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13.06.2012 12:50 Alter: 6 Jahre

Zurich wirft Wohngebäude-Kunden raus


Düsseldorf, 14.06.2012. Die Deutsche Tochter des Schweizer Versicherungskonzerns Zurich trennt sich von einem großen Teil ihres Wohngebäudeversicherungsbestandes. Das berichtet aktuell der bei ′markt intern′/Düsseldorf erscheinende Brancheninformationsdienst ′versicherungstip′. In einem Schreiben an Versicherungsmakler, das dem ′versicherungstip′ vorliegt, begründet die Zurich diesen Schritt mit einem „überalterten Wohngebäudebestand“ in Deutschland und erklärt, sich „von einem großen Teil unseres Wohngebäudeversicherungsbestandes“ trennen zu wollen. Eine Prämienerhöhung, oder der Wechsel in einen anderen Tarif statt der Kündigung wurde dabei nicht angeboten.

Auf Anfrage erklärte die Zurich gegenüber dem ′versicherungstip’: „Zurich ist der Versichertengemeinschaft gegenüber grundsätzlich verpflichtet, profitabel zu wirtschaften. Entsprechend wird unser Portfolio kontinuierlich überprüft. Das Prämienniveau im Marktsegment Wohngebäude entspricht nicht überall unseren Erwartungen, so dass die Prämien zur Deckung von Schadenaufwänden nicht mehr ausreichen. Entsprechend haben wir uns dazu entschlossen den Vertriebspartnern für identifizierte Verträge und Teilbestände Umstellungen auf den aktuellen Tarif bzw. Mehrprämienerhöhungen anzubieten – in Einzelfällen werden wir uns aber auch von Geschäft trennen.“ Die Stellungnahme des Versicherungskonzerns widerspricht damit wesentlichen Aussagen ihres eigenen Maklerinformationsschreibens.

Erwin Hausen, Chefredakteur des ′versicherungstip’, betrachtet das Vorgehen der Zurich als Anschlag auf das Versicherungsprinzip: „Der Ertragsdruck aus der Schweiz scheint enorm. Was die Zurich hier betreibt, ist die Abkehr vom Versicherungsprinzip. Risikoloses Geschäft gibt es nicht, sonst braucht man keine Versicherung. Für die Zurich ist statt der 5-Minuten-Terrine die 5-Minuten-Klausel empfehlenswert: 5 Minuten vor Eintritt des Schadenfalls erlischt der Versicherungsschutz. Zur Profitmaximierung könnte man das dann auch auf Risikolebens- und Rentenversicherungen erweitern. Mit welchen Argumenten sollten Verbraucher einen Versicherer wählen, der Kunden vorsorglich bei steigender Schadenwahrscheinlichkeit hinauswirft?"


Pressekontakt:

Dr. Bastian Peiffer

Pressesprecher
'markt intern'-Verlag

Grafenberger Allee 30
40237 Düsseldorf

Tel.: 0211/66 98 - 255
Fax:  0211/66 98 - 350

peiffer(at)markt-intern(dot)de

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