Leiter von Berliner Finanzamt empfiehlt Mitarbeitern "Hitzefrei"
Düsseldorf/Berlin, 19.07.2010. „Betreff: Wärme“ – Mit dieser profanen Eingangszeile wendet sich der Leiter des Berliner Finanzamts für Fahndung und Strafsachen, am Montag letzter Woche um 11.23 Uhr an alle Mitarbeiter seiner Behörde. Was in der dem Düsseldorfer Branchendienst 'steuertip' zugespielten E-Mail folgt, sind aber keine Tipps, wie sich die Beamten und Angestellten angesichts der sommerlichen Temperaturen den Arbeitsablauf ein wenig erträglicher gestalten können. Vielmehr greift er zur ultima Ratio und rät allen, doch lieber gleich den Dienst zu beenden.
Angesichts der Tatsache, daß eine generelle Dienstbefreiung wegen Wärme nicht mehr vorgesehen sei, müsse jeder für sich entscheiden, „wie lange sie/er sich bei diesen Temperaturen dienstfähig fühlt.“ Und weiter: „Diese Entscheidung sollten Sie vor einem Kreislaufkollaps oder ähnlichem treffen.“ Der fürsorgliche Behördenchef nimmt es auch mit den Formalitäten nicht so genau: Eine Information über den Dienstabbruch an den Sachgebietsleiter genüge („um keinen Stau in der Geschäftsstelle auszulösen“); ebenso könne ein Eintrag in der Abwesenheitsliste entfallen. Abschließend heißt es in der Nachricht: „Ein Dienstabbruch kann in vielen Fällen heute eine kluge Entscheidung sein, die mein Verständnis hat.“ Unterzeichnet ist die E-Mail bezeichnenderweise „Mit schweißgebadetem Gruß“.
Der ’steuertip’ wünscht allen Berliner Unternehmern und ihren Steuerberatern, daß dieser Sommer endlos sein möge …
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