Deutscher Mittelstandspreis an Jens Weidmann

Hohes Engagement für eine solide Geldpolitik zugunsten einer stabilen Währung

Präsident Dr. Jens Weidmann/ Quelle: Deutsche Bundesbank

Düsseldorf, Der Präsident der Deutschen Bundesbank, Dr. Jens Weidmann, wurde von der Verlagsgruppe ′markt intern′ und mit ihr kooperierenden Verbänden mit dem Deutschen Mittelstandspreis ausgezeichnet. Die Vergabe des Preises würdigt den konsequenten Einsatz von Jens Weidmann für eine stabile Währung und setzt zudem ein Zeichen für das existentielle Interesse des Mittelstandes an einer unabhängigen Geldpolitik, die nicht unter die Dominanz der Fiskalpolitik gerät.  

Weidmann setzt damit nahtlos die Reihe der Preisträger fort, zu denen unter anderem Gerhard Schröder (als Ministerpräsident Niedersachsens), Karl Kardinal Lehmann, Prof. Dr. Paul Kirchhof, Prof. Hans-Olaf Henkel, Dr. Viviane Reding, Prof. Dr. Roman Herzog, Christian Wulff und Karel van Miert gehören.

v.l.: Dr. Jens Weidmann, Dipl.-Ing. Günter Weber

Vorgänger Weidmanns waren unter anderem die früheren Bundespräsidenten Roman Herzog und Christian Wulff, die EU-Vizepräsidenten Karel van Miert, Viviane Reding und Günter Verheugen, Kanzler Gerhard Schröder (noch als niedersächsischer Ministerpräsident), die Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle und Michael Glos, die Ministerpräsidenten Peter Müller und Lothar Späth sowie Karl Kardinal Lehmann, Paul Kirchhof, Hans-Olaf Henkel, Otto Wiesheu und zuletzt Thilo Sarrazin. Alle bisherigen Preisträger hatten persönlich den Preis in Düsseldorf/Neuss entgegengenommen, während Weidmann sich die Urkunde in der Frankfurter Bundesbank hatte überreichen lassen. 

Laudator Thilo Sarrazin, vor Weidmann selbst im Vorstand der Bundesbank und Autor der Bestseller 'Deutschland schafft sich ab', 'Europa braucht den Euro nicht' und  'Der neue Tugendterror', bewunderte in seiner Laudatio an seinem Nachfolger als Preisträger, dass dieser seine Geradlinigkeit und Beharrlichkeit bisher bewahrt habe,  obwohl er sowohl im EZB-Rat als auch bei der Bundesregierung kaum Gehör finde. Umso geschlossener scheint die Bankenwelt hinter dem neuen Mittelstandssymbol zu stehen, hatte doch dessen Nominierung in einer Umfrage von 'kapital-markt intern' ausschließlich lobende bis begeisterte Stimmen geerntet.

Zum Kustos gekürt wurde Klaus-Peter Flosbach, Chef des Parlamentarischen Finanzmarktgremiums 

Also Kustos (Beschützer/Wächter) des Deutschen Mittelstandes wurde der Vorsitzende des Parlamentarischen Finanzmarktgremiums, der CDU-Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Flosbach, ausgezeichnet - weniger weil er gegen das dritte Hilfspaket (86 Mrd. Euro) für Griechenland gestimmt hatte, aber insbesondere weil er als ehemaliger selbständiger Wirtschaftsberater im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages den Ministerialen in ihrer Regelungswut so manche Grenze aus der Praxis aufgezeigt hatte. - Zu den Vorgängern als Kustos zählen Klaus E. Bregger, Hans Michelbach, Eberhard Hamer, Ernst Hinsken, Werner Böhnke, Ingo Friedrich, Christine Scheel, Gerhart Baum, Klaus Tipke, Hartmut Schauerte, Michael Balke und Frank Schäffler (FDP, Liberaler Aufbruch, Klimaskeptiker, Buch 'Nicht mit unserem Geld'), der die Laudatio auf Klaus-Peter Flosbach übernommen hatte. 

VB-Düsseldorf-Neuss-Chef Rainer Mellis wurde Banker des Deutschen Mittelstandes

Statt eines Unternehmerpreises verlieh das Kuratorium diesmal den Titel 'Banker des Deutschen Mittelstandes', und zwar an den Vorstandssprecher der Volksbank Düsseldorf Neuss, Rainer Mellis. In seiner Urkunde heißt es, dass er "trotz der zum Teil widrigen Marktumstände das Interesse der Kunden, der Eigentümer und Mitglieder, wie sämtlicher Mitarbeiter im Blick" behalten und dass er "die Grundfeste genossenschaftlichen Agierens in der (Branchen-)Öffentlichkeit" hochhalte. Das 'Wir'-Gefühl der Mitglieder sei ihm wichtiger als das Streben nach Gewinnmaximierung. - Seine Laudatio hatte übernommen Andreas Schmitz, unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender der HSBC Trinkaus & Burkhardt Bank, Ex-Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken ebenso wie der Düsseldorfer Börse. Vorgänger von Rainer Mellis waren unter anderem Anton-Wolfgang Graf von Faber-Castell, Peter Schöffel, Rudolf Miele und Dr. Peter Zinkann, Prof. Dr. Anton Kathrein, Dirk Giersiepen, Rolf Diehl, Andreas Bettermann und Ernst Prost.

Roland Tichy folgt als Medien-Preisträger Christian Rach, Anja Kohl und Rudi Cerne

Der Journalist Roland Tichy erhielt den Medienpreis, weil er sich als Ex-Chefredakteur Impulse, Euro und Wirtschaftswoche sowie zuletzt in seinem Internet-Blog Tichys Einblick und als Vorstandsvorsitzender der Ludwig-Erhart-Stiftung "entschieden für seine werteorientierten Grundsätze" einsetzte und damit "öffentlichen Druck erzeugt gegen den Mittelstand schädigende politische Bestrebungen, wie zum Beispiel die Dezimierung des Bargeldes, den Mindestlohn, die Kriminalisierung der Bürger und Einzelhändler durch Kontrollen, gegen die Gelddruckpresse der EZB, die sich gegenseitig ausschließende deutsche Klima- und Energiepolitik und die deutschen Asylgesetze." - Vorgänger von Roland Tichy waren unter anderem Christian Rach, Anja Kohl, Rudi Cerne, Jörg Pilawa, Ulrich Kienzle, Elke Heidenreich, Mathias Döpfner und Günther Jauch. Die Laudatio auf Roland Tichy hielt Klaus-Peter Willsch (CDU-MdB, Buch 'Von Rettern und Rebellen', Mitbegründer der Allianz gegen den ESM, Ablehner des Eurorettungsschirmes EFSF).

Den Kooperationspreis des Deutschen Mittelstandes nahm entgegen Norman Wirth, der geschäftsführende Vorstand des AfW - Bundesverband Finanzdienstleistung, der sowohl beim Deutschen Bundestag als auch dem Europäischen Parlament akkreditiert ist und sich in "herausragender Weise für die berufsständischen Interessen seiner aktuell rund 1.700 mittelständisch geprägten Mitgliedsunternehmen und deren rund 30.000 Mitarbeiter" engagiert. - Bisherige Preisträger waren unter anderem die CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, die Wettbewerbs-Initiative Richtungweisender Fachhändler WIR (Unterhaltungselektronik, Hausgerätetechnik und Telekommunikation), DER KREIS (Möbel), NOWEDA (Apotheke), BSH - BoschSiemens-Mittelstandskreis (Elektro) sowie der VDW-Verband Deutscher Wirtschaftsberater.

Die Urkunde an Jens Weidmann überreichte Dipl.-Ing. Günter Weber, der Vorsitzende des Kuratorium und Herausgeber der im ‘kapital-markt intern’ Verlag erscheinenden anzeigenfreien Wirtschafts-Informationsbriefe. Weber machte darauf aufmerksam, dass die Deutsche Bundesbank im Eurosystem stets für die  Stabilität des Geldes, des Finanz-, Währungs- und Banken-Systems, des Zahlungsverkehrs und des Bargeldes eintrete, die für den Mittelstand generell und die mittelständische Banken-Struktur so wichtig ist. Kontinentale oder gar globale Krisen hätten regelmäßig ihren Ursprung gehabt in der Aufweichung europäischer und staatlicher Stabilitätsgebote, der Zulassung wettbewerbsverfälschender Anreize und der ineffektiven Kontrolle von Großkonzernen.

In der Urkunde wird hervorgehoben, dass Jens Weidmann mit hohem Engagement für eine stabilitätsorientierte Geldpolitik eintritt und im EZB-Rat zum Ankauf von Staatsanleihen eine kritische Haltung eingenommen hat. Auch wird gewürdigt, dass sich Weidmann dafür einsetzt, die europäischen Vereinbarungen zur Rückführung von Staatsdefiziten zu befolgen, und dass er dabei auch nicht vor Kritik an Regierungen und EU-Kommission zurückschreckt.

Auch wenn, heißt es in der Urkunde weiter, „die Bedeutung dieses geradlinigen Einsatzes gegen eine fatale Politik, die hauptsächlich wieder der Mittelstand und die heutige Jugend auszubaden haben, erst in der Zukunft offenbar“ werde, gebühre Jens Weidmann der (seit 1996) vergebene Deutsche Mittelstandspreis.

Die deutsche Kredit- sowie die Versicherungswirtschaft befürworten einhellig die Auszeichnung:

Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR): "Der BVR gratuliert Herrn Dr. Weidmann herzlich zum Deutschen Mittelstandspreis. Die Bundesbank setzt sich beharrlich und mit Nachdruck für die Stabilität des Euro ein. Eine stabile Währung ist Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und damit auch für den Erfolg der mittelständischen Unternehmen. Immer wieder hat die Bundesbank in den vergangenen Jahren auf die Grenzen der Geldpolitik hingewiesen. Mit billigem Geld lassen sich die Probleme der wirtschaftlich geschwächten Volkswirtschaften im Euroraum nicht lösen. Die Regierungen sind gefordert, durch Haushaltskonsolidierung und Strukturreformen ihren Beitrag zum Abbau der Arbeitslosigkeit, der Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit und dem Abschmelzen der staatlichen Schuldenberge zu leisten."

Hans-Dieter Brenner, Vorsitzender des Vorstandes der Helaba: "Eine strikte Trennung von Fiskal- und Geldpolitik ist eine der Säulen unserer funktionierenden Marktwirtschaft. Dafür einzutreten, wie Bundesbank-Präsident Dr. Jens Weidmann es tut, ist wichtig und absolut erforderlich. Herrn Weidmann für sein Engagement den Deutschen Mittelstandspreis zu verleihen, ist hochverdient. Ich kann dies nur befürworten". 

Frank Kettnaker, Vorstandsmitglied Alte Leipziger-Hallesche Konzern: "Sehr geehrter Herr Dr. Weidmann, ich gratuliere Ihnen herzlich zur Verleihung des deutschen Mittelstandspreises 2015. Als ich durch den ‚kapital-markt intern Verlag’ erfahren habe, dass die Wahl auf Sie gefallen ist, habe ich mich besonders gefreut. Für Millionen Bundesbürger ist eine stabile Währung das Fundament der eigenen finanziellen Lebensplanung. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen ist eine stabile Währung die Grundlage ihrer unternehmerischen Entscheidungen. Diesen berechtigten Erwartungen gaben und geben Sie eine Stimme und führen damit die erfolgreiche Tradition der Deutschen Bundesbank fort, ohne die der wirtschaftliche Aufstieg der Bundesrepublik Deutschland und der späteren friedlichen Wiedervereinigung nicht denkbar gewesen wären. Ich danke Ihnen sehr herzlich für ihr couragiertes Wirken und wünsche Ihnen und uns, dass Ihre wichtige Stimme auch im Frankfurter Ostend noch stärker gehört wird."

Michael Bockelmann, Präsident des Genossenschaftsverbandes e. V.: "Unsere Branche lebt in erheblichem Umfang vom Vertrauen der Menschen. Das gilt auch für die Bundesbank, selbst wenn sie im Zuge der Euro-Einführung Kompetenzen an die EZB abgetreten hat. Nicht von ungefähr gelten die Bundesbanker als Währungshüter. Durch sein engagiertes Eintreten für die Geldwertstabilität steht der Präsident der Deutschen Bundesbank, Dr. Jens Weidmann, hier an vorderster Front. In diesem Sinne ist die Auszeichnung sehr zu begrüßen und ein starkes Signal für die Bedeutung der Institution Bundesbank. Dass die Menschen auch heute auf "ihre" Bundesbank setzen, ist nicht zuletzt sein Verdienst." 

Prof. Dr. jur. Joachim Wuermeling LL.M., Vorsitzender des Vorstandes, Verband der Sparda-Banken e.V.: "Mit dem herzlichen Glückwunsch verbinde ich die Hoffnung, dass die Standfestigkeit und die Prinzipientreue des Bundesbankpräsidenten uns bald und behutsam in eine Zinswende geleiten. Nicht nur der deutsche Sparer hat unter den niedrigen Zinsen zu leiden. Gerade kleine und mittlere Banken mit einfachem und risikoarmem Geschäftsmodell müssen empflindliche Ertragsrückgänge hinnehmen, weil sie überproportional vom Zinsgeschäft abhängen."

Rainer Mellis, Sprecher des Vorstands Volksbank Düsseldorf Neuss eG: "Dr. Jens Weidmann als Preisträger auszuzeichnen, ist ein wichtiges Signal für alle, die in diesen politisch fremd bestimmten und gleichschaltenden Wirtschaftszeiten einen Hauch von Eigenständigkeit und Freiheit suchen, einen Mann mit eigener Meinung und Rückgrat! Chapeau." 

Hartmut Glenk, Direktor Institut für Genossenschaftswesen und Bankwirtschaft Siegen/Berlin (IGB): "Die Auszeichnung von Bundesbankpräsident Jens Weidmann ehrt den wohl letzten Verteidiger der Grundsätze von Stabilität und Seriosität in der EZB. Da tut ein kleines Signal der Wertschätzung gut, und es zeigt auch: Nicht alle wollen sich damit zufrieden geben, dass Deutschland finanzpolitisch die Hauptverantwortung trägt, aber trotzdem wenig zu sagen hat. Weidmann mag dies als Bestätigung seines stetigen und unerschrockenen Einsatzes für das nehmen, worauf er vereidigt ist: Kluge Interessenvertretung der Bundesrepublik und nicht die Unterstützung von Hasardspielen."  

Berend Gortmann, Sprecher der Interessengemeinschaft kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken:  "Die Interessengemeinschaft kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken begrüßt die regelmäßige Verleihung des Deutschen Mittelstandspreises. Wird doch damit die große Bedeutung und Wirkung der mittelständisch geprägten Unternehmen für die Volkswirtschaft Deutschlands gewürdigt. Mit dem Präsidenten der Deutschen Bundesbank, Dr. Jens Weidmann, ehren Sie einen Preisträger, der die große und zunehmende Sorge der deutschen Wirtschaft nach Bewahrung der notwendigen Geldwertstabilität als Ausfluss des deutlich expansiveren geldpolitischen Kurses der Europäischen Zentralbank aufnimmt und hierfür an exponierter Stelle sehr mutig eintritt. Es ist Ihnen gelungen ein bedeutendes Thema äußerst prominent zu personifizieren."

Martin Gräfer, Vorsitzender des Vorstandes Bayerische Beamten Versicherung AG: "Das ist eine historisch richtige Entscheidung. Courage in Verbindung mit Sachverstand und Weitsicht treffen sich bei dem Preisträger in geradezu idealer Form. Wir gratulieren dem Kuratorium zu dieser bemerkenswerten Entscheidung und dem Preisträger zu dieser mehr als verdienten Auszeichnung!"

Ulrich Leitermann, Vorstandsvorsitzender Signal Iduna Gruppe: "Die Auszeichnung für Herrn Dr. Weidmann zeigt, dass der Mittelstand wie schon häufiger seine Rolle als Vorkämpfer gegen Fehlentwicklungen wie die große Gefahr, die von den künstlich niedrig gehaltenen Zinsen ausgeht, eindrucksvoll unter Beweis stellt. Das Engagement gegen diese Geldpolitik verdient großen Respekt und Anerkennung."

Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Köln und Landesobmann der rheinischen Sparkassen: "Ich schätze an Bundesbankpräsident Dr. Jens Weidmann seine klaren Aussagen und seine Geradlinigkeit. Er ist ein Verfechter der Geldwertstabilität und damit für eine Trennung von Geld- und Fiskalpolitik. Es freut mich, dass er mit dem Deutschen Mittelstandspreises 2015 geehrt wird."

Arndt M. Hallmann, Vorsitzender des Vorstandes der Stadtsparkasse Düsseldorf: "Der unternehmerische Mittelstand gilt als Rückgrat für die deutsche Wirtschaft. Dr. Weidmann gilt mit seinem couragierten Auftreten als Rückgrat für den unternehmerischen Mittelstand. Daher bin ich der Meinung, dass mit Dr. Weidmann ein würdiger Preisträger gefunden worden ist."

Dr. Roman Glaser, Präsident des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V.: "Dr. Jens Weidmann ist ein mehr als verdienter Preisträger des Deutschen Mittelstandspreises Der Präsident der Deutschen Bundesbank steht wie kaum ein anderer für einen stabilen Euro und ist in Währungsfragen die seriöse und starke Stimme Deutschlands in Europa. Weidmann setzt sich stets überaus engagiert für eine unabhängige und an Stabilität orientierte Geldpolitik der EZB ein und scheut dabei auch nicht den Konflikt. Der Bundesbankpräsident vertritt damit eindrucksvoll die Interessen der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland und insbesondere auch der an der Realwirtschaft orientierten mittelständischen Kreditinstitute in Deutschland."

Prof. Dr. h.c. Stephan Götzl, Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern e.V.: "Ich habe Dr. Weidmann als couragierten Bundesbankpräsidenten mit Weitsicht kennengelernt. Er ist nicht nur Beobachter und scharfer Analytiker des finanzpolitischen Geschehens. Er beherrscht vielmehr die hohe Kunst, durch wohlgesetzte Äußerungen und kluges Handeln so manchen Akzent zu setzen. Er steht voll und ganz in der Tradition bewährter Bundesbank-Werte." 

Bernd Altgen, Vorstandsvorsitzender VR-Bank Nordeifel eG: "Gratulation an den Preisträger, aber auch ans Kuratorium. Denn mit Herrn Dr. Weidmann wird eine Persönlichkeit gewürdigt, die authentisch Rückgrat zeigt und standhaft für seine fachlich fundierte Überzeugung und den Grundauftrag der Deutschen Bundesbank – Geldwertstabilität – eintritt. Bleibt zu hoffen, dass sein Vorbild und seine Expertise eine stärkere Resonanz als bisher findet. Die Preisverleihung sollte uns allen im Dt. Mittelstand auf allen Ebenen zugleich Aufforderung sein, dem Beispiel von Herrn Dr. Weidmann zu folgen und mit vernetztem kraftvollen Eintreten für die Grundwerte unserer einzigartigen sozialen Marktwirtschaft diesen mehr Gehör bei den Entscheidungsträgern in Europa zu verleihen." 

Dr. Peter Hanker, Vorstandssprecher der Volksbank Mittelhessen: "Die Courage von Dr. Jens Weidmann, kritische und unbequeme Wahrheiten in korrekter Tonalität auszusprechen, ist beispielgebend. Er ist ein würdiger Preisträger und konstruktiver Botschafter für Geldwertstabilität und Selbstverantwortung im besten unternehmerischen Sinne."

Ulrich Lepsch, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Spree-Neiße: "Die Auszeichnung von Herrn Dr. Jens Weidmann mit dem Deutschen Mittelstandspreis 2015 ist aus meiner Sicht nicht nur gerechtfertigt, sondern überaus verdient. Herr Dr. Weidmann kämpft seit seinem Amtsantritt im Mai 2011 hartnäckig gegen den Missbrauch des geldpolitischen Instrumentariums zur Staatsfinanzierung durch die EZB. Er genießt unsere volle Unterstützung bei der nachhaltigen Wahrung der Unabhängigkeit der Geldpolitik. Diese bildet die Basis für eine erfolgreiche Realwirtschaft und funktionierende Märkte mit einem stabilen Bankensystem." 

Herbert Hans Grüntker, Vorsitzender des Vorstands, Frankfurter Sparkasse: "In bester Tradition der Deutschen Bundesbank setzt sich Herr Dr. Weidmann für eine stabile und verlässliche Geldpolitik ein. Stabilität und Verlässlichkeit – das sind Werte, die den deutschen Mittelstand und auch die Sparkassen charakterisieren. Deshalb gratuliere ich Herrn Dr. Weidmann sehr herzlich zum Deutschen Mittelstandspreis." 

Andreas Dill, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Hannover eG: "Dr. Weidmann tritt konsequent für seine Überzeugungen ein. Dieser Preis macht Mut, dabei zu bleiben. Herzlichen Glückwunsch!" 

Bisherige Preisträger des Deutschen Mittelstandspreises

2012: Dr. Thilo Sarrazin, Ökonom und Publizist

2010: Günter Verheugen, Vizepräsident der Europäischen Kommission a. D.

2008: Michael Glos, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie 

2007: Dr. Viviane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien 

2006: Prof. Dr.-Ing. h.c. Hans-Olaf Henkel, BDI Präsident a. D. 

2005: Prof. Dr. Paul Kirchhof, Bundesverfassungsrichter a. D.

2004: Karl Kardinal Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

2003: Christian Wulff, Ministerpräsident des Landes Niedersachsen 

2002: Prof. Dr. Lothar Späth, Geschäftsführer Jenoptik GmbH, Ministerpräsident a. D.

2001: Prof. Dr. Roman Herzog, Bundespräsident a. D.

2000: Peter Müller, Ministerpräsident des Saarlandes 

1999: Karel van Miert †, EU-Kommissar 

1998: Rainer Brüderle, Wirtschaftsminister des Landes Rheinland-Pfalz 

1997: Dr. Otto Wiesheu, Wirtschaftsminister des Freistaates Bayern 

1996: Gerhard Schröder, Ministerpräsident Niedersachsen, Bundeskanzler a. D.