Star Wars:

Mächtige Umsätze für Händler?

von: Oliver Knoll | Redaktion: Spielwaren/Modellbau/Basteln

Der Krieg der Sterne hat mit seinem siebten Teil bereits Monate im Voraus die Kartenreservierungen in Tausenden von Kinos in Deutschland gesichert. Der Film selbst ist – davon hat sich Ihre Redaktion natürlich frühzeitig und persönlich überzeugt – mit den neuesten Fortschritten wiederum in der 3 D-Technik hervorragend gelungen – sowohl alte als auch junge Fans kommen voll auf ihre Kosten! Nun stellt sich jedoch die Frage, wie förderlich der ganze Hype für die Kasse des Fachgeschäfts ist? Schließlich hat der Onlinehandel einen ordentlichen Anteil für sich in Anspruch genommen, der jährlich leicht wuchs und nunmehr bei ca. 30 % eingependelt ist. Online hat jedoch nichts mit einem Live-Erlebnis zu tun, daher: Zahlreiche Telefonate mit Spielwarenfachhändlern im Dezember haben gezeigt, dass ein recht starker Andrang auf die Themen rund um Star Wars herrscht. Zudem wollen sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene persönlich begeistern lassen, Figuren vor Ort betrachten und wenn möglich anfassen, Spiele in der Hand begutachten etc.. Das ist ein ganz großer Vorteil des Fachgeschäftes!

Deutsches Filmplakat © Lucasfilm Ltd.
Deutsches Filmplakat © Lucasfilm Ltd.

Wir haben eine 'mi'-Blitzumfrage gestartet, um besonders im Dezember/Januar-Vergleich Star Wars realistisch gewichten und beurteilen zu können. Hier einige Meldungen von Spielwarenhändlern in Auswahl: „Die Lego-Ware lief im Dezember und läuft ebenso jetzt top. Und das bei Preislagen von bis zu 80 €, der Millenium Falke kostet ja sogar zwischen 130 und 150 €! Außerdem stark bei uns: Alle Artikel bis 10 €, sei es nun Frühstückszubehör wie Becher, Tassen oder andere Artikel in Geburtstagspreislage. Das Star Wars Hasbro-Sortiment läuft bei uns nur durchwachsen.“ (Spielzeugland Gröne/Mölln) 

Millennium Falcon | © Lego
Millennium Falcon | © Lego

„Die Lego-Artikel sind uns direkt nach dem Auspacken aus den Händen gerissen worden! Da spielt auch der Preis nicht unbedingt eine Rolle, selbst wenn nicht so viele Bausteine pro Packung enthalten sind, wie man es zu den forsch kalkulierten Beträgen erwarten könnte! Bei Hasbro liefen die Rebels-Figuren sehr gut, das ist jetzt etwas abgeflaut. Zu Ravensburger sehr stark die Puzzles, die Spielideen auch okay.“ (Eine Kollegin aus Hessen) ++„Für uns im Modellbausegment ist das Thema primär durch Revell abgedeckt. Da haben wir ein Display und verkaufen vor allen Dingen die Easykits zwischen 10 und 20 € Preislage. Der neue Film hat für uns nicht den super Effekt gebracht, die Abverkäufe liegen bei meinen Erwartungen. Jetzt im Januar ist dies ähnlich wie im Dezember, die Nachfrage wird wohl langsam abebben!“ (Ein großes Fachgeschäft aus Nordrhein-Westfalen) ++„Bei uns sind im Modellbereich rund um das Lizenzthema Star Wars die Umsätze mit Revell und Metal Earth wichtig. Revell – egal ob der Easykit-Bereich oder größere Packungen um die 50 € – ist noch unter den Erwartungen. Bei Metal Earth haben wir erfreuliche Abverkäufe zu den Metallmodellen beispielsweise der X-Wing-Flieger festgestellt!“ (Ein Spezialist aus Süddeutschland). 

Fazit: Das u. a. von Willy Fischel, Vorsitzender des Bundesverbandes des Spielwareneinzelhandels, erwartete „galaktische Weihnachtsfest“ hat zumindest für Lego funktioniert. Ansonsten müssen Fachhändler sehr genauentscheiden, ob so ein Hype, bei dem alle mitmachen wirklich ordentlich Euros in Ihre Kasse spült!

Wie lagen und liegen Ihre Abverkäufe – bei Ihren Erwartungen oder darunter bzw. darüber? Meldungen – auf Wunsch auch gerne vertraulich – direkt an Ihre Redaktion.

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