Energie-Label: Möbelfachhändler empfinden Abmahnungen als Schikane – Hilferuf an Philipp Rösler
Düsseldorf, 08.02.2012. Der deutsche Küchen- und Möbelfachhandel wehrt sich lautstark gegen hohe finanzielle Verluste und Abmahnungen durch Umweltverbände wegen des so genannten Energie-Labels für Küchengeräte. Die deutsche Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie schreibt zwingend vor, dass Informationen über die Energieeffizienzklasse eines Geräts fest auf der Front von Spülmaschinen, Kühlschränken und Backöfen angebracht werden. Dies führt in Zusammenhang mit UV-Strahlung oft zu irreparablen Schäden auf den Verblendungen und damit zu erheblichen finanziellen Einbußen für die Küchenfachhändler. Verschärft wird die Problematik durch die aggressive, aber legale Praxis mancher Umweltverbände, Händler kostenpflichtig abzumahnen, die Energie-Label nicht getreu dem Buchstaben des Gesetzes angebracht haben. In der Praxis führt oft schon ein an einer Kordel angebrachtes und verdrehtes Etikett zu einer Abmahnung. Das berichtet aktuell der Düsseldorfer Brancheninformationsdienst ′markt intern′-Möbel-Fachhandel.
Gemeinsam mit den Einkaufsverbänden ′Der Kreis′ und ′Küchentreff′ bündelt ′markt intern′ den Protest des deutschen Möbelfachhandels. Eine beachtliche Quote von 20 Prozent aller deutschen Küchenfachhändler hat sich bislang an den verschiedenen Aktionen wie einem Protestbrief an Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler und einer Umfrage zu den Auswirkungen des Energie-Labels beteiligt. Dabei richtet sich der Protest nicht gegen das Energie-Label an sich. Die absolute Mehrheit der Händler begrüßt das Label seiner Idee nach und schätzt es als Verkaufsargument in Beratungsgesprächen. Was der Handel jedoch vehement ablehnt, ist die Pflicht mit den Energie-Label-Aufklebern Eigentum zu beschädigen und Werte zu vernichten. In Holland etwas gilt die gleiche EU-Richtlinie, doch erlaubt der nationale Gesetzgeber hier das Einlegen der Label in die Geräte. Eine analoge Regelung in Deutschland würde den ökologischen Zielen des Labels nicht weniger dienen, Küchen aber nicht beschädigen und Abmahnungen trotz vollständiger Information des Verbrauchers die Grundlage entziehen."
Pressekontakt
Uwe Kremer
Pressesprecher
'markt intern'-Verlag
Tel.: (0211) 66 98 - 255
Fax: (0211) 69 12 - 440
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Dr. Bastian Peiffer
Pressereferent
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