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13.06.2012 12:32 Alter: 4 Jahre

Kein adidas bei Amazon und Ebay ab 2013


Düsseldorf, 13.06.2012. Produkte des Sportartikelherstellers adidas/Herzogenaurach werden spätestens ab Januar 2013 nicht mehr auf den Online-Verkaufsportalen Amazon und Ebay zu finden sein. Das betrifft adidas selbst, aber auch die Marke Reebok. Das bestätigte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber dem Düsseldorfer Brancheninformationsdienst 'markt intern’-Sport-Fachhandel.

Die neuen „E-Commerce Bedingungen für adidas Group Erzeugnisse“ schließen einen Verkauf auf Online-Plattformen aus, die „gebrauchte oder beschädigte Waren anbieten“, „Verkäufe durch private Endverbraucher zulassen“, „mehrere Verkäufer für ein und dasselbe Produkt haben“ oder „keinen separaten Markenshop für jede zu adidas gehörende Marke“ besitzen. Die Bedingungen treten spätestens zum Ende der Übergangsfrist am 1. Januar 2013 europaweit in Kraft. Grundsätzliches Ziel von adidas sei es, so das Unternehmen gegenüber 'markt intern', Online-Verkäufe nur noch über von adidas genehmigte Websites zu tätigen. Weil adidas diese Genehmigung nicht von bestimmten Umsatzzahlen abhängig macht, sondern davon, dass die Händler formale Vorgaben einhalten, die vor allem eine markenfreundliche Präsentation sicherstellen sollen, ist die Genehmigungspflicht nach Einschätzung der Düsseldorfer Branchenexperten rechtlich unbedenklich.

Marcel Rotzoll, Redaktionsleiter von 'markt intern'-Sport-Fachhandel, hält das Vertriebskonzept, das hinter den E-Commerce-Richtlinien von adidas steht, für ambitioniert: „In Herzogenaurach will man die E-Commerce-Entwicklung ganz offensichtlich nicht nur im Auge behalten, sondern aus Vertriebssicht aktiv mitgestalten. Das praktische Verbot des Verkaufs über Ebay und Amazon wird die Branche sicher in Aufruhr versetzen. Insgesamt lässt sich bei adidas ein starker Wille erkennen, den Wildwuchs im Netz einzudämmen. Dabei geht mit dem Website-Zulassungssystem ein erheblicher laufender Kontrollaufwand einher, der dem mittelständischen Fachhändler auf der anderen Seite hohe bürokratische Lasten auferlegt. Grundsätzlich ist das Aus für Amazon und Ebay aus Sicht des Fachhandels positiv, da diese Plattformen kaum das richtige Umfeld für beratungsintensive Markenprodukte bieten.“


Pressekontakt:

Dr. Bastian Peiffer

Pressesprecher
'markt intern'-Verlag

Grafenberger Allee 30
40237 Düsseldorf

Tel.: 0211/66 98 - 255
Fax:  0211/66 98 - 350

peiffer(at)markt-intern(dot)de

Dr. Bastian Peiffer

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