Tradeplace, attraktiver denn je:

Herstellerübergreifende Plattform optimal nutzen!


von: René Efler | Quelle: Elektro-Fachhandel 23/17 | Eingestellt am: 04.07.2017

„Tradeplace ist längst mehr als eine reine IT-Lösung. Wir verstehen es vielmehr als Businessprozess-Optimierunghilfe“, erfahren wir im Verlauf eines sehr informativen Gesprächs, welches wir vor wenigen Wochen für Sie im hessischen Hanau führten. Zusätzliche Lieferanten, die bei Tradeplace mitmachen und neue Angebote, die entwickelt werden – nachfolgend liefert 'miE' Ihnen, basierend auf diesem Termin, ein exklusives Update, das man allerdings erst so richtig einzuordnen weiß, wenn man sich auch mit der bisherigen Entwicklung von Tradeplace auseinandersetzt. Hier daher zunächst ein kurzer Rückblick:


Screenshot TRADEPLACE.COM vom 04.07.2017

Seit 'miE' das erste Mal an dieser Stelle über das Portal berichtete, ist in der Tat viel, sehr viel Zeit vergangen: Manch einer Ihrer Azubis war vielleicht noch nicht einmal auf der Welt! Vieles von dem, was vom Unterzeichner dieser Ausgabe bei der Tradeplace-Premiere vor 16 Jahren, als Internet-Modems noch analoge Telefonleitungen nutzten und pfeifende und knarrende Geräusche bei jedem kbit/s von sich gaben, als „revolutionär und absolut wegweisend“ bezeichnet worden war und sogar zur Auszeichnung von Tradeplace als 'markt intern'-Fachhandelspartner 'Neue Medien' geführt hatte, mag man aus heutiger Sicht vielleicht nur noch als Selbstverständlichkeit abtun, doch die Grundidee hat nichts von dem Reiz verloren, der Ihren Chefredakteur schon seinerzeit so begeisterte: Die Konzerne BSH, Electrolux und Whirlpool hatten sich an der Schwelle des neuen Jahrtausends zur Realisierung einer gemeinsamen Idee in einem Joint Venture zusammengetan. Kurze Zeit später stieß auch Philips dazu. Erklärtes Ziel der Initiatoren war die Vereinfachung der Kommunikation und der intensive Informationsaustausch mit Ihnen und Ihren Kollegen im digitalen Zeitalter, und zwar in Echtzeit. Eine wirklich gute Idee!

Im ersten Entwicklungsschritt von Tradeplace ging es zunächst sicher vor allem um eine Reduzierung der zahlreichen Schnittstellen beim Datenaustausch zwischen der Industrie und deren Handelspartnern. Einmaliges, zentrales Login sollte reichen, um sodann Zugriff auf alle herstellerspezifisch für Sie bereitgehaltenen Infos zu erhalten. Neben der Möglichkeit der B2B-Online-Bestellung bot Tradeplace jederzeitigen Zugriff auf Auskünfte zur Warenverfügbarkeit (besonders wichtig gerade inmitten eines Verkaufsgesprächs), aber auch die Möglichkeit zum Abruf von Datenblättern, Serviceunterlagen und einigem mehr. Ein zweiter wichtiger Kundenkreis – die Küchenstudios – sollten über Schnittstellen die Produktdaten direkt in ihre Planungssoftware einbinden können.

So richtig Fahrt aufgenommen hat das komplette Tradeplace-Angebot jedoch dann in den letzten Jahren im Zuge der Digitalisierung direkt am PoS: Die Kooperationen legten Multichannel-Konzepte auf und auch Ihr Marketing verlagerte sich immer weiter in Richtung Soziale Netzwerke wie Facebook, Google und Youtube für produkt- bzw. angebotsbezogene Postings. Und: Immer häufiger bekommen Sie es mit bestens vorinformierten Kunden zu tun, die nicht nur selbst am allerbesten wissen, welches Gerät sie möchten, sondern auch, dass es bei Anbieter A innerhalb von 48 Stunden geliefert werden kann bzw. Anbieter B das entsprechende Modell sogar auf Lager hat. Von Ihnen wird erwartet, darauf zu reagieren. Und damit heißt 'markt intern'-Elektrofachhandel Sie willkommen in der Tradeplace-Gegenwart! Im Mittelpunkt steht heute denn auch die Frage: Was kann tradeplace.com aktuell für Sie leisten und wohin entwickelt es sich weiter?

Unsere Gesprächspartner: Peter Erdmann, Geschäftsführer der Prodanet GmbH – hatte diesen Termin am Rande einer Kooperationsmesse zuvor angeregt. Außerdem ist das Prodanet-Team als technischer Dienstleister für das Produktdatenmanagement zuständig und leistet Unterstützungs- und Beratungsfunktionen bei Tradeplace-Implementierungen. Nicole Schilling, Marketing Communication Managerin Prodanet GmbH und, vor allem Olivia Urbanowski, Marketing Managerin Tradeplace. Von Urbanowski stammt auch das Zitat ganz oben! Zu ihren Aufgaben gehört die „Promotion der Marke Tradeplace und unserer Services“, bekennt sie ganz offen, und auch auf der Tradeplace-Homepage selbst steht über sie im aktuellsten Newsletter: „Ich mache uns bekannter und erkläre unsere Services auf einfache und eindringliche Art. Meine Aufgabe als Sales Manager ist es, unser Geschäft zu erweitern, neue Benutzer zu finden und die Beziehung zu unseren aktuellen Benutzern zu stärken.” So viel Offenheit schätzt 'miE' sehr, trotzdem haben wir im Dialog mit ihr zu keinem Zeitpunkt den Eindruck, wir säßen in einer 'eindringlichen' Werbeveranstaltung. Stattdessen lässt Urbanowski in ihrem Kurzvortrag vor allem Fakten für sich selbst sprechen.

Zunächst wäre da die Tradeplace-Reichweite zu nennen: Mit den bereits genannten Konzernen BSH, Electrolux, Philips und Whirlpool bzw. den zahlreichen Marken für welche diese stehen (unter anderem AEG, Bauknecht, Bosch, KitchenAid, Siemens …), ist Tradeplace von jeher überaus interessant und nützlich für eine überwiegende Mehrheit aller 'miE'-Leser. Im Laufe der Zeit hinzugekommen sind dann noch weitere Unternehmen, beispielsweise Gorenje und Samsung. In GB, so erfahren wir von Frau Urbanowski, „ist inzwischen auch Miele mit an Bord, vor allem weil dies einem großen Handelskunden sehr wichtig war“. Warum, so fragt Ihr Chefredakteur sich sogleich, gilt das dann nicht auch für weitere marktrelevante Hersteller in Deutschland? Vielleicht sollte die eine oder andere Kooperation im Sinne ihrer Mitglieder hier auch einmal intervenieren.

„Weitere Hersteller sind willkommen!“, bekräftigt denn auch Urbanowski. 'miE' kann prinzipiell ebenfalls JEDEN Industrierepräsentanten nur motivieren, einen Beitritt ins Auge zu fassen bzw. intern zu prüfen, wenn er denn das Tagesgeschäft seiner Fachhandelspartner erleichtern will!

Das Grundgerüst überzeugt diejenigen, die Tradeplace nutzen, schon seit Jahren. Die Haupt-Stichworte lauten: Online-Portal (Bestellmöglichkeit), Direct Connection (zentrale und schnelle Verbindung zwischen Lieferant und Händler, sofern dieser ein eigenes System betreibt), Product Information Management Service, kurz auch PIMS genannt (Aufbereitung aller Daten durch Tradeplace in dem Ihrerseits benötigten Format) und Kundendienst-Service (ET-Bestellwesen, Bereitstellung von Explosionszeichnungen, Informationsbeschaffung). Gerade dieser Punkt kann von 'miE' gar nicht deutlich genug herausgestellt werden:

„Eine tolle Möglichkeit, gerade für die Servicemitarbeiter im Außeneinsatz!“
, hebt auch unsere Gesprächspartnerin hervor. Heute, im Zeitalter von Tablets und Smartphones kann dank Tradeplace ein für eine Reparatur benötigtes Ersatzteil so einfach wie nie zuvor direkt am Einsatzort beim Endverbraucher 'identifiziert' werden. Der Techniker kann in Echtzeit den ET-Preis und die Verfügbarkeit abfragen. Damit ist es ihm möglich, auch die Kosten zu beziffern, die auf den Kunden zukommen und idealerweise wird dann auch gleich vereinbart, wann er zum Einbau erneut vorbeikommen darf. Und das ist längst noch nicht alles! Tradeplace verspricht Ihnen auch eine Hilfestellung in vielen anderen Lebenslagen Ihres Geschäftsalltags: So betreibt Tradeplace beispielsweise auch selbst ein Callcenter. Dessen Aufgabe besteht allerdings vorrangig darin, für den Anrufer einen Kontakt zum Ansprechpartner in dem Unternehmen herzustellen, um das es im jeweiligen 'Problemfall' konkret geht.

Das nächste Schlagwort lautet Content: Hier erscheint uns der Hinweis wichtig, dass die Qualität dessen, was über Tradeplace bei Ihnen am Ende ankommt, natürlich ganz überwiegend mit dem jeweiligen Hersteller-Engagement steht oder fällt. Man darf nicht vergessen, dass das Portal bei allem Einsatzwillen der dort sitzenden Mitarbeiter unverändert vor allem eine 'Abkürzung' ist, über die Sie Zugang zu den Angeboten der Ihrerseits geführten Marken erhalten. Daraus folgt im Ergebnis: Tradeplace kann immer nur so gut sein, wie die einzelnen Hersteller, die dahinter stehen. Grundsätzlich aber sind die Möglichkeiten kaum zu überblicken: Angefangen beim immer wichtiger werdenden Abruf aktueller (!) Effizienzlabel über digitalisiertes PoS-Material bis zu produktbezogenen Videos, die Sie in den eigenen Web-Auftritt integrieren oder über Displays im Laden laufen lassen können.

Kommen wir zum nächsten wichtigen Argument 'pro' Teilnahme. Es geht um die Nutzung digitaler Formate in fehlerfreier Qualität: Die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Unternehmen, welche ihrerseits mit voneinander recht abweichenden EDV-Lösungen arbeiten, setzt auf Seiten der Tradeplace-IT ein Höchstmaß an Flexibilität voraus, um die abgerufenen Dateien für jeden 'passend' zu machen. Bereitgestellt werden können (nach bestandener Konformitäts- und Qualitätskontrolle seitens der Tradeplace-Verantwortlichen) u. a. der XML- und EXCEL-Export ebenso wie Datenblätter in Trade-PIXL. In der Praxis funktioniert das ganz offensichtlich gut und geräuschlos und in einigen Fällen wird auf Seiten des Handels dann das so bereitgestellte Datenmaterial noch weiter 'veredelt' bzw. angepasst – zum Beispiel durch eigene Redaktionsteams der involvierten Fachhandelsverbünde.

Fassen wir also zusammen: Tradeplace ist – wenn wir die Marktanteile aller über dieses Portal zugänglichen Marken zusammenrechnen – inzwischen aus dem Geschäftsalltag vieler Branchenteilnehmer kaum noch wegzudenken. Wie viel Prozent des Angebots tatsächlich genutzt werden, dürfte von Fall zu Fall stark schwanken. Die große Zahl der Argumente und Vorteile, die wir vorangehend für Sie auflisten konnten, spricht allerdings für sich selbst. Umso mehr verwundert uns deshalb die Aussage einzelner uns namentlich bekannter Händler, welche ihre Bestellungen bis heute manuell oder über veraltete Kommunikationsmittel, etwa per Fax, vornehmen. Auch Klagen von Lesern, die ihre kostbare Arbeitszeit offenbar lieber in Telefonwarteschleifen verplempern, schlagen bei uns (leider) noch immer auf! Wirklich nötig ist das in aller Regel eher nicht. Viele der Fragen, die Sie dort stellen wollen, liefern das Internet bzw. Tradeplace Ihnen schließlich deutlich bequemer. Wie gesagt: Alles was ein 'miE'-Leser tun muss, um Tradeplace zu nutzen, ist die Beantragung der Freischaltung durch seine teilnehmenden Lieferanten. Die Nutzung von Tradeplace ist für ihn, mit Ausnahme des KD-Supports, wo Lizenzen fällig werden können, völlig kostenlos. Natürlich kann 'miE' bei aller persönlicher Begeisterung nie ganz ausschließen, dass einzelne Kollegen mit Tradeplace auch negative Erfahrungen gesammelt haben. Doch auch diesen Partnern machen wir hiermit ein ernst gemeintes Angebot: Melden Sie sich bitte! Nach unserem heute ausführlich dargestellten Gespräch glauben wir fest daran, dass man bei Tradeplace selbst das größte Interesse an diesem Feedback hätte, um daraus zu lernen und in Zukunft noch besser zu werden. An einigen potenziellen Erweiterungen wird sogar schon gearbeitet. Darüber aber ein anderes Mal mehr an dieser Stelle.

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