auch unter den gegebenen Umständen ein optimales Forum zu bieten. […] Welche Auswirkungen die aktuelle Situation konkret auf die INTERNATIONALE EISENWARENMESSE haben wird, ist heute nur sehr schwer einzuschätzen. […] Selbstverständlich muss die Koelnmesse damit rechnen, dass zur INTERNATIONALEN EISENWARENMESSE die fortschreitende öffentliche Diskussion zu Beeinträchtigungen führen wird. Aktuell haben nur wenige chinesische und nicht chinesische Aussteller abgesagt.“ 

Quelle: https://rothenberger.com/de-de/press/gesundheit-geht-vor/
Quelle: https://rothenberger.com/de-de/press/gesundheit-geht-vor/

Das sollte sich ändern: Am Dienstagvormittag teilt die Rothenberger-Gruppe mit, man werde nicht wie geplant mit der geplanten markenübergreifenden Präsenz von Rothenberger, Ruko, Sievert, Super-Ego und Virax sowie Rothenberger Industrial vor Ort sein: „Wir haben unsere Teilnahme für 2020 abgesagt, weil wir das Risiko für die Gesundheit aller Messebesucher nicht einschätzen können. Trotz aller Maßnahmen zur Vorbeugung von Infektionen können wir nicht ausschließen, dass sich Geschäftspartner sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem potenziell gefährlichen Virus anstecken. Und das können wir nicht verantworten“, teilen die Kelkheimer mit. Und weiter: „Wir bedauern es sehr, dass die Messe ohne uns stattfinden muss. Gerne hätten wir die vereinbarten Gespräche in geplanten Rahmen geführt, Neuheiten gezeigt und Werkzeuglösungen anfassbar gemacht.“ Auch andere Events werden von Rothenberger vorerst gemieden: „Wir schränken gruppenweit die Teilnahme an internationalen Großveranstaltungen ein und beschränken internationale Reisen auf ein Mindestmaß.“

++  Weitere Hersteller entscheiden nach ‘markt intern‘-Informationen aktuell auf höchster Ebene über eine Teilnahme   ++  ‘mi‘ steht mit den wichtigsten Markenlieferanten aus dem Ausstellerfeld sowie der Koelnmesse im Austausch und wird an dieser Stelle brandaktuell über die weitere Entwicklung berichten   ++ Alle Details lesen Sie in Ihrer ‘mi‘-Ausgabe diese Woche. 

Robin Meven M.A.
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